Dienstag, 26. Juli 2022

REZENSION: Zimtschnecken zum Frühstück von Sara Molin



Titel: Zimtschnecken zum Frühstück
Von: Sara Molin
Erschienen im Diana Verlag
Format: Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN 978-3453361034

Inhaltsangabe

Clara ist Lehrerin aus Leidenschaft. Doch Schüler und Kollegen machen ihr das Leben schwer. Nachdem ihr Freund Klas sie dann auch noch für eine andere verlässt, steckt sie in einer tiefen Krise. Ihre Schwester Paulina und die verschrobenen Eltern sind ihr dabei keine Hilfe. Doch dann lernt sie Paulinas neuen Freund Marcus kennen, einen belesenen Barkeeper, der sie mit seinem klaren Blick auf die Menschen und seinen humorvollen Fragen nach dem Sinn ihres Lebens völlig durcheinanderbringt. Als dann noch ihre Jugendliebe Jonathan aufkreuzt, der jahrelang im Ausland war und sich nun plötzlich um sie bemüht, ist das Chaos perfekt. Wer ist der Richtige? Und darf man sich in den Freund der kleinen Schwester verlieben?

Rezension

Wer mag schon keine Zimtschnecken? Okay, ich habe zur Lektüre Hamburger Franzbrötchen genossen, die mag ich noch lieber.

Clara hat drei Jahre nach der Trennung einem Treffen mit ihrem Ex zugestimmt, doch nicht damit gerechnet, dass er ihr in 12 Punkten schildert, wie sie Beziehungen schädigt. Der einzige Lichtblick an dem Abend ist Jonathan,  ihre Jugendliebe, der sich sehr um ihre Gunst bemüht.
Ihre Mutter wird 60 und möchte das groß feiern, da sollen Clara und ihre Schwester helfen. Paulina bringt ihren neuen Freund Marcus mit der bringt Clara ziemlich durcheinander.

Eine Rom-Com aus Schweden, was kann da schon schiefgehen. So dachte ich es mir, vielleicht hätte ich bei "Schwedens Antwort auf Sophie Kinsella" schon skeptisch sein sollen. Schon das erste Kapitel zieht sich hin und lädt mich nicht zum Schmunzeln ein. Eigentlich möchte ich an dem Punkt nicht weiterlesen, aber ich ringe mich dazu durch, auch weiterhin die zähe Geschichte zu lesen. 
Es ist schade, aus der Geschichte hätte mehr gemacht werden können, ich war einfach nur froh, als ich das Buch endlich beendet hatte. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und ganz sicher, sind andere Leser ganz begeistert. Mich hat der Roman nicht abgeholt, darum gebe ich

Drei von Fünf Sternen 🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Diana Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Montag, 13. Juni 2022

Rezension: Ein Wein für zwei von Lizzy Dent


Titel: Ein Wein für zwei
Von: Lizzy Cent
Erschienen im Heyne Verlag
Format: Taschenbuch, 432 Seiten
ISBN 978-3453425675


Inhaltsangabe

Birdy Finch hat den absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben erreicht: arbeitslos, Beziehungsstatus »kompliziert« und gestrandet auf der Couch ihrer besten Freundin Heather. Die beschließt, ihren Job als Weinsommelière in einem schottischen Hotel sausen zu lassen – und Birdy ergreift die Chance, reist kurzerhand in die Highlands und gibt sich als Heather aus. Wie schwer kann es schon sein, reichen Leuten Wein einzuschenken? Birdy gibt ihr Bestes, um den Wein – äh Schein – zu wahren. Doch nicht nur die Gefühle für den attraktiven Koch James könnten ihr einen Strich durch die Rechnung machen.



Rezension

Birdy übernimmt heimlich einen exklusiven Job ihrer besten Freundin, obwohl sie von Wein keine Ahnung hat. In ihrer Vorstellung muss sie lediglich Wein in Gläser füllen. Sie setzt alles daran nicht aufzufliegen, doch die Gefühle haben ihre eigenen Regeln.

Ich brauchte einige Zeit, um mich an Elizabeth Finch, genannt Birdy, zu gewöhnen. Sie kommt irgendwie stillos und unterschichtig daher.
*Triggerwarnung*
Was mir sehr gut gefallen hat, dass neben dem leichten Roman zum Schmunzeln auch ein ernstes Thema wie Alkoholismus seinen Platz gefunden hat. 
Es fällt mir schwer, zu erzählen, ohne dabei zu spoilern. Selbstverständlich fliegt Birdy auf und dann nimmt ihr Leben eine Wendung. Sie bekommt ein Happy End, dass nicht disneyreif ist, aber wunderbar zur Story passt.

Nach anfänglichen Problemen, ließ sich das Buch flüssig lesen und hat mir Freude bereitet, darum gehe ich

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 7. Juni 2022

Rezension: Wenn Träume Wurzeln schlagen von Julia Parin



Titel: Wenn Träume Wurzeln schlagen
Von: Julia Parin 
Erschienen im Heyne Verlag
Format: Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN 978-3453425767

Inhaltsangabe


Du musst das Glück pflücken, wenn es greifbar ist

Als ihre Großmutter ins Krankenhaus muss, steht Charlie plötzlich vor einem Problem: Jemand muss sich um Oma Freyas Schrebergarten kümmern. Aber Charlie hatte noch nie einen grünen Daumen. Dank Freyas Tipps und der Hilfe der anderen Schrebergärtner lernt Charlie dann aber nicht nur, wie man Gemüse anbaut. Sie begreift auch, dass alle Pflanzen hier eine Geschichte haben und dass Freyas große Liebe unweigerlich damit verbunden ist. Wäre da nur nicht ihr unfreundlicher Nachbar Matteo. Doch als der Frühling kommt, hat Charlie sich verändert, und plötzlich weiß sie ganz genau, wie man das Glück zum Blühen bringen kann.


Rezension

Charlie ist sehr erfolgreich in ihrem Beruf, gerade als ein für sie sehr wichtiges Projekt ansteht kommt ihre geliebte Großmutter Freya ins Krankenhaus und etwas widerwillig übernimmt Charlie die Pflege des Schrebergartens. Dort wird sie mit dem muffligen Parzellennachbarn Matteo konfrontiert. Nebenbei erzählt ihr ihre Großmutter wie sie den Großvater kennengelernt hat.

Romane in denen die Charaktere durch gärtnern zum Glück finden, habe ich in letzter Zeit einige gelesen und tatsächlich waren die auch besser. Der Spannungsbogen  ist sehr lang und das Buch hat mich nicht in seinen Bann gezogen.  Der Roman ist nicht schlecht, die Figuren sind sympathisch ausgearbeitet und die Kennenlerngeschichte der Großeltern ein netter Nebenstrang. Allerdings ist es unglaubwürdig, dass in all den Jahrzehnten, die Charlie bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, diese Geschichte nie erzählt wurde. 

Ich gebe dem Buch

3 von 5 Sternen 🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 11. Mai 2022

REZENSION: Strandhotel Meeresbrise von Caroline Säfstrand


Titel: Strandhotel Meeresbrise
Von: Caroline Säfstrand
Erschienen im Blanvalet Verlag
Format: Taschenbuch, 352 q
ISBN 978-3734109805


Inhaltsangabe


Bei der Testamentseröffnung ihrer Mutter erfährt Sophie, dass sie unerwartet Besitzerin eines alten Kurhotels an der Küste von Schonen geworden ist. Sophie, die eigentlich in Berlin lebt und nie eine enge Bindung zu ihrer Mutter hatte, fasst den Beschluss, das »Strandhotel Meeresbrise« schnellstmöglich zu verkaufen. Doch das hübsche Haus mit der grünen Holzfassade hat zuvor eine Renovierung nötig, die Sophie nicht ohne Weiteres bezahlen kann. Stattdessen veröffentlicht sie eine Annonce, in der sie Handwerker sucht, die gegen Kost und Logis bei der Renovierung der alten Villa helfen. Und die drei Menschen, die daraufhin mit ihr in das »Strandhotel Meeresbrise« einziehen, werden nicht nur dafür sorgen, dass die Fassade des Kurhotels wieder repariert wird, sondern auch Sophies gebrochenes Herz.


Rezension

Oh wie schön ein Schwedenroman, klingt inhaltlich toll und ist mit Sicherheit ein toller Ersatz für die Romane einer anderen Schriftstellerin, die in diesem Jahr leider nichts veröffentlicht.

Sophie erbt von ihrer Mutter, ein altes Strandhotel, welches eigentlich seit Jahren verkauft sein sollte. Sie liebt und hasst dieses Haus gleichzeitig und hatte nie eine enge Beziehung zu ihrer Mutter. Der eigentliche Plan ist das renovierungsbedürftige Haus zu verkaufen und ihr Leben in Berlin weiterzuführen. Doch es kommt anders, Sophie sucht Freiwillige, die gegen Kost und Logis beim renovieren helfen. Alle haben Gründe vom bisherigen Leben Abstand zu nehmen. 

Das Buch ist nett, hat aber nicht den von mir erhofften Charme. Es ist viel Drama, Missverständnisse und zähflüssiger Erzählstil. Die Charaktere sind interessant gestaltet und man kann sich reinfühlen, kurz vor dem Ende kommt ein Hammer, der viel zu wenig ausgearbeitet wurde. Ich denke nicht, dass ich einen weiteren Roman von Caroline Säfstrand lesen möchte. Ich bevorzuge mein Lesematerial leicht und lebensfroh, bedrückende Szenarien gibt es im Leben wirklich schon genug.


Ich gebe

3 von 5 Sternen 🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 20. April 2022

Rezension: Süße Träume im Cottage am Strand von Holly Hepburn



Titel: Süße Träume im Cottage am Strand
Von: Holly Belgien
Erschienen im Penguin Verlag
Format: Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN 978-3328108542


Inhaltsangabe

Schriftstellerin Merry liebt ihr Leben im glitzernden London: Ihre romantischen Liebesgeschichten stehen bei den Leserinnen hoch im Kurs, eine glamouröse Buchparty folgt auf die nächste. Doch als ihr Verlobter sich aus heiterem Himmel von ihr trennt und obendrein eine gemeine Schreibblockade ihren neuen Roman gefährdet, muss ein Neuanfang her. Merry zieht in ein entzückendes kleines Cottage auf den wunderschönen Orkney-Inseln vor der Küste Schottlands, um bei langen Strandspaziergängen wieder zu sich selbst zu finden. Doch die naseweisen Inselbewohner denken gar nicht daran, den Neuzugang in Ruhe zu lassen. Und dann gibt es da noch Niall, den charmanten Leiter der örtlichen Bücherei, und den unverschämt attraktiven Bootsbauer Magnus, dessen Vorfahren von den Wikingern abstammen ...


Rezension

Wann habe ich zuletzt ein Rezensionsexemplar in weniger als 24 Stunden durchgelesen?  Ist schon lange her, Holly Hepburn hat mich gleich auf der ersten Seite abgeholt und nicht mehr losgelassen, nur um die ein oder andere Sehenswürdigkeit der Orkney Inseln zu recherchieren.

Merry, eigentlich Merina Wilde, ist die erfolgreiche Autorin von Liebesromanen. Leider steckt sie tief in einer Schreibblockade und zu allem Überfluss macht ihr Freund mit ihr Schluss. Traurig und erschöpft, beschließt Merry sich für eine sechsmonatige Schreibresidenz auf den Orkney Inseln in Schottland zu bewerben.
Die Reise dorthin gestaltet sich als abenteuerlicher Flug in einer winzigen Maschine. Vor Ort wird sie von dem hinreißenden Bibliothekar Niall abgeholt, der optisch an Superman/ Clark Kent erinnert. ( in meinem Kopf gespielt von Dean Caine) Um sich selber zu schützen, behauptet Merry in London einen Verlobten zu haben, doch dann erscheint noch Magnus, ein Thorgleicher, Isländer auf der Bildfläche. ( in meinem Kopf natürlich Rurik Gislason). 

Die Charaktere sind wunderbar gestaltet und man weiß, wen man mag und wen nicht. Ich liebe die verschrobenen Inselbewohner, die auf ganz eigene Weise liebenswert sind, auch wenn sie, wie Sheila, irgendwie übergriffig sind. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, ich wollte mehr über Merry und die Orkneys erfahren. Tatsächlich ist der Anreiz dort Urlaub zu machen gewachsen..

Ich gebe für den wunderbaren Roman

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟💕

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das kostenlose des Rezensionsexemplares.

Lesevergnügen





Ein Zuhause auf Sylt von Lena Wolf 🌟🌟🌟🌟🌟
Willkommen in St. Peter-(M)Ording von Tanja Janz 🌟🌟🌟🌟
Ein Fest im kleinen Friesencafé von Janne Mommsen 🌟🌟🌟🌟🌟
Hagebuttenkomplott von Ina Sprotte 🌟🌟🌟🌟🌟
Friesentorte für Fortgeschrittene von Tina Wolf 🌟🌟🌟🌟
Das Glück riecht nach Sommer von Meike Werkmeister 🌟🌟🌟🌟🌟

Dienstag, 5. April 2022

Rezension: Die große Liebe kann mich mal von Sophia Money-Coutts


Titel: Die große Liebe kann mich mal
Von: Sophia Money - Coutts
Erschienen im Penguin Verlag
Format: Taschenbuch, 560 Seiten
ISBN 978-3328107934

Inhaltsangabe

Einsam ist Florence auf gar keinen Fall. Sie ist zwar schon ziemlich lange Single – ok, eigentlich hatte sie noch nie eine Beziehung, wenn es jemand ganz genau wissen will. Aber ihr Job in einem quirligen Londoner Buchladen hält sie ziemlich auf Trab, und nach Feierabend leistet ihr der geliebte, aber übergewichtige Kater Gesellschaft. Florence ist mehr als zufrieden mit ihrem Leben, vielen Dank auch! Nur ihre nervige Stiefmutter sieht Optimierungsbedarf und schickt sie zu einem Liebes-Coach. Als erste Übung muss sie eine Liste schreiben mit all den Eigenschaften, die ihr Traummann in sich vereinen soll. Florence kann so eine Liste keinesfalls ernst nehmen: Jemand, der Katzen mag, einen Oberkörper hat wie James Bond und gleichzeitig bei ihrer nervigen Zähl-Marotte die Augen zudrückt? Unmöglich! Bis sie sich ein paar Tage später ungläubig die Augen reibt: Ein gutaussehender junger Mann betritt den Buchladen, der wie von Zauberhand alle Kriterien auf der Liste erfüllt. Zudem ist er adlig und besitzt ein schickes Herrenhaus auf dem Land. Kann das wahr sein?

Rezension

Ich habe das Vergnügen, den mittlerweile dritten Roman von Sophia Money -Coutts rezensieren zu dürfen. Aus Erfahrung konnte ich mich auf eine lustige, nicht alltägliche Rom-Com freuen, die meine Corona Quarantäne verschönert.

Florence ist Single, dabei aber nicht unzufrieden. Als ihre Halbschwester sich verlobt, macht ihre sehr engagierte Stiefmutter für sie einen Termin bei einer Liebescoachin. Nicht ganz freiwillig geht Florence zu diesem Termin und muss eine Liste schreiben die die Punkte enthält, die Florence sich von ihrem Partner wünscht.
Kurz danach schneit Rory in ihr Leben und erfüllt diese Wünsche. Er ist belesen, gebildet, gut gekleidet, attraktiv, interessant, mag Katzen...
Doch da ist auch Zach, der kratzbürstige, immer einen Seitenhieb verteilende Neffe ihres Chefs, der ihr nicht so egal ist, wie sie möchte.

Ich mochte Florence und ihre Spleenigkeit von Anfang an, je mehr man über sie erfährt, desto besser versteht man, warum sie Single ist und eine Beziehung gleichzeitig fürchtet und doch herbeisehnt.
Rory erscheint wie ein Traummann, hat jedoch Macken, die es sehr schwer machen ihn zu mögen. Da hilft es auch nicht, dass er adlig ist und viele Wunschkriterien erfüllt.
Zach der Antiheld, kommt wenig sympathisch rüber, aber harte Schale, weicher Kern.

Die Schriftstellerin hat es wieder geschafft mich zu überzeugen. Es ist kein üblicher, schnulziger Roman, man fragt sich unweigerlich: muss man einen Partner um jeden Preis haben?  Das Happy End ist anders, aber einfach schön. Von mir gibt es

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟 mit 👑🐈💖

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 20. März 2022

Rezension: Sommerträume auf Sylt von Stephanie Jana und Ursula Kollritsch



Titel: Sommerträume auf Sylt
Von: Stephanie Jana und Ursula Kollritsch
Erschienen im Goldmann Verlag
Format: Taschenbuch, 480 Seiten
ISBN 978-3442490134

Inhaltsangabe


In einer Sommernacht auf Sylt schworen sich Lucy, Mado, Sonja und Rieke als Jugendliche, sich stets bei der Erfüllung ihrer Träume zu helfen. 25 Jahre später sind die vier Hamburgerinnen immer noch beste Freundinnen. Nur ihre Wünsche haben sich verändert. Cafébesitzerin Lucy träumt vom Heiraten, Anwältin Mado von einer heißen Liebesnacht. Sonja, Mutter dreier Kinder, sehnt sich nach Zeit für sich, und Weltenbummlerin Rieke möchte endlich irgendwo ankommen. Also beschließen die vier, erneut nach Sylt zu fahren und dort ihren Träumen auf die Sprünge zu helfen. Doch der Sommer auf der Insel rückt alles in ein neues warmes Licht ...

Rezension

Beginnen wir doch erstmal damit, wie liebevoll das Rezensionsexemplar hier ankam:



Zusätzlich zum Roman mit einem wunderschönen Cover, gab es eine Postkarte, einen Block und ein Bleistift. Das ist sehr aufmerksam und hat mir viel Freude bereitet, einer sehr schweren privaten Zeit. Vielen lieben Dank.

Vier junge Mädchen lernen sich auf einer Jugendfreizeit auf Sylt kennen. Die vier sind so unterschiedlich, dass sie unter anderen Umständen vielleicht keine Freundinnen geworden wären. Die Charaktere wurden liebevoll gestaltet, aber auch mit Klischees behaftet: die Pummelige wird Mutter und Hausfrau, die kurzhaarige ist ein unsteter Geist... 
Nach 25 Jahren begehen die vier Freundinnen ihren silbernen Freundschaftstag und erneuern ihre Wünsche für die Zukunft, wie einst am Strand von Sylt, nur das der schmalzige, gitarrenspielende Betreuer fehlt.

Relativ spontan entfliehen sie ihrem Leben in Hamburg und machen einen Urlaub auf Sylt um ihre Wünsche zu erfüllen.

Ich bin bin und her gerissen zwischen ich mag den Roman und er hat mich nicht wirklich überzeugt. Das Thema und der, natürlich, positive Verlauf haben mir zugesagt, was mir nicht gefiel ist der Schreibstil mit seinen kurzen Sätzen. Das Buch sorgt dafür, dass man sich wünscht, dass jegliche Wünsche und Komplikationen so leicht zu lösen wären. 
Auf jeden Fall ein Feel Good Roman für die Seele, da kann man mal die eigenen Sorgen vergessen und abschalten.
Von mir gibt es

4 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.






Freitag, 18. März 2022

Rezension: Das Herz im Wald, die Füße im Sand von Jule Böhm



Titel: Das Herz im Wald, die Füße im Sand
Von: Jule Böhm
Erschienen im HarperCollins Verlag
Format: Taschenbuch, 352 Seiten
ISBN 978-3749902569

Inhaltsangabe

Das Rascheln der Blätter, die in sanftes Licht getauchten Bäume und das Rauschen des Meeres. Als Ella in ihre Heimatstadt an der ostfriesischen Küste zurückkehrt, um eine Vertretungsstelle als Försterin anzunehmen, verzaubert die idyllische Landschaft sie erneut. Aber wieder in Ostfriesland muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und endlich wichtige Entscheidungen treffen, die ihr Familienerbe betreffen. Der attraktive Clemens, auf dessen Gutshof sie ein Haus gemietet hat, macht alles noch komplizierter. Er weckt eine tiefe Sehnsucht nach Zweisamkeit in ihr – vielleicht ist sie doch bereit, Wurzeln zu schlagen. Ist sie mutig genug, das Glück mit beiden Händen zu ergreifen?


Rezension

Zu erst bitte ich um Entschuldigung für die späte Rezension. Das Leben hat uns einen bösen Streich gespielt und erst jetzt wird es wieder ruhiger.

Ich habe speziell dieses Buch angefragt, weil ich romantische Romane, die an der deutschen Küste spielen mag. Was ich nicht wusste: Die Geschichte spielt in der Gegend von Neßmersiel, dort sind wir gerne im Dezember, wenn der Touristentrubel nicht so groß ist.

Ella Vanbrecht, eigentlich Eleonora, hat als Jugendliche ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verloren. Die beste Freundin der Mutter ist als Pflegemutter eingesprungen und hat sich auch um das gut laufende Modegeschäft der Vanbrechts gekümmert.
15 Jahre später arbeitet Ella als Springerin um Förster zu vertreten, aber nebenbei macht sie auch den Papierkram und den Einkauf für das Geschäft. Es liegt ihr beides am Herzen, als ihre Pflegemutter ihr die Pistole auf die Brust setzt, muss Ella sich entscheiden.
Wenn es doch nur das einzige Problem wäre, denn da ist auch der charmante Clemens mit seinem kleinen Sohn, die ein Versprechen ins Wanken bringen, dass Ella sich vor vielen Jahren selber gegeben hat.

Das Buch ist richtig schön geschrieben und hat mich gleich auf der ersten Seite abgeholt. Von Anfang an habe ich mich mit Ella verbunden gefühlt und konnte ihre Zerissenheit nachempfinden. Ich habe mit ihr gelacht, geweint, geliebt, gelitten. Ich bin an ihrer Seite gewesen, als sie Ängste und Traumata überwunden hat.

Liebe Jule Böhm, sie schreiben wunderbar einfühlsam und fesselnd, bitte verfassen sie noch viele weitere Romane.

Von mir gibt es

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟 mit Extras 🐕💖

Vielen Dank an den HarperCollins  Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.





Sonntag, 20. Februar 2022

Rezension: Klinikum Berlin - Herzklopfen von Helene Lynd


Titel: Klinikum Berlin Herzklopfen
Von Helene Lynd
Erschienen im Goldmann Verlag
Format: Taschenbuch, 464 Seiten
ISBN 978-3442491063tilgen

Inhaltsangabe

Mit einem gebrochenen Herzen im Gepäck kommt die junge Ärztin Lieselotte Richter, genannt Lotti, in die Hauptstadt, um in der Notaufnahme des Klinikums Berlin ganz neu anzufangen. Doch dort herrscht ein raues Klima: Im Minutentakt wechseln Bagatellverletzungen und lebensbedrohliche Notfälle, und auch die Kollegen stellen Lotti mit ihren Machtkämpfen und Intrigen vor ungeahnte Herausforderungen. Zu allem Überfluss lernt Lotti auch noch einen attraktiven Chirurgen kennen, der sie unwiderstehlich anzieht – und gleichzeitig sämtliche Alarmglocken schrillen lässt ...

Rezension

Würde ich normalerweise einen Arztroman lesen? Nein, ganz bestimmt nicht. Dieser hier wurde allerdings beworben mit "Für Fans von der Serie Doctor's Diary" und die Serie liebe ich in der Tat.

Lotti, Lieselotte Richter, beginnt neu in der Notaufnahme des Klinikums Berlin. Sie stößt auf unsympathische Vorgesetzte, und Kollegen, die erstmal wenig hilfreich sind und Lotti sich selbst überlassen. Erst die Anästhesistin Catrin Welch nimmt sich ihrer an.

Helene Lynd kann den stressigen Arbeitsalltag in der Notaufnahme wirklich gut vermitteln, doch so unterhaltsam wie Doctor's Diary war es zu keinem Zeitpunkt.  Ich persönlich habe kein großes Interesse daran, die im März erscheinende Fortsetzung zu lesen. Die vielen Personen haben mich verwirrt und leider habe ich den Überblick verloren. Das mag aber auch dem Umstand geschuldet sein, dass mein Mann selber im Krankenhaus liegt und ich mir ohne Ende Sorgen mache.

Am Besten geht ihr dem Roman selber eine Chance, lasst mich gern wissen, wie er euch gefallen hat. Von mir gibt es

3 von 5 Sternen 🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Samstag, 5. Februar 2022

Rezension: Aloha im Herzen von Sabine Lay



Titel: Aloha im Herzen
Autorin: Sabine Lay
Erschienen im Penguin Verlag
Format: Taschenbuch, 448 Seiten
ISBN 978-3328106173


Inhaltsangabe

Zur Feier des Hochzeitstags reist Laura mit ihrem Mann nach Hawaii. An schneeweißen Stränden, im paradiesischen Duft der Hibiskusblüten wollen sie wieder zueinander finden, denn um die Ehe steht es schon lange nicht mehr gut. Da entdeckt Laura im alten Königspalast von Oahu auf einer historischen Fotografie eine Frau, die ihr selbst zum Verwechseln ähnlich sieht. Wie kann das sein? Die geheimnisvolle Fremde lässt sie nicht mehr los. Doch dann stirbt ihr Mann überraschend an einem Herzinfarkt. Im Leben von Laura, die sich und ihre Wünsche seit Jahren zurückgenommen hat, ist plötzlich nichts mehr, wie es einmal war. Kurzerhand beschließt sie, ihren Alltag hinter sich zu lassen und in Oahu dem Geheimnis um ihre vermeintliche Doppelgängerin auf den Grund zu gehen. Dabei kommt sie nicht nur der Geschichte einer starken Frau auf die Spur, sondern macht auch die Bekanntschaft eines attraktiven Hawaiianers ...


Rezension


 "Aloha im Herzen" ist der erste Roman von Sabine Lay den ich gelesen habe.
Der Klappentext klang vielversprechend, eine interessante Geschichte, die einen im kalten Januar nach Hawaii entführt.
Laura und ihr Mann Mark reisen anlässlich ihres Hochzeitstages nach Hawaii, gleichzeitig ein Versuch die Ehe zu kitten. Während einer Besichtigung entdeckt Laura eine Fotografie, die darauf abgebildete Frau sieht ihr zum verwechseln ähnlich. Ihr Mann verstirbt an einem Herzinfarkt und zu Hause beschließt Laura wieder zurück nach Hawaii zu fliegen und mehr über die Frau auf dem Foto in Erfahrung zu bringen.

Der Roman ist in zwei Zeitlinien geschrieben: Laura im Jetzt und Luise im Jahr 1887.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Schreibstil mag. Über einige Dinge hätte ich gerne mehr erfahren, über andere, unwichtige Dinge, weniger. Die Charaktere hätten mehr Persönlichkeit vertragen können, es war nicht immer leicht sich zu identifizieren. Die gesamte Handlung wirkte nicht durchgängig glaubhaft und es fühlte sich für mich an, als hätte ich ein Gerüst der Geschichte vor mir.

Sehr schade, ich hatte mir mehr versprochen. Es gibt dafür

3 von 3 Sternen 🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Freitag, 17. Dezember 2021

Rezension: Miss Veronica und das Wunder der Pinguine von Hazel Prior


Titel: Miss Veronica und das Wunder der Pinguine 
Von Hazel Prior
Erschienen im Goldmann Verlag 
Format: Taschenbuch, 464 Seiten 
ISBN 978-3442492053


Inhaltsangabe 

Die 86-jährige Veronica McCreedy lebt entfremdet von ihrer Familie in einem großen Anwesen an der schottischen Küste. In letzter Zeit fragt sich die rüstige alte Dame oft, was sie noch mit ihrem Leben – und ihrem Vermögen – anfangen soll. Als sie eines Abends im Fernsehen eine Sendung über eine Kolonie bedrohter Adeliepinguine in der Antarktis sieht, ist Veronica zutiefst beeindruckt und fasst einen tollkühnen Plan: Sie wird den Pinguinen in der Antarktis einen Besuch abstatten. Und Veronica wird sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen, auch nicht von dem Forscherteam, bei dem sie sich einzuquartieren gedenkt ...


Rezension

Wie schreibt man eine Rezension ohne zu Spoilern? Veronica McCreedy ist 86 Jahre alt, wohlhabend, snobistisch und spleenig. Was besonders ihre Haushälterin zu spüren bekommt. Man erfährt ihre traurige Geschichte und merkt, wie schwer es ihr fällt Beziehungen zu fremden Menschen aufzubauen. Zum Beispiel zu ihrem Enkelsohn, der ebenso überrascht ist plötzlich eine Großmutter zu haben.
Nachdem Veronica eine Sendung über Pinguine gesehen hat setzt sie alle Hebel in Bewegung um zur Forschungsstation auf Locket Island in der Antarktis zu reisen. Absagen akzeptiert die alte Dame nicht und setzt ihren Willen durch,

Das Buch fängt etwas langatmig an, aber dann gibt es viel zu Schmunzeln und auch einige Tränen zu verdrücken. Ich persönlich wurde sehr positiv überrascht und kann von daher nur

5 von 5 Sternen geben. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️🐧🐧

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Donnerstag, 11. November 2021

Rezension: Herbstregenküsse von Rebekka Knoll



Titel: Herbstregenküsse
Von: Rebekka Knoll
Erschienen im Penguin Verlag 
Format: Taschenbuch, 400 Seiten 
ISBN 978-3328105657


Inhaltsangabe 


Als Fotografin Ranya an einem Herbstabend auf einen Hügel klettert, um das aufziehende Gewitter mit ihrer Kamera festzuhalten, geschieht es – sie wird vom Blitz getroffen. Ranya trägt nur eine kleine Verletzung davon, doch etwas ist mit einem Mal anders: Sie fühlt sich mutiger als jemals zuvor in ihrem Leben. Endlich wagt sie es, ihre Verlobung mit dem arroganten Claus in Frage zu stellen. Bei einem Treffen für Blitzschlagopfer lernt sie Adam kennen. Ihn hat derselbe Blitz getroffen wie Ranya, und seitdem glaubt der TV-Meteorologe, das wichtigste Ereignis in seiner Vergangenheit vergessen zu haben. Ranya will ihm helfen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach seiner verlorenen Erinnerung – und verlieben sich dabei unsterblich ineinander. Doch dann ziehen am Horizont neue Wolken auf ...



Rezension

Ich fand den Klappentext des Romans sofort ansprechend und habe Lesevergnügen erwartet.
Bekommen habe ich viel mehr.
Der Roman beschreibt aus verschiedenen Perspektiven sehr intensiv die Situation. Sowohl die Hauptcharaktere Ranya und Adam sind sehr gut beschrieben und sympathisch, die gleiche Sorgfalt und Liebe wurde in die spleenigen Nebenrollen gesteckt. Herbstregenküsse ist anders als die Bücher, die ich sonst lese. Die leidenschaftliche Schreibweise hat mich an der richtigen Stelle abgeholt und gefesselt, so dass ich das Buch am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.

Kennt ihr das Gefühl, dass ihr traurig seid, weil ihr ein Buch nicht erneut zum ersten Mal entdecken könnt? So ging es mir zum allerersten Mal und jetzt brauche ich eine kleine Pause, bevor ich mich einem neuen Buch widmen kann. Es beschäftigen mich noch zu viele Gedanken.
Ich gebe

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ plus ⛈⛈⛈⛈⛈ und ❤️❤️❤️❤️❤️

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Freitag, 15. Oktober 2021

Rezension: Weihnachten auf Mistletoe Island von Sophie Pembroke


Titel: Weihnachten auf Mistletoe Island
Von: Sophie Pembroke
Erschienen im Diana Verlag 
Format: Taschenbuch, 432 Seiten 
ISBN 978-3453360891


Inhaltsangabe 


Der Schnee fällt vom Winterhimmel, als Fliss und ihre Freunde sich kurz vor Heiligabend im Holly Cottage auf einer kleinen schottischen Insel treffen. Anlass ist Fliss’ Hochzeit, die für den 23. Dezember geplant ist. Eine perfekte Winter-Wunderland-Heirat soll es werden, doch alle haben neben warmen Jacken auch ihre ganz eigenen Sorgen im Gepäck. Zwischen Tortendebakel und Brautkleidanprobe kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, und es zeigt sich, dass die Freunde sich vielleicht doch nicht so gut kennen. Ein Happy Ever After scheint plötzlich in weiter Ferne. Doch Fliss glaubt an ein Weihnachtswunder und so findet am Ende jeder seinen Weg zum Glück.


Rezension 

Felicity, genannt Fliss, hat ihre Studienfreunde eingeladen sich nach 10 Jahren wieder auf Mistletoe Island im Holly Cottage ihrer Eltern zu treffen. Sie möchte gerne die letzten Tage vor ihrer Winterhochzeit mit ihren Freunden verbringen, um nicht von „DEN MÜTTERN „ , die die Vorbereitungen an sich gerissen haben, zu sehr genervt zu werden.
So harmonisch wie erhofft, verlaufen die Tage nicht. Jeder hat seine eigenen Probleme, die irgendwann zu Tage treten und zu weiteren Problemen untereinander führen. Fliss stellt fest, dass sie ihre Freunde nicht so gut kennt wie gedacht. Zerwürfnisse entstehen und die Hochzeit steht auf wackeligen Beinen.

Wer hier eine romantische Schnulze à la Hallmark erwartet wird enttäuscht. Tatsächlich sind die Tage, die die Freunde miteinander verbringen eine Art Therapie für jeden einzelnen. Das eine Paar entfernt sich weiter voneinander, ein anderes findet zusammen… Der Roman ist auf seine eigene Weise romantisch und hat ein ungewöhnliches Happy End. Ich würde es nicht wirklich als Weihnachtsroman bezeichnen, denn es hätte zu jeder Jahreszeit spielen können.

Von mir gibt es 
5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Vielen Dank an den Diana Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Freitag, 8. Oktober 2021

Rezension: Unter dem Schnee von Katrin Burseg



Titel: Unter dem Schnee
Von: Katrin Burseg
Erschienen im Diana Verlag 
Format: Paperback, 400 Seiten
ISBN 978-3453292222


Inhaltsangabe 

Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978: Fünfzig Jahre führte Luise von Schwan die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee mit strenger Hand. Nun wird die Gräfin beerdigt. Doch als die Trauerfeier beginnt, fegt ein heftiger Schneesturm über das Land. Bevor das Familienanwesen von der Außenwelt abgeschnitten wird, trifft ein ungebetener Gast aus Frankreich ein. Wer ist die geheimnisvolle Frau, die behauptet, Luises Tochter zu sein? Und hat Luise tatsächlich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter auf dem Gut ausgebeutet? Fünf Tage, in denen die Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird. Fünf Tage, die das Schweigen beenden, das sich jahrzehntelang über alles senkte wie Schnee.



Rezension


Fangen wir doch beim Cover an, ein Blick durch das schmiedeeiserne Tor auf das verschneite Gutshaus, leicht erhabene Schrift und die Textur des Paperbacks sorgen für eine wunderbare Haptik.

Wir befinden uns Ende Dezember 1978 auf dem Gut Schwanholz an der Ostsee, die Familie ist zur Beisetzung der Gräfin Louise von Schwan angereist, als eine unbekannte Französin auftaucht und behauptet mit ihnen verwandt zu sein. Ein über das Land ziehender Schneesturm schneidet das Gut vom Rest der Welt ab und überlässt die Familie sich und der Vergangenheit, die jahrzehntelang totgeschwiegen wurde.

Katrin Burseg hat einen gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, viele kurze Sätze, viele sich wiederholende Sätze und viele Fragen. Ob es einem gefällt, muss jeder für sich entscheiden, ich fand es seltsam, aber nicht komplett unangenehm.
Was mich etwas störte waren die sehr vielen handelnden Charaktere und das der, zwar vorhandene, Stammbaum hinten um Buch angesiedelt ist. Den habe ich erst nach dem Lesen entdeckt, denn wer guckt schon zu Beginn hinten ins Buch? Vielleicht sollte der Stammbaum lieber vorne ins Buch, oder zumindest sollte es einen Hinweis geben, wo er zu finden ist.
Der Roman ist stellenweise sehr langatmig und hat in mir den Wunsch entfacht diese Stellen zu überfliegen.

Die Geschichte der Familie von Schwan ist interessant und man möchte dann auch erfahren,  wie sich die Geheimnisse der Familie entwickeln. Ich denke nicht, dass ich ein weiteres Buch von Frau Burseg lesen würde, dafür hat mich der Roman zu wenig abgeholt. Von mir gibt es

3 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️

Vielen Dank an den Diana Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Rezension: Ein Rezept fürs Glück von Veronica Henry




Titel: Ein Rezept fürs Glück 
Autor: Veronica Henry
Erschienen im Diana Verlag
Format: Taschenbuch, 432 Seiten 
ISBN 978-3453360549


Inhaltsangabe 

Laura zaubert ihre berühmten Köstlichkeiten nach alten Familienrezepten. Seit über zwanzig Jahren ist sie mit ihrem liebevollen Ehemann Dom glücklich verheiratet und hat zwei Töchter. Jetzt muss sich Laura auf eine Umstellung gefasst machen, denn ihre Kinder ziehen aus. Bislang war das Haus immer voller Menschen, Gelächter und köstlicher Gerüche – das soll nun vorbei sein? Und dann erfährt sie auch noch, dass Dom eine Affäre hat. Laura fühlt sich vollkommen allein und sucht Trost in der Kiste mit Rezepten. Davon inspiriert beginnt sie ihre selbstgemachten Leckereien zu verkaufen. Denn wie sagt man so schön: Ein gutes Essen ist das Fundament allen Glücks!


Rezension 

Fangen wir doch einfach beim Cover an: es wirkt so heimelig und lecker und es weckt Erwartungen an das Buch.
Laura kocht liebend gerne und natürlich gut. Besonders für ihren Mann und die gemeinsamen Kinder. Doch jetzt werden die Kinder flügge und verlassen das Haus. Zusätzlich zum Empty Nest Syndrom kommt die Erkenntnis, dass ihr Mann Dom sie betrogen hat.

Lauras Welt bricht zusammen und sie muss sich sammeln. Sie überlegt, wie ihr Leben zukünftig aussehen soll, und nimmt ihre Talente um daraus eine finanzielle Zukunft zu gestalten. Laura vermarktet ihre selbstgemachten Spezialitäten und richtet gemütliche Zimmer für airbnb her. Mit dem überwältigenden Erfolg hätte sie nicht gerechnet.

Obwohl Veronica Henry wirklich liebenswerte Protagonisten schafft, bin ich mit dem Schreibstil nicht so richtig warm geworden. Leider fehlte mir die Wärme und das Gefühl in dem Buch zu Hause zu sein, obwohl mir die Handlung selber sehr gut gefallen hat. Besonders enttäuschend, weil der Weihnachtsroman von 2019 so schön herzerwärmend war. Das ist aber nur mein Empfinden und deswegen muss ich trotzdem 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
vergeben.

Vielen Dank an den Diana Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Rezension: Der Donnerstagsmann von Edda Leesch




 
Titel: Der Donnerstagsmann
Autor: Edda Leesch
Erschienen im Goldmann Verlag
Format: Taschenbuch, 448 Seiten
ISBN 978-3442491216


Inhaltsangabe 

Martha und Albert Gottwald waren ein Traumpaar. Sterne am Turniertänzerhimmel. Der langsame Walzer war ihr Tanz. Doch seit Marthas Tod fühlt sich Alberts Leben eher wie ein trauriger Finnischer Tango an. In seiner Verzweiflung bittet er Gott, an den er eigentlich gar nicht glaubt, um ein Zeichen. Dieses könnte eindeutiger nicht ausfallen. Sicher wäre es Albert gelungen, seinem Leben ein Ende zu setzen, hätte nicht seine Tochter Ina einen Komplott zu seiner Rettung geschmiedet: Sie schleust die Psychiaterin Hanne Hanken, in einen Anfänger- Tanzkurs, den ihr Vater leitet. So soll dieser unbemerkt therapiert werden. Dumm nur, dass Hanne hoffnungslos unbegabt ist, was das Tanzen betrifft.


Rezension 

Ist es möglich einen zweiten Frühling im Herbst des Lebens zu finden? 
Der Roman von Edda Leesch beweist es. Albert Gottwald ist verwitwet und er vermisst seine Frau Martha so sehr, dass er sogar Gespräche mit ihr führt. Als er sein eigenes Ableben plant, will er nicht von Tochter Ina gefunden werden und übergibt der verhassten Nachbarin einen Schlüssel, nur zur Sicherheit versteht sich. Während im Kopf der Nachbarin schon die Hochzeitsglocken läuten, plant Albert seine Beerdigung neben Martha im Friedwald und wie die Pietsch ihn am Sonntag tot auffinden wird, wenn er die Tür zur vereinbarten Kaffeezeit nicht öffnet.
Aber es kommt alles anders, denn der Bestatter kontaktiert die Tochter und bei der läuten die Alarmglocken, immerhin hat Albert schon einmal zu viele Tabletten geschluckt. Ina überredet ihre Kollegin Hanne, die Psychotherapeutin ist, ihren Vater unbemerkt zu therapieren.

In den Plan eingeweiht ist Lizzy, die Inhaberin einer Tanzschule, die sowohl eine Freundin, als auch eine Ex- Tanzpartnerin von Albert ist. Lizzy ruft am Sonntagmorgen bei Albert an und erzählt von ihrem Unfall und, dass sie dringend jemanden braucht, der ihr bei den Tanzkursen hilft. Entgegen seinen Plänen willigt Albert ein und muss nun viele Vorbereitungen für sein Ableben unbedingt rückgängig machen, dazu gehört, das stehlen der Gartenpforte der Nachbarin.

In der Tanzschule soll Albert unter anderem den Kurs der „Herbstrosen“ leiten, dieser ist für Singledamen der Generation 50+ gedacht. Therapeutin Hanne meldet sich notgedrungen zu dem Kurs an, zum einen, um einen Zugang zu Albert zu bekommen und zum anderen, weil ihre Chefin ihr einen 6-wöchigen Zwangsurlaub auferlegt hat. Leider ist Hanne absolut talentfrei auf dem Gebiet des Tanzens und bittet Albert um Privatstunden als Nachhilfe. Albert lehnt zunächst ab und möchte Hanne eigentlich gar nicht mehr im Kurs haben…

Ich habe den Roman mit viel Freude gelesen, habe mit Albert gelitten und gelacht. Edda Heesch hat es in ihrem ersten Roman geschafft, Charaktere zu kreieren, die absolut liebenswert und irgendwie spleenig sind. Das Buch ließ sich wunderbar lesen und ich hoffe, dass Frau Leesch noch weitere Romane veröffentlichen wird. Von mir gibt es 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplars.