Posts mit dem Label Heyne Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Heyne Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. August 2019

REZENSION: Achtsam Morden von Karsten Dusse


  • Titel: Achtsam Morden
  • Autor: Karsten Dusse
  • Erschienen im Heyne Verlag
  • Format: Taschenbuch, 416 Seiten
  • ISBN 978-3453439689

Inhaltsangabe


Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Ehe ins Reine zu bringen, sich als guter Vater zu beweisen und die etwas aus den Fugen geratene Work-Life-Balance wieder herzustellen. Denn Björn ist ein erfolgreicher Anwalt und hat dementsprechend sehr wenig Zeit für seine Familie. Der Kurs trägt tatsächlich Früchte und Björn kann das Gelernte sogar in seinen Job integrieren, allerdings nicht ganz auf die erwartete Weise. Denn als sein Mandant, ein brutaler und mehr als schuldiger Großkrimineller, beginnt, ihm ernstliche Probleme zu bereiten, bringt er ihn einfach um ― und zwar nach allen Regeln der Achtsamkeit.

Achtsam morden ist die Geschichte eines bewussten und entschleunigten Mordes, der längst überfällige Schulterschluss zwischen Achtsamkeitsratgeber und Krimi, vor allem aber ein origineller Unterhaltungsroman.


Rezension

Gleich als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe, wusste ich, dass muss ich lesen. Nicht nur, weil ich selber schon Erfahrung mit Achtsamkeitsübungen habe.

Björn Diemel ist in der Kanzlei, in der er angestellt ist, ein "Bäh-Anwalt" , dass heißt er vertritt einen Unterweltboss. Mit diesem Mandanten hat er immer jede Menge zu tun und seine Frau ist genervt. Um das Ehe- und Familienleben zu retten, nimmt Björn gezwungenermaßen an einem Kurs zum Thema Achtsamkeit teil. Nach 12 Wochen kann er große Erfolge verbuchen, welche auch seine Frau zur Kenntnis nimmt. Ein Wochenende alleine mit Tochter Emily und ihrer Feststellung "Erst Ausflug, dann Arbeit!" führen zu einem achtsamen Mord mit kuriosen Folgen.

 Ich habe das Buch mit einem andauernden Grinsen im gelesen, das Erstlingswerk von Karsten Dusse überzeugt mit schwarzem Humor und einer abstrusen Story.  Allerdings gibt es einen Punkt, der mich das ganze Buch hindurch genervt hat: ein asozialer Mensch ist ein Asi (mit einem s), ein Assi ist ein Assistent. Bei sowas könnte ich zu viel kriegen. Trotzdem ist dieses Buch ein Knaller mit Leseempfehlung und bekommt von mir

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟

Einen lieben Dank an den Heyne Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 27. Juni 2018

REZENSION: "Jeden Tag ein in bisschen Meer" von Katharina Jensen


  • TITEL: Jeden Tag ein in bisschen Meer
  • VON:  Katharina Jensen
  • erschienen im Heyne Verlag
  • Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung
  • Taschenbuch, 352 Seiten
  • ISBN 978-3453422278

INHALTSANGABE

 Linda liebt ihren Verlobten Markus, ihre Heimat Rügen, das Meer und ihre kleine Pension „Nordwind", die sie mit viel Leidenschaft führt. Eigentlich könnte alles perfekt sein und trotzdem spürt Linda, dass irgendetwas fehlt. Als der Schriftsteller Paul, der früher immer mit seiner Frau Paula zusammen in der Pension Urlaub machte, plötzlich alleine auftaucht, ist er völlig verändert. Seit dem Verlust seiner geliebten Frau ist Paul ein gezeichneter Mann. Lindas Helfersyndrom ist geweckt. Dass sie sich in den tieftraurigen Paul verliebt, ist nicht vorgesehen und als es trotzdem passiert, hebt das nicht nur ihre Welt völlig aus den Angeln ...


REZENSION

Linda führt eine wunderbare kleine Pension in Gager auf Rügen, direkt daneben hat ihre Mutter eine Bäckerei. Ihr Verlobter Markus hat ein traumhaftes Reetdachhaus in einem anderen kleinen Ort und ist beruflich sehr erfolgreich, er will, dass Linda zu ihm zu zieht, doch die lebt nur zu gerne in ihrer kleinen Wohnung unter dem Dach ihrer Pension. Linda wünscht sich Kinder, Patrick versucht immer von dem Thema abzulenken.
Eines Tages entdeckt Linda am Hafen einen Mann, der ihr bekannt vorkommt. Etwas später findet sie heraus, dass es Paul ist, nur sehr stark verändert. Ein paar Jahre früher kam er immer mit seiner Frau Paula in Lindas Pension und nun ist er alleine dort. Linda wundert sich darüber und möchte gerne mehr herausfinden und ihm helfen, diese Traurigkeit zu überwinden.
Lindas Mutter und ihr Verlobter sind davon nicht begeistert, wie sich noch herausstellt, hat ihr Mutter im Hintergrund schon immer Fäden in ihrem Leben gezogen, um zu verhindern, dass sie auch mal alleinerziehend ended.
Durch eine ganz blöde Situation kommt heraus, dass Paul nicht verlassen wurde, sondern Paula an Krebs gestorben ist. Er trauert so hart, dass er sein eigenes Leben völlig auf Eis gelegt hat und jeden Abend Briefe an seine Paula schreibt und in Dauerschleife ein Lied von Die Puhdys hört.
Linda fühlt sich verantwortlich für diesen traurigen Mann und schon bald, regen sich Gefühle, mit denen beide so nicht gerechnet haben...


FAZIT

Das Buch hat mich sehr gerührt, Lindas Verlobten mochte ich von Anfang an nicht, so ein kalter, egoistischer Mensch, auch ihre Mutter habe ich als sehr unangenehm empfunden, vielleicht, weil sie mich etwas an meine eigene erinnert hat? Die Anspielungen auf den Film "Paul und Paula" und dieses Lied der Puhdys kann ich nicht ganz verstehen, ich kenne beides nicht und es interessiert mich auch  nicht wirklich. Wenn ich einmal sterbe und mein Mann, vermutlich, um mich trauert, hoffe ich, dass es jemanden wie Linda geben wird, der ihm wieder Freude am Leben gibt und ihn so aus der Trauer herausholt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und bin sicher, dass es euch auch gefallen würde. Von mir gibt es

5 von 5 Sternen *****

Einen Lieben Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.


Montag, 14. September 2015

REZENSION: Letzte Nacht von Catherine McKenzie

 
 
  • TITEL: Letzte Nacht
  • erschienen im Heyne Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 416 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3453418707
 
INHALTSANGABE
 
Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren wird und stirbt, fällt das Leben seiner Frau Claire in sich zusammen. Sie hat keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen. Dann reist auch noch Jeffs Bruder an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil, aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist, das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich wird Claire auf sie aufmerksam und fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann verbunden hat...
 
REZENSION
 
Eigentlich mag ich Bücher aus der Ich-Perspektive nicht, wenn es dann noch aus drei Ich-Perspektiven erzählt wird, sollte man meinen, dass die Konfusion komplett ist. Während es einerseits sehr angenehm war die Geschichte  aus der Perspektive von Jeff, seiner Frau Claire und der Geliebten Tish zu erleben, war es nicht immer einfach auf Anhieb zu wissen, wer gerade erzählt. Es wäre schön, wenn die einzelnen Kapitel die Namen der Protagonisten angeführt hätten.
 
Jeff hat sich in einer Firma hochgearbeitet und nachdem er einen Mitarbeiter kündigen muss, beschließt er zum Abschalten zu Fuß nach Hause zu gehen, dabei kommt es zu einem tragischen Unfall. Zu Hause warten seine Frau und der gemeinsame Sohn auf ihn, bis dann die Polizei kommt um die traurige Nachricht zu überbringen. In einem anderen Haushalt, wundert sich Tish, dass Jeff sich nicht bei ihr meldet, es macht sie wahnsinnig, nichts zu hören und spricht darüber mit ihrer Freundin. Tish`s Ehemann und die gemeinsame Tochter sind an diesem Wochenende auf einem Wettbewerb und bekommen nicht mit, wie zerrissen Tish ist. Erst am Montag erfährt Tish in der Firma, dass Jeff tödlich verunglückt ist.
 
Im Laufe des Buches erfährt man, wie sich Jeff und Tish kennengelernt haben, auch Claire und Tish sind sich auf der gleichen Veranstaltung schon begegnet.
Zur Beerdigung erscheint auch Tim, Jeffs älterer Bruder, mit dem Claire in jungen Jahren zusammen war. Tish verlässt die Kapelle als Jeffs Sohn ein Gedicht vorträgt, das ihre Tochter geschrieben hat. Vor dem Leichenschmaus raucht sie draußen nervös eine Zigarette, Claire gesellt sich zu ihr und bittet auch um eine Zigarette, sie musste aus dem Trubel mit all den Trauergästen raus. Beide Frauen stellen fest, dass sie sich schon einmal getroffen haben, zudem fährt die Polizei vor um Claire die Besitztümer ihres verstorbenen Mannes zu überreichen.
Tish findet heraus, dass ihre Tochter während des Wettbewerbs zusammengebrochen ist und fliegt sofort heim, dort streitet sie sich mit ihrem Mann, weil ihr Handy aus war.
 
Aus Jeffs Sicht wird berichtet, dass sich Claire nach der erlittenen Fehlgeburt immer mehr veränderte und förmlich verschwand, er beschreibt es als ein Aquarell das auf einer Leinwand immer mehr verblasst, bis man nur noch die Erinnerung an das Gemälde hat. Auch hat er Claire erwischt, wie sie und Tim sich küssen.
 
Erst nach mehr als 2/3 des Buches wird Claire argwöhnisch und beginnt nachzuforschen.
 
FAZIT:
 
Jeff war das ganze Buch über präsent und erschien einem nicht tot, wirkliche Trauer konnte ich weder bei Claire, ihrem Sohn noch Trish erkennen. Ich habe das Buch schnell durchgelesen, weil ich immer dachte "Im nächsten Kapitel passiert was!" Das Buch ist nicht schlecht, aber das eigentliche Thema kommt viel zu kurz, daher vergebe ich
 
*** Drei von Fünf Sternen
 
An dieser Stelle noch einen allerliebsten Dank an Irmi Kreis vom Random House - Heyne Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.