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Freitag, 18. August 2017

REZENSION: "Lonely Hearts Travel Club - Nächster Halt Thailand" von Katy Colins


  • TITEL:     Lonely Hearts Travel Club - Nächster Halt Thailand
  • VON:       Katy Colins

  • erschienen bei Mira Taschenbuch der HarperCollins Germany GmbH
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT:   Taschenbuch, 400 Seiten
  • ISBN 978-3956496936


  • INHALTSANGABE
     Georgia Green hat zwar keinen Verlobten mehr, dafür aber einen triftigen Grund, um nun ihrem Fernweh nachzugeben. Nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, verkauft sie ihr Haus, kündigt ihren Job und schnallt sich zum ersten Mal im Leben einen Rucksack um. In Thailand findet sie allerdings statt der erhofften Erkenntnis zunächst nur Mehrbettzimmer, Ungeziefer und extrascharfes Essen – aber auch ein paar unwiderstehliche Reisebegleiter. Und vor allem lernt Georgia, auf wie vielen Wegen das Glück zu erreichen ist.

    "Katy schreibt mit Humor und Herz. The Lonely Hearts Travel Club ist wie Bridget Jones auf Reisen." Holly Martin

    REZENSION

    Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, in Gedanken nach Thailand reisen, während das Wetter hier in Deutschland nicht so richtig prickelnd ist.
    Nach der geplatzen Hochzeit, flieht Georgia zusammen mit ihrer Freundin per Last Minute Trip an die Ägäis und entwickelt dort die Idee, ihr Leben umzukrempeln und zu sich selbst zu finden.Was eigentlich nach einem schönen Roman klingt, gestaltete sich sehr langweilig. Mal wieder eine Ich-Perspektive, aber eine die mich überhaupt nicht anspricht und ich einfach keine Verbindung zu Georgia aufbauen lässt. Die Dialoge sind irgendwie hohl und unlustig. Dagegen ist Bridget Jones, wirklich toll -  und ich mag selbst die nicht! Ich habe mich zur Hälfte durch das Buch gequält, denn es ist ja ein Rezensionsexemplar, doch so leid es mir tut, ich mag mich nicht weiter langweilen. Von mir gibt es nur
    Einen von fünf Sternen *
    Vielen lieben Dank, für das bereitstellen, des Rezensionsexemplars. Eine Leseempfehlung kann ich euch hier nicht geben.

    Freitag, 4. August 2017

    REZENSION: Apfelkuchen am Meer" von Anne Barns



    INHALTSANGABE

    Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.

    REZENSION

    Da klingelte plötzlich DHL bei mir und lieferte mir zwei Bücher von HarperCollins, damit habe ich so gar nicht gerechnet, so dass ich mir dieses Buch bereits in der Buchhandlung gekauft hatte und es auf dem SuB lag. Also dachte ich mir, das ist ein Zeichen, dieses Buch jetzt zu lesen und  das war die beste Entscheidung, auch wenn ich immerzu Lust auf Kuchen hatte. *lach* Am Mittwochabend habe ich begonnen und war ab Seite 1 sofort in den Buch verliebt und das obwohl es in der Ich-Form geschrieben ist. Merle war mir auf Anhieb sympathisch, besonders, als sie ihrem blöden Freund so rigoros den Laufpass erteilt hat. Bücher die an der Nordsee spielen liebe ich ja ohnehin, auf Juist war ich selber zwar noch nie, aber ich habe sie mir ähnlich wie Langeoog oder Borkum vorgestellt. Am Donnerstagvormittag habe ich mir dann spontan ein Stück Engadiner Nusstorte  aus dem Wiener Kaffeehaus in Hamburg gegönnt, wobei ich natürlich viel lieber Merles Apfelrosentorte/Strandrosen probiert.
    Ich bin völlig in der Familiengeschichte von Merle versunken, erstmal denkt man alles super, aber wie heißt es so schön? Unter jedem Dach wohnt ein Ach! Das Ende hätte ich mir denken können, aber so traurig-schön und schmalzig dann doch nicht. 

    Auf der Zielgraden hatte ich kuschelbedürftige Gesellschaft auf dem Schoß

    FAZIT:

    Ich bin ganz traurig, dass dieses wunderbare Buch schon vorbei ist, doch ich freue mich, dass es noch mehr Bücher unter anderen Pseudonymen gibt, sie sind schon auf meinem Wunschzettel, denn mein 40. Geburtstag steht mehr oder weniger vor der Tür. Damit vergebe ich

    5 von 5 Sternen *****

    Vielen lieben Dank, für das bereitstellen, des Rezensionsexemplars. Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen, perfekte Sommerlektüre.


    Sonntag, 20. September 2015

    REZENSION: "Wolfgang muss weg!" von Cathrin Moeller

     
     
    • TITEL: Wolfgang muss weg!
    • erschienen bei Mira Taschenbuch
    • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
    • FORMAT: Taschenbuch, 320 Seiten, auch als E-Book erhältlich
    • ISBN 978-3956491931
     
    INHALTSANGABE
     
    Da liegt er nun, ganz friedlich - in der Tiefkühltruhe zwischen Erbsen und Möhrchen: Wolfgang, Annemies Gatte. Einst erfolgreicher Polizist, bekennender Macho, einfallsloser Liebhaber. Jetzt mausetot. Dass es nur ein Unfall war, dafür hat Annemie keine Zeugen. Zum Glück weiß sie als gute Hausfrau, wie man Blutflecken entfernt. Doch als sich plötzlich die anstrengende Schwiegermutter bei ihr einquartiert und Wolfgangs bester Freund herumzuschnüffeln beginnt, begreift Annemie, dass ihr Mann seinen Frieden nicht dauerhaft in der Tiefkühltruhe finden wird. Mit ihrer Schwiegermutter und ihrer besten Freundin Dörte begibt Annemie sich auf eine irrwitzige Odyssee. Vorbei an neugierigen Zöllnern, verzweifelten Ex-Geliebten und einem viel zu attraktiven Carabinieri - immer mit der Leiche im Gepäck...
     
    REZENSION
     
    Tatsächlich habe ich dieses Buch schon im August gekauft, um es meiner Mama Anfang September zum Geburtstag zu schenken. Das Cover sprach mich an und der Klappentext überzeugte mich vollends und meine Mama hat sich auch wirklich wie erwartet gefreut. Insgeheim hatte ich schon geplant, mir das Buch zu leihen, wenn sie es gelesen hat und dann bekam ich das Angebot, das Buch rezensieren zu dürfen und ich konnte nicht nein sagen.
    Gestern Morgen gegen 10.30 Uhr hat mir der Postbote das Buch überreicht und da das Wetter eh bescheiden war, habe ich mich gleich dem Buch gewidmet und war heute Morgen um 09.36 Uhr durch.
     
    Gleich im ersten Kapitel lernen wir Wolfgang zu hassen, ich wollte ihn schon nach den ersten paar Seiten töten und habe mich gefragt, wie Annemie es 18 Jahre mit dem Ekel ausgehalten hat:
     
    - "Annemie, das ist aber nicht Muttis selbst gemachte. Wieso kaufst du immer dieses geschmacklose Zeug im Supermarkt?"
     
    -"Labberig. Dieses Ei hat niemals sechs Minuten gekocht. Mir ist der Appetit vergangen."
     
    - "Kannst du nicht mal was Hübsches anziehen? Du siehst immer so verwahrlost aus. Geh mal zum Friseur. Schmeiß endlich diesen vergilbten Bademantel weg! Und mal ehrlich, etwas Sport würde dir auch guttun."
     
    Daraufhin geht Annemie erstmal zurück ins Bett und guckt später fadenscheinige Dokusoaps bevor sie anfängt den Hausputz zu machen. Jemand schleicht sich von hinten an sie ran und als Selbstverteidigung klatscht sie ihm den Schrubber ins Gesicht, im Handgemenge gibt es einen Knall.
    Dann stellt Annemie fest, dass die leblose Person am Boden ihr Mann ist, doch warum steckt eine Kartoffel auf der Pistole? Während sie versucht den Hergang zu rekonstruieren, klingelt das Telefon und ihre nervige Schwiegermutter ist dran um sich bei Annemie und Wolfgang einzuquartieren. Hektisch versucht sie die Leiche aus dem Weg zu schaffen und wirft sie schlussendlich die Kellertreppe runter und verstaut sie in der Tiefkühltruhe unter dem Gemüse, dann putzt sie hektisch das Blut weg und lasst die Patrone sowie die Hülse verschwinden. Ebenfalls muss der vom glatten Durchschuss getroffene Schlüsselkasten verschwinden und was wenn die Schwiegermutter wie immer die Kühltruhe inspiziert? Mit der Flex entfernt Annemie die letzten drei Treppenstufen in den Keller um die gehbehinderte Schwiegermutter aufzuhalten.
     
    Erschwerend kommen die neugierige alte Nachbarin Frau Feldmann hinzu, die einen Schuss gehört haben will, der beste Freund von Wolfgang liefert einen Hänger voll Sand und einen Betonmischer. Annemie erfindet jede Menge Lügen um glaubhaft zu versichern, warum Wolfgang nicht anwesend ist und nicht zum Dienst erscheinen kann. Von einem Kollegen erfährt sie, dass der Chef wenig erfreut ist über die künstliche Urlaubsverlängerung, da Wolfgang doch ab Montag ohnehin drei Wochen Urlaub hätte. Annemie ist verwirrt, denn ihr hat Wolfgang erzählt er müsse zu einem Anti-Terror-Lehrgang.
     
    Als Anniemes beste Freundin Dörte auftaucht, merkt diese gleich, das etwas nicht stimmt. Die Schwiegermutter wird mit einem Schlafmittel außer Gefecht gesetzt. Die beiden Freundinnen ermitteln und finden heraus, dass Wolfgang eine Geliebte hat. Dörte ist sehr kreativ und beide finden recht schnell vieles heraus und entführen kurzerhand die Geliebte und stellen auch sie mit Schlafmittel ruhig.
     
    Die beiden Frauen beschließen Wolfgang in Italien zu entsorgen und verstecken ihn unter dem Sand auf dem Anhänger, den sein bester Freund auf der Einfahrt hat stehen lassen. Also machen sich die 4 Frauen gemeinsam auf nach Italien mit dem toten Wolfgang im Gepäck.
     
    Angekommen geht das eigentliche Abenteuer erst richtig los.
     
    FAZIT:
     
    Zu gut um es wieder aus der Hand zu legen. Angenehmer Schreibstil und eine so irrwitzige Geschichte die mich gefesselt haben. Ich hoffe, dass dieses Buch verfilmt wird, obwohl ich vom Film sicher enttäuscht wäre. Wenn ihr also schwarzen Humor mögt, dann solltet ihr euch unbedingt dieses Buch kaufen, ihr werdet es lieben. Ich hoffe, dass Cathrin Moeller noch mehr Bücher schreibt, denn ich werde sie mit Begeisterung lesen (verschlingen).
     
    ***** 5 von 5 Sternen
     
    An dieser Stelle noch einen ganz lieben Dank an Catherine Knauf von Literaturtest

    Dienstag, 11. August 2015

    REZENSION: "Strandperlen" von Tanja Janz

     
     
    • TITEL: Strandperlen
    • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
    • FORMAT: E-Book, auch als Taschenbuch erhältlich
    • ISBN 978-3956491818
     
    INHALTSANGABE
     
     

    Tschüss, St. Peter-Ording: Tante Lilo, nicht mehr ganz frische 70, muss aus Gesundheitsgründen in wärmere Gefilde ziehen. Aber was wird nun aus ihrer geliebten Strandperle? Entschlossen vermacht sie das Unternehmen ihren zwei Nichten Insa und Stephanie. Zwei gestandene Frauen, die sich nur vom Hörensagen kennen ...
    Für Insa ist der Nordseeort eine willkommene Abwechslung zum Schnellimbiss in Gelsenkirchen, für Stephanie die perfekte Fluchtmöglichkeit von ihrem betrügerischen Ehemann in Düsseldorf. Doch kaum erreichen sie ihr Erbe, knirscht der Sand im Getriebe ihrer Hoffnung! Denn statt einer schnuckligen Strandpension hat ihnen Tante Lilo einen heruntergewirtschafteten Campingplatz vermacht. Watt für ein Sommer am Meer?
     
    Die wehenden Gosch Fahnen in SPO
     
     
     
    REZENSION
     
    Tante Lilo ist ein Althippie, der im schönen Sankt-Peter-Ording der Liebe wegen hängen geblieben ist, als alle anderen nach Indien oder Ibiza zogen. Als Bernsteinwasser, Granatbäder und ähnliches nicht mehr helfen und sie nicht mehr aus dem Bett kommt, lässt sie den hausärztlichen Notdienst kommen: Diagnose Rheumathoide Arthritis. Sie macht sich Sorgen, was denn nun aus aus ihrer "Strandperle" werden soll, wenn sie zu ihren Freunden nach Ibiza geht, weil das Klima für sie besser ist. Also beschließt Lilo die Strandperle zu gleichen Teilen ihren Nichten Insa und Stephanie zu schenken. Sie kennt beide nicht, weil die drei Schwestern Lilo, Gilla und Evelyn  im Clinch liegen und das schon bevor Insa geboren wurde.
    Insa hat Archäologie studiert und bewirbt sich vergeblich auf Stellenausschreibungen, sie hält sich und ihren Jack Russel Terrier "Berlusconi" über Wasser in dem sie ihren Eltern im "Glückauf Grill" zur Hand geht. Ein Brief von einem Notar aus SPO sorgt für Überraschung, Angst und Neugierde. Während Mutter Gilla befürchtet, dass ihre Schwester aus dem Leben geschieden ist, ohne dass sie sich vertragen konnten. Neugierig macht sich Insa samt Hund in ihrem grünen Twingo auf den Weg nach SPO.
    Jonny und Jacky konnten sich nicht einigen,
    wer "Berlusconi" verkörpern darf
    Stephanie ist hauptberuflich Anwaltsgattin und Mutter des hochbegabten und anstrengenden Paul-Justus, der erstmal als Arschlochkind rüberkommt und am liebsten Pommes mit Fischstäbchen isst. Als Andreas, das gemeinsame Abendessen absagt, wollen Mutter und Sohn ihn im Büro überraschen. Sie treffen ihn und seine Vorzimmerdame in eindeutiger Situation an. Sie fährt mit dem Sohn nach Hause, packt Kleidung, die Post des Tages und  wichtige Unterlagen zusammen und fährt zu ihren Eltern. Dort öffnet sie den Brief aus SPO und befindet, dass ihr diese Schenkung gerade recht kommt. Sie hebt noch einmal den Tageshöchstbetrag von 1000 € vom Konto ab, tankt den Porsche voll und macht sich samt Sohnemann auf den Weg an die Nordsee. Sie mietet sich im teuersten Hotel ein, ihr Mann soll ordentlich bluten.
    Beim Notar lernen sich die beiden Cousinen kennen und nehmen die Schenkung der Strandperle an, im Glauben ein Strandhotel zu bekommen, und sehen für sich selber eine Zukunft in Unabhängigkeit.
    Ernüchterung tritt ein, als sie feststellen, dass die Strandperle ein Campingplatz ist, der dringend einiger "Schönheitsreparaturen" bedarf. Joris und seine Hundedame Undine, die für lau auf dem Campingplatz leben stellen sich als wertvolle Bereicherung heraus.
    Insa und Stephanie suchen sich Jobs um an Geld zu kommen, denn Stephanies Ex hat ihr den Geldhahn zugedreht und versucht sie auf diese Weise zur Rückkehr zu bewegen. Neben ihren Jobs arbeiten sie an der Renovierung des Campingplatzes.
    Liebeleien, Intrigen und ein archäologischer Zufallsfund verhelfen zu einem Happy End.
    Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, die beiden Jackies haben heute viel im Schatten gelegen und diese Zeit habe ich auf der Liege zum Lesen genutzt. Ich mag es, wenn Bücher an Orten spielen, die ich kenne, ich kann mich dann noch besser hineinversetzen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, etwas schade fand ich den Zeitsprung am Ende des Buches. Es machte den Eindruck, dass die Schriftstellerin schnell ein Ende wollte, aber das ist nur mein persönliches Empfinden.
    FAZIT
    Dank Paul-Justus habe ich riesigen Appetit auf Pommes und Fischstäbchen und den Wunsch nach SPO zu fahren und bei Janny`s ein Eis zu essen. Eine sommerlich leichte Lektüre fürs Sonnenbad. Von mir gibt es:
    **** 4 von 5 Sternen