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Donnerstag, 17. September 2015

REZENSION: "Mami, warum sind hier nur Männer?" von Volker Surmann

 
  • erschienen im Goldmann Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 288 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3442482078
 
INHALTSANGABE
 
Verkehrte Welt im Gay-Resort auf Sardinien: Hotelier Helmer Klotz, selbst schwul, verachtet seine homosexuelle Klientel aus tiefstem Herzen. Dann gewährt er in einer Notsituation Ilka, einer frisch verlassenen Mutter mit ihren zwei Kindern, Unterkunft. Damit treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können. Denn auf eine Konfrontation mit so viel Heterosexualität sind Helmers Hotelgäste nicht vorbereitet, die aufgeweckte Kleinfamilie stiftet ordentlich Unruhe und Chaos. Und doch sind es am Ende ausgerechnet die von der Liebe enttäuschte Heterofrau und ihre Kinder, die dem bärbeißigen Hotelchef vor Augen führen, dass es unter Homosexuellen durchaus auch liebenswerte Exemplare gibt.
 
 
REZENSION
 
Zu Beginn lernt man Helmer Klotz kennen: ein schwuler Hotelier, der ein Gay-Resort namens "Rainbow Inn" auf Sardinien betreibt. Er verachtet seine hedonistische Klientel zutiefst und bezeichnet sie als Schwuppen, doch er ist Profi genug seine Gäste nicht von seiner Abneigung spüren zu lassen.
 
Ilka hat ihren Mann, Dennis, zum wiederholten Male beim Fremdgehen erwischt und das im Familienurlaub auf Sardinien. Nach einem Streit packt Ilka das Gepäck und die Kinder ins Auto und fährt Richtung Cagliari. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und das Auto bleibt an einer Küstenstraße liegen. Tropfnass kommen Ilka, Thea und Felix im Rainbow Inn an.
Gregor der Nachtportier möchte die "Bio-Frau" und ihre Kinder am Liebsten sofort wieder los werden, immerhin wirbt das Hotel damit frei von Kindern und Heteros zu sein.
 
Helmer bietet der kleinen Familie an, erst einmal im Hotel zu bleiben und am kommenden Tag um alles weitere zu kümmern. Morgens beim Frühstück gibt es Kommentare wie " Ihhh, ein Kind!" Felix flippt vor Freude aus, als er Schoko-Croissants entdeckt. Eine der "Gastschwuppen" kreischt daraufhin und lässt die Kaffeetasse fallen, ich stelle mir die Person ähnlich wie Albert aus "The Birdcage" vor. Helmer bietet an, das Gepäck mit Ilka aus dem Wagen zu holen, während Andreas der Tagportier sich um Rückflüge nach Deutschland kümmern soll.
 
Der 6jährige Felix hat einen ausgeprägten Rosafimmel und tobt mit seiner pinken Badehose um den Pool, während Thea sich mit dem Transvestiten Olga diValdfee anfreundet.
Felix empfindet Freude bei dem schwulen Chor, Die Nachtigayllen, mitzusingen. Anfangs fühlen sich Gäste von der kleinen Familie arg gestört, doch schon bald erobern die Familie alle Herzen im Sturm und sie erfahren viel über die Gäste und deren Leben. Thea und Felix setzen sich in den Kopf Olga und Helmer verkuppeln zu wollen, schließlich wären doch beide einsam, und leiern einen Ausflug an zu dem auch der Portier Andreas mitkommt.
Beim Wandern singen sie und Felix singt laut mit:
 
 
Leider missversteht der kleine Felix eine Redewendung und Olga verletzt sich dabei, so dass die Wanderung abgebrochen werden muss. Am Hotel angekommen steht dort Dennis und wartet auf seine Frau und die Kinder, nachdem er schon für viel Wirbel im Hotel gesorgt hat.
 
FAZIT:
 
Göttlich! Ich war fast das gesamte Buch hindurch am Grinsen. Volker Surmann hat wunderbar die Klischees bedient, aber auch damit aufgeräumt. Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen, triste Gedanken kann man damit wunderbar vertreiben. Nicht nur das, wenn ihr wissen wollt, was alles passiert und ob es ein Happy End gibt, müsst ihr das Buch unbedingt lesen.
 
***** 5 von 5 Sternen (ich würde ja sogar 7 von 5 geben)
 
An dieser Stelle noch einen allerliebsten Dank an Katrin Cinque Random House - Goldmann für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.
 
P.S.: Herr Surmann, wer ist denn No.4?

Mittwoch, 5. August 2015

REZENSION: "Kirschblütentage" von Nancy Salchow


 
  • TITEL: Kirschblütentage
  • VON: Nancy Salchow
  • erschienen bei Droemer Knaur
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • Taschenbuch, 336 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN: 978-3426515037
INHALTSANGABE


Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?
übernommen von Droemer-Knaur


REZENSION


Nancy Salchow ist für mich ja keine neue Schriftstellerin und ich weiß, dass sie schöne Romane schreibt, darum habe ich mir endlich die Kirschblütentage mitgenommen, als ich dem folgenden Rat gefolgt bin:

Tatsächlich war an dem Tag, als ich das Buch gekauft habe
die Hitzewelle wirklich schon recht nah.
P.S.: Vorsicht Buch auf Facebook



    Das Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln der Familienmitglieder betrachtet begonnen mit Oma Emilia und ich habe gleich auf den ersten Seiten Tränen in den Augen gehabt.
    Das Buch hat mich sehr berührt und oft hatte ich Tränen in den Augen, durch meine Depressionen habe ich länger gebraucht, das Buch durchzulesen, aber es hat sich gelohnt.
    Klar, ein Happy End war vorprogrammiert, aber es war schön und ergreifend sich durch Gegenwart und Vergangenheit zu lesen. Ich habe Vater Vincent für sein Verhalten gehasst und doch verstanden, mit Lukas dem pummeligen Sohn habe ich mich gleich identifizieren können, mit der zickigen Teenietochter Kea konnte ich mich anfangs weniger anfreunden und Mutter Jasmin kam rüber wie die typische Mutti. Am Ende hat man aber alle verstanden und liebgewonnen. Nancy Salchow versteht es eben, Charaktere zu zeichnen.
    Die einzelnen Kapitel sind liebevoll gestaltet worden, sowohl für das Auge als auch für die Seele. Aus meiner Sicht zumindest.
    Wenn ihr ein  Buch zum schmunzeln und auch mal Tränen verdrücken sucht, ist dieses genau das richtige für euch. Es zeigt warmherzig, dass ein Neuanfang immer möglich ist, wenn man nur guten Willens ist.
      *****5 von 5 Sternen

    Dienstag, 30. Juni 2015

    REZENSION im Doppelpack: "Eine Villa zum Verlieben" und "Apfelblütenzauber"

     

    • TITEL: "Eine Villa zum Verlieben" und "Apfelblütenzauber"
    • VON: Gabriella Engelmann
    • erschienen bei Droemer Knaur
    • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
    • FORMAT: Taschenbuch, als E-Books erhältlich.
    • ISBN: 978-3-426-51710-9 und 978-3-426-51577-8

    INHALTSANGABEN:
     
    Eine Villa zum Verlieben
    Stella, Leonie und Nina haben zunächst kaum Gemeinsamkeiten bis auf ihre Leidenschaft für eine alte Hamburger Stadtvilla, in der der Zufall sie zusammenführt. Nach und nach erst freunden sie sich an. Als das Leben ihnen Steine in den Weg wirft und ihre Träume auf dem Spiel stehen, muss sich diese Freundschaft bewähren.
    Apfelblütenzauber
    Ein Meer von rosa-weißen Blüten, malerische Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch die will sich einfach nicht einstellen, da ihre Eltern Hilfe brauchen und, ganz unerwartet, ein Mann ihr Herz höher schlagen lässt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann!
     
    REZENSION
    Ich kann mich mit diesen beiden Büchern identifizieren, weil die drei Hauptcharaktere in meinem Alter sind. Allerdings sind Stella, Leonie und Nina sonst ganz anders als ich. So unterschiedlich sie auf den ersten Blick sind, so viele Gemeinsamkeiten haben sie auch.
    Es ist wunderbar mitzuerleben, wie sich die Freundschaft entwickelt und sie sich gegenseitig unterstützen, in allem was das Leben bringt. Ich durfte Höhen und Tiefen miterleben und hatte das Gefühl auch mit in der Villa zu leben, vielleicht war ich ja Katze Paula?
    Ich mag es, wenn ich mir genau vorstellen kann, wie die Gegend aussieht, in der alles spielt und Hamburg-Eimsbüttel zählt dazu, auch die Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt ist kein fremder Ort für mich, im Gegenteil ich verbinde damit positive Entwicklungen.
    In der besagten Klinik

     
    Nicht nur das Arbeitsleben, macht den drei Freundinnen zu schaffen, auch die liebe Liebe. Auf Umwegen mit Irrungen und Wirrungen finden Nina und Alexander aka Waldemar zu einander, ebenso Stella und Robert, bei denen sich ungeplant und sehr plötzlich Nachwuchs einstellt und DAS muss Karrierefrau Stella erstmal verarbeiten.
    Was mich sehr berührt hat, ist die Tatsache, dass die süße Leonie (ich hab sie total ins Herz geschlossen) kein Happy End in Liebesdingen hat. Ihr Ex-Chef Thomas hat sie zwar um ein Date gebeten, aber das hat sie abgelehnt. Zum Ende des Buches ist sie trotzdem mit sich im Reinen und ich mal wieder in Tränen aufgelöst.
    Wie schön, wenn man aber gleich im Anschluss die Fortsetzung lesen kann. Erst war ich irritiert, dass diese aus der Ich-Perspektive von Leonie erzählt wird. Eigentlich mag ich keine Bücher aus der Ich-Perspektive, aber hier kann ich ruhigen Gewissens eine Ausnahme machen.
    6 Jahre sind vergangen seit  Stella, Leonie und Nina in die Villa zum Verlieben gezogen waren und Freundinnen fürs Leben geworden sind. Leonie ist die Patentante der kleinen Emma (Tochter von Stella und Robert) und seit 6 Jahren Geschäftsführerin im Restaurant La Lune, welches Alexander gehört.
    Aber wie das Leben so spielt: der Pachtvertrag läuft aus und das Gebäude soll abgerissen wissen. Leonie plagen Zukunftsängste und ihr Ex-Chef Thomas taucht wieder auf und bittet sie erneut um ein Date. Sie geht auch drauf ein und ist glücklich, doch später denkt man an das erste Buch zurück und weiß, dass es clever war Thomas nicht zu daten.  Zu all diesem Schlamassel kommen noch Leonies Eltern dazu, Ihre Mutter braucht Abstand und will Europa bereisen und kulturell etwas erleben, Ihr Vater, ein typischer knurriger Altländer, ist wenig begeistert.
    Im alten Land
     
    Leonie fühlt sich verpflichtet nach Hause zu fahren und ihrem Vater unter die Arme zu greifen, dass sie dort unverhofft der Liebe ihres Lebens begegnen wird kann sie nicht ahnen. Auch das Leben ihrer Freundinnen verläuft nicht ereignislos: Nina trennt sich von Alexander, weil ihr alles zu eng wird und sie Angst bekommt, Stellas Schwiegermutter verstirbt und Robert möchte zurück nach Husum ziehen um dort wieder als Kinderarzt zu praktizieren.
    Natürlich löst sich alles in Wohlgefallen auf und alles bekommt sein Happy End, auch Leonie und Markus und das hat mich richtig glücklich gemacht.
    FAZIT
    Ich habe die Bücher in kürzester Zeit verschlungen, weil sie so schön waren. Ich habe mich zu Hause gefühlt, dass kann aber auch daran liegen, dass Gabriella Engelmann ihre Leser über die Facebook Fanseite richtig teilhaben lässt.  Wehmütig nehme ich jetzt Abschied und freue mich auf neues Lesefutter aus dem Hause Engelmann und noch ein großes Danke schön an den DroemerKnaur Verlag auf Facebook bei denen ich eine wunderbare Tasche gefüllt mit Büchern gewonnen habe.
    ***** 5 von 5 Sternen für jedes Buch
    Danke für den tollen Gewinn