Posts mit dem Label blanvalet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label blanvalet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 30. Juli 2019

REZENSION: Im Luftschloss wohnt kein Märchenprinz von Christoph Dörr

  • Titel: Im Luftschloss wohnt kein Märchenprinz
  • Von: Christoph Dörr
  • Erschienenen bei Blanvalet
  • Format: Broschiert, 352 Seiten
  • ISBN 978-3-7645-0607-0
Inhaltsangabe

Eine charmante Geschichte über Familienbande, einen maroden Märchenwald und den Mut, noch einmal neu zu beginnen ...
Meeresbiologin Anna liebt ihr ruhiges Leben an der Ostseeküste und vor allem ihren Beruf. Auf Männergeschichten hat sie gerade keine Lust, wenn überhaupt sucht sie die Liebe und kein Abenteuer. Doch plötzlich ändert sich alles, denn ihre Mutter verstirbt unerwartet, und Anna muss zurück in ihre Heimat bei Köln reisen. Wer kümmert sich jetzt um ihren Bruder und den kauzigen Vater? Anna merkt, dass weder das Familienleben noch der Märchenwald, den sie dort betreiben, wirklich rund laufen. Sie denkt sich: Wenn mein Leben Kopf steht, laufe ich eben auf Händen weiter. Zwischen Renovierung, chaotischen Helfern und Schneewittchens Geheimnis findet Anna zu sich selbst und vielleicht sogar einen Märchenprinzen…


Rezension

Titel und Klappentext klangen wirklich gut, das Cover versprach auch ein modernes Märchen. Christoph Dörr ist nicht unbekannt.
Trotzdem konnte mich die Geschichte um die Meeresbiologin Anna Herzig zu keinem Zeitpunkt abholen. Schon vom ersten Kapitel an war ich genervt und gelangweilt. Wenn ich lese, möchte ich der Realität entfliehen und nicht auch noch im Bücheruniversum mit Umweltproblemen behelligt werden.

Anna lebt und arbeitet an der Ostseeküste, als unerwartet ihre Mutter verstirbt, steht sie vor einer Gewissensfrage: dort bleiben, wo sie sich wohl fühlt, oder zurück nach Köln und sich um den Vater, den geistig behinderten Bruder und den maroden Familienbetrieb, der Märchenwald, kümmern.

Leider fand ich das Buch so langweilig, dass ich mich nach fünf Kapiteln nur noch im Schnellverfahren durch das Werk geblättert habe. Da es zwischenzeitlich nicht interessanter wurde, habe ich mich lieber schnell zwei anderen Büchern aus dem Hause Blanvalet gewidmet. Die zwei habe ich selber gekauft und finde sie ganz toll, darum muss ich sie hier zusätzlich vorstellen:

Buchstäblich Liebe Von Michelle Kalus und Ali Berg
Heideblütenküsse Von Silvia Konnerth

Von mir gibt es nur drei von 5 Sternen 🌟🌟🌟
Doch lasst euch nicht davon abhalten, euch eine eigene Meinung zu bilden!

Vielen Dank an Blanvalet für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.


Montag, 15. Oktober 2018

Rezension: "Das Weihnachtswunder" von Angelika Schwarzhuber


TITEL: Das Weihnachtswunder
erschienen bei Blanvalet

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN:  978-3734106316





INHALTSANGABE

Die schönsten Wunder geschehen, wenn es schneit!

Singlefrau Kathi arbeitet als Sekretärin in der Werbeagentur WUNDER. Dort heimsen andere regelmäßig die Lorbeeren für ihre kreativen Erfolgsideen ein. Ein neuer Auftrag führt sie mit dem Fotografen Jonas zusammen. Auf der Weihnachtsfeier der Agentur vermasselt es sich Kathi durch ein Missverständnis so sehr mit ihm, dass Jonas denkt, ihr liege nichts an ihm. Zudem gerät ihr Job in Gefahr. Unglücklich verlässt Kathi die Party und stürzt im dichten Schneetreiben. Als sie aufwacht, ist ein Mann über sie gebeugt, der sich als ihr Schutzengel vorstellt. Er will Kathi auf wunderbare Weise dabei helfen, endlich ihr Glück zu finden …


REZENSION

Ja ist denn schon Weihnachten? Jain! Für gefühlvolle Weihnachtsromane ist es nie zu früh, aus meiner Sicht. Allerdings ist dies der erste, den ich Mitte Oktober bei 27° Celsius in Sommerbekleidung auf dem Balkon gelesen habe. und allein das macht ihn schon besonders, oder?

Kathi ist Single und hat viel zu wenig Selbstbewusstsein. Sie ist als Sekretärin bei einer Werbeagentur angestellt, hat aber unglaublich kreative Ideen, für die dann jedoch eine andere Kollegin das Lob kassiert. Darüber ist Kathi wenig glücklich, auch ihre Figur macht ihr zu schaffen, sie hat das ein oder andere Pfund zu viel, da kann es doch nicht sein, dass der tolle Fotograf Jonas auf sie abfährt? Zumal seine Exfreundin ein bekanntes Model ist.

Kathi ist im Stress, beruflich und auch privat. Nach einem unglücklichen Zwischenfall auf der betrieblichen Weihnachtsfeier, verlässt sie das Fest überstürzt und kommt auf dem Friedhof zu Fall. Danach wird sie von Angelo "verfolgt". Es dauert, bis sie erkennt, dass er kein Stalker ist, sondern ihr Schutzengel. Angelo will Kathi ihren Herzenswunsch erfüllen, doch welcher Wunsch ist das? Eine Topfigur? Jonas? Ein kreativer Job in der Werbebranche? Oder das Geheimnis um ihren unbekannten Vater?


Angelika Schwarzhuber schreibt herzerwärmend und man fühlt sich gleich in dem Buch wohl. Ich habe mich mit Kathi identifizieren können und habe natürlich ihre fiese Kollegin Sybille nicht gemocht. So wie es auch beabsichtigt ist. Das Buch  ließ sich wunderbar flüssig lesen und eigentlich wollte ich gar nicht mehr aufhören. Und plötzlich war das Buch zu ende. *lach* Ich liebe das Ende und trotzdem wünschte ich, es wäre noch weitergegangen. Auf Facebook wurde ich gefragt, ob dieses Buch so schön ist, wie das vom vergangenen Jahr. Die Frage konnte ich nicht beantworten, aber immerhin weiß ich jetzt, welches Buch ich noch haben möchte. Von mir gibt es für diesen himmlischen Weihnachtsroman unbedingt

***** 5 von 5 Weihnachtssternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Rezension: "Die Suche" von Charlotte Link



TITEL: Die Suche
erschienen bei Blanvalet

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: gebunden, 656 Seiten
ISBN:  978-3764504427





INHALTSANGABE

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur ...

In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur ...


REZENSION

Charlotte Link steht für Hochspannung, ohne blutige Grausamkeiten versteht sie es den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das ist ihr auch mit ihrem neuesten Werk "Die Suche" gelungen. Von Seite 1 an wusste ich, dieses Buch lege ich so schnell nicht weg. Tatsächlich habe ich dieses Buch in zwei Tagen durchgesuchtet und bin auf Irrungen und Wendungen gestoßen, auf die ich im Leben nicht gekommen wäre und dabei habe ich immer, wenn ich nicht gelesen habe darüber nachgedacht, was dort vor sich geht.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven geschrieben, die allgemeine Sicht auf das ganze Geschehen und aus Sicht des Entführers. Letztere ist irgendwie beklemmend, der Entführer ist eine verkrachte Person und verzweifelt auf der Suche nach Liebe. Der Entführer weiß, dass er etwas nicht korrektes macht und doch kann er nicht aus seiner Haut. Wird man ihm am Ende auf die Schliche kommen?

Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard, eine 42-jährige ledige Frau, ist in Scarborough um das Haus ihrer verstorbenen Eltern zu verkaufen, sie wohnt in einem Bed & Breakfast, das zufällig dem Paar gehört, dessen Tochter, Amelie, entführt wird. Am gleichen Tag wird die Leiche eines anderen 14-jährigen Mädchens entdeckt und der Verdacht, dass der Täter ein und die gleiche Person ist liegt nah.
Ein weiteres Mädchen im selben Alter verschwindet spurlos, während Amelie auf mysteriöse Weise wieder auftaucht. Scheinbar ist sie so traumatisiert, dass sie nichts über ihren Entführer preisgeben kann. Eine Psychologin versucht täglich an sie heranzukommen und mehr zu erfahren.

Detective Chief Inspector Caleb Hale ist der Einsatzleiter vor Ort und kennt Kate von einem früheren Fall. Kate verspricht sich nicht in den Fall einzumischen, tut es dann Undercover aber doch und bringt sich ebenfalls in große Gefahr.

Wird es gelingen den Entführer zu stellen? Was ist mit Amelie passiert? Kann Kate dem Tod entrinnen? 

Dieses Buch ist so fantastisch, dass ich gerne mehr als nur 5 Sterne vergeben würde. Wenn ihr Spannung wollt, ein Buch, dass ihr nicht weglegen wollt, dann seid ihr hier genau richtig!

***** 5 von Sternen mit Extrasternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 29. September 2018

Rezension: "Die letzten Stunden des Sommers" von Beatriz Williams



TITEL: Die letzten Stunden des Sommers
erschienen bei Blanvalet

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: Taschenbuch, 576 Seiten
ISBN: 978-3764505905


INHALTSANGABE

Unbezähmbare Heldinnen, eine Welt voller Geheimnisse und eine Liebe, so stark, dass sie Jahrzehnte überdauerte

Pepper Schuyler war schon immer eine Klasse für sich – und das sind auch die Probleme, mit denen sie sich im Herbst 1966 konfrontiert sieht. Nachdem sie einen alten Mercedes Roadster restauriert und versteigert hat, hofft sie auf eine sichere Zukunft für sich und ihr ungeborenes Baby, das Ergebnis einer Affäre mit einem einflussreichen, verheirateten Politiker. Doch die Käuferin Annabelle Dommerich hat ganz eigene Geheimnisse, und als sie Pepper unerwartet in ihr Haus in Florida einlädt, offenbart sich nach und nach die erstaunliche Herkunft des Wagens – und mit ihr die dramatische Geschichte einer Flucht aus Europa vor dem Zweiten Weltkrieg und einer Liebe, die noch dreißig Jahre später alles verändern wird …


REZENSION

Gleich vorweg, dieses Buch schließt sich nahtlos an  das Buch "Träume wie Sand und Meer an", jedoch habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass ich die Vorgeschichte benötige um dieses Buch zu verstehen.

Pepper Schuyler ist intelligent und unkonventionell. Sie ist ungewollt Schwanger von einer Affäre mit einem verheirateten Politiker und versucht jetzt eine Zukunft für sich und ihr Ungeborenes aufzubauen. Sie hat einen alten Mercedes restauriert und will diesen an Annabelle Dommerich verkaufen.

Annabelle mag Pepper von Anfang an und lädt sie zu sich nach Florida ein. Pepper erfährt eine unglaubliche und tragische Geschichte über eine Flucht aus Nazideutschland und eine alles verändernde Liebe. Die flatterhafte Pepper und die elegante Annabelle  passen auf den ersten Blick so gar nicht zusammen und doch ergeben beide zusammen eine fesselnde Geschichte, die einen bangen und auch lachen lässt.

Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen, ein Buch indem man sich gut verlieren kann. Meiner Meinung nach, kann man es auch gut ohne die vorhergehenden Bücher zu kennen lesen, doch ich bin sicher, dass die 4-Teilige Bücherserie wert ist gelesen zu werden.

***** 5 von Sternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

REZENSION: "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" von Sally Hepworth


TITEL: Anna Forster erinnert sich an die Liebe
erschienen bei Blanvalet

Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: gebunden, 384 Seiten
ISBN: 978-3764506407


INHALTSANGABE

 Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen …

Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen?



REZENSION

Anna Forster erinnert sich an die Liebe ist definitiv mein Buch des Jahres 2018. Sally Hepworth versteht es, den Leser durch ein Gefühlschaos gehen zu lassen. 

Anna ist erst ende 30, als die Diagnose Alzheimer ihr Leben umkrempelt. Zunächst lebt sie bei ihrem Zwillingsbruder und dessen Familie, doch Anna baut ab und produziert nicht ganz ungefährliche Situationen, woraufhin sie und ihr Bruder sich entscheiden, dass sie in eine private Pflegeeinrichtung geht.
In dem Heim, ist ein Mann namens Luke, der kaum älter als Anna ist und ebenfalls an einer Variante von Alzheimer leidet.  Die beiden verlieben sich in ineinander und schaffen es sich heimlich zu treffen. Diese Treffen bleiben nicht ohne Folgen und es kommt zu einem tragischen Unfall.

Eve ist neu als Köchin in der Pflegeeinrichtung, sie war wohlhabend verheiratet, doch ihr Mann hat krumme Geschäfte gedreht. Nun muss sie sich und ihre Tochter Clem alleine mit geringen Mitteln durchbringen. Eve ist gerührt von der Geschichte Annas und Luke, nach dem Vorfall werden die beiden strikt voneinander getrennt und abends in ihren Zimmern eingeschlossen. Eve ist überzeugt, dass es beiden besser gehen würde, wenn sie sich sehen dürften. Doch will sie ihren Job riskieren um den beiden zu helfen? Und was ist mit dem netten Gärtner?

Clem besucht ihre Mutter häufig nach der Schule im Heim, sie freundet sich mit dem Gärtner und den Heimbewohnern an, die Älteren erfreuen sich an dem freundlichen Kind, welches gerne für sie tanzt. Doch auch Clem, macht eine schwere Zeit durch, in der Schule wird sie wegen ihres Vaters gehänselt.

Die verschiedenen Erzählstränge gehen wunderbar ineinander über und lassen einen alle Emotionen erleben, über Glück, Freude, Enttäuschung, Angst und Traurigkeit. Ich habe mit allen Personen mitgefühlt, nicht alle Entscheidungen finde ich gut, auch wenn sie nicht grundlos erfolgten. Sally Hepworth hat sehr feinfühlig ihre Charaktere entwickelt und lässt den Leser an  ihren Leben teilhaben. Mich hat dieses Buch förmlich gefesselt, ich habe viele Tränen vergossen und habe viel darüber nachgedacht.. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Unfall nicht aufgeklärt wird und alle von falschen Voraussetzungen ausgehen. Trotzdem gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung für dieses Buch, für mich das Buch des Jahres!

***** 5 von 5 Sternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Dienstag, 24. April 2018

REZENSION: "Hello Sunshine" von Laura Dave


  • TTIEL: Hello Sunshine
  • VON: Laura Dave
  • Erschienen bei blanvalet
  • Erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens oder auch online
  • FORMAT: Taschenbuch, 384 Seiten
  • ISBN: 978-3734103537


INHALTSANGABE


Wenn dein Leben absolut perfekt ist – ist es dann nicht Zeit, etwas Neues zu wagen? 

Sunshine Mackenzie lebt ihren Traum! Mit ihrer YouTube-Kochshow und ihren Lifestyle-Büchern begeistert sie Millionen von Fans. Sie ist einfach die Person, mit der jeder gern befreundet wäre. Noch dazu hat sie ihren Traummann geheiratet, den Architekten Danny, der ihr treu bei allem zur Seite steht. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet an ihrem fünfunddreißigsten Geburtstag herauskommt, dass die hochgelobten Rezepte aus der Show gar nicht von ihr sind. Die Fans sind empört, und Sunshine sieht nur einen Ausweg: Sie verlässt New York, um in einem kleinen Küstenstädtchen noch einmal von vorn zu beginnen …

REZENSION

Sunshine  lebt ihren Traum in einer gefakten Welt. Um sie ihren Fans sympathischer und glaubwürdiger zu machen, erfindet ihr Produzent eine neue Backgroundstory für sie. Statt aus Montauk in den mondänen Hamptons, kommt sie nun als Landei in der Großstadt daher, doch das ist nur ein Teil der Lügen, auf denen ihre Karriere aufbaut, die natürlich auch ihren Verlobten Danny beeinträchtigen, denn er muss sich in der Öffentlichkeit immer an die ganzen alternativen Fakten erinnern um Sunshine nicht auffliegen zu lassen.
An ihrem 35. Geburtstag geht dann alles schief, anonyme E-Mails drohen ihr die Wahrheit über ihren gehackten Twitter Account zu verbreiten #aintnosunshine
Auf der Geburtstagsparty am Abend dann der absolute Supergau, auf den hin sich Danny von ihr trennt. Nach ein paar Tagen flüchtet Sunshine pleite und gedemütigt nach Montauk zu ihrer Schwester und deren Tochter, zu denen sie seit Jahren keinen Kontakt hatte.
Ihre Schwester Rain ist wenig begeistert über den Besuch und möchte Sunny eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden, doch die plant einen Neuanfang "Back to the Roots"...

Ich kann nicht mit Bestimmheit sagen, ob ich Sunny von Anfang an mochte, doch ich habe schnell Mitleid mit ihr empfunden, auch wenn sie ihren Teil Schuld an der Situation zu tragen hat. Das Produktionsteam fand ich wenig ansprechend und ziemlich überreaktionär, denn sie waren ja nicht schuldlos an dem Lügengebilde. Das ihre Schwester Rain zunächst nicht sehr zugänglich ist, erklärt sich aus der Familiengeschichte, die irgendwie tragisch ist.
Ihre Nichte Sammy ist auf den ersten Blick ein wenig liebenswürdiges, vorlautes Rotzgör, doch im Laufe des Buches lernt man sie kennen und lieben.

Natürlich ist diese Geschichte mit ihren Irrungen und Wirrungen fernab der Realität, doch ist es nicht das was wir möchten, wenn wir uns in einem Buch verlieren? Ich habe dieses Buch im Sonnenschein auf dem Balkon verschlungen, war wütend, traurig, amüsiert zugleich. Mir hat der Schreibtstil von Laura Dave bzw. die Übersetzung von Ivana Marinovic gefallen, er war leicht und flüssig. Ob es ein Happy End gibt? Könnte schon sein, lest das Buch am besten selber, denn von mir
gibt es:

4 von 5 Sternen ****

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Dienstag, 16. Februar 2016

REZENSION: "Glück und Glas" von Lilli Beck


  • TITEL: Glück und Glas
  • erschienen im blanvalet Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: gebunden, 512 Seiten
  • ISBN 978-3764505431
 
 INHALTSANGABE
 
 Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?
 
REZENSION
 
Glück und Glas wie leicht bricht das.
Das Buch hat mich von an Beginn an berührt, das liegt wahrscheinlich daran, dass Marion und Hannelore altermäßig zu meinen Eltern passen und ich gern Geschichten aus der Nachkriegszeit höre.
 
Das Schicksal sorgt dafür, dass Marion und Hannelore am gleichen Tag in der gleichen Klinik zur Welt kommen. Hannelore wird in eine liebevolle, wohlhabende Familie hineingeboren, während Marion nur ihre arme Mutter hat, denn der Vater ist noch in Kriegsgefangenschaft. Marions Mutter beginnt nach der Geburt als Angestellte, bei Hannelores Eltern und wohnt dort auch mit ihrer Tochter. Die beiden Mädchen sind beste Freundinnen und auch Marion profitiert von den wohlhabenden Eltern Hannelores.
 
Als Marions Vater aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, ist er nicht wirklich von der roten Haarpracht seiner Tochter begeistert. Er ist mürrisch und meistens wenig liebenswert. Er nimmt einen Job als Hausmeister in einer Bar an, wohin er die kleine Marion mitnimmt. Sein Chef erkennt schon in dem jungen Mädchen unglaubliche Schönheit und Potenzial.
 
Marion verliebt sich in den Friseurlehrling Karl und beginnt eine Lehre im gleichen Salon, obwohl sie viel lieber Schneiderin/Modeschöpferin geworden wäre. Karl erwidert diese Liebe nicht, denn er ist Männern zugetan, aber sie findet einen wunderbaren Freund in ihm. Nach einer Firmenfeier auf dem Oktoberfest wird Marion von ihrem Chef vergewaltigt, auf der Flucht zu den Taxis begegnet sie dem ehemaligen Chef ihres Vaters, der sich ihrer annimmt und sich als ihr Vater ausgibt um dem Friseursaloninhaber eine Lektion zu erteilen. Marion verheimlicht diesen Vorfall vor ihren Eltern und verschweigt die abgebrochene Lehre, stattdessen beginnt sie als Bardame im Nachtclub. Dort lernt sie den Fotografen Joe kennen, der gerne Fotos von ihr machen möchte.
 
Hannelore besucht das Gymnasium und beginnt dann Jura zu studieren, bei einem Straßenkrawall verliebt sie sich in Robert, der sie rettet, doch der hat bereits eine Freundin. Doch der Zufall will es, dass die beiden sich wieder begegnen und ein Paar werden. Hannelore ist wenig begeistert von der anrüchigen Karriere ihrer Freundin, die als Fotomodel "Moon" groß rauskommt und dabei auch die Hüllen fallen lässt. Marion erobert die Cover von Modezeitschriften und verdient viel Geld.
 
An einem nach längerer Zeit wieder einmal gemeinsam verbrachten Geburtstag, lernt Robert Marion kennen und man gewinnt den Eindruck, als wäre er angewidert von dem wildem Rotschopf. Doch er hilft Marion später in einer Notsituation und die beiden verbringen eine leidenschaftliche Zeit miteinander, immer wieder verspricht er, dass er sich von Hannelore trennt, doch dann ist Hannelore schwanger...
 
Am 07.05.2015 wollen Marion und Hannelore ihren 70. Geburtstag gemeinsam verbringen, doch kann die Zeit wirklich alte Wunden heilen? Und wenn sie das kann, ist sie ein guter Chirurg?
 
FAZIT
 
Ohne Konzentrationsprobleme, hätte ich dieses Buch in kürzester Zeit durchgelesen. Manches Mal musste ich dabei an meine Mutter denken, die auch gern Schneiderin geworden wäre, aber eine Lehre als Einzelhandelskaufmann (ja so nannte man das damals) machen musste. Mich hat das Schicksal der beiden Protagonistinnen sehr berührt und es ist einer der schönsten Romane, die ich je gelesen habe. Dir Rothaarige Marion habe ich mir in Gedanken wie eine junge Katja Studt vorgestellt, die die Rolle in einer Verfilmung wunderbar dargestellt hätte.
Ich gebe:
 
***** 5 von 5 Sternen
 
und lege euch dieses Buch sehr ans Herz.
 
An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Sebastian Rothfuss Random House - blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 22. August 2015

REZENSION: "Glück ist nichts für schwache Nerven" von Theresia Graw

 
 
  • TITEL: Glück ist nichts für schwache Nerven
  • erschienen im blanvalet Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 448 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3442383252
 
INHALTSANGABE
 
Valentina ist zornig. Ihre Scheidung ist drei Tage und siebeneinhalb Stunden alt, ihre neue Kollegin hatte den kürzeren Rock an und hat ihre Beförderung eingesackt, und anstatt ihr beizustehen, ist ihre beste Freundin in den Flitterwochen auf Mauritius, und ihre Hippiemutter kämpft in Brasilien gegen die Abholzung des Urwalds. Doch dann fällt Valentina durch Zufall ein Hinweis auf ihren unbekannten Vater in die Hände. Als sich ihr die Chance bietet, sich inkognito in seinen Haushalt einzuschleichen, ergreift sie diese - und erfährt, dass Glück manchmal seltsame Wege geht und Venedig immer eine Reise wert ist...
 
REZENSION
 
Valentina ist bei ihrer Hippiemutter in einer Kommune groß geworden und hat von einem Spießerleben geträumt, wer hier schmunzelnd an einen gewissen TV Werbespot denkt, teilt meine Gedanken. Valentina ist wie ich ein 1977er Jahrgang und ihr Leben läuft gerade nicht gerade so, wie sie es sich wünscht. Sie erhofft sich Hilfe von der Therapeutin Frau Leberecht, sie wird krank geschrieben und plötzlich geraten die Dinge ins rollen:
 
Zufällig entdeckt sie bei ihrer Mutter eine alte Schachtel, die eine grauenhafte 70er Jahre Krawatte, einen berührenden Abschiedsbrief so wie einen Zeitungsartikel enthält, auf dem ein bekannter Architekt und auch Verfasser des Briefes, eben jene Krawatte trägt. All diese Dinge sind aus der Zeit 9 Monate vor ihrer Geburt, neugierig googelt Valentina ihren vermeintlichen Vater und findet raus, dass er in einer sehr noblen Gegend am Starnberger See lebt.
 
Sie packt eine Reisetasche und will eigentlich nach Italien zum Ausspannen, macht aber einen Abstecher zum Wohnort ihres Vaters. Eigentlich will sie nur gern sehen wie er wohnt und dann weiterfahren, wird aber versehentlich für die neue Altenpflegerin gehalten. Wenn das Leben ihr diese Chance anbietet, muss sie zugreifen, oder? Draußen trifft sie auf Eva, die polnische Pflegerin, erklärt ihr hastig die Situation und quartiert sie in ihrer Wohnung ein und übernimmt die Pflege ihres mürrischen, gehbehinderten Vaters.
 
Mit ihrer offenen und unkonventionellen Art, erobert Valentina schnell das Herz des alten Mannes und verliebt sich in den vermeintlichen Gärtner Felix. Felix jedoch stellt sich als Sohn des Hauses heraus und Valentina muss ihn auf Abstand halten und erfindet eine Beziehung zu dem attraktiven Hausarzt, der jedoch schwul ist.
 
Die Planung zum 75. Geburtstag ihres Vaters laufen auf Hochtouren und er hat so gar kein Interesse daran. Am Tag vor dem Geburtstag flieht er mit Valentina im Taxi nach Venedig, was seiner Frau und der Tochter Cora wenig gefällt. Er blüht in Venedig förmlich auf und vertraut Valentina eine Geschichte aus den 70ern an: über ihn und Doris (Valentinas Mutter).
 
Wieder daheim, wird der Geburtstag im kleineren Kreis nachgeholt und endet im Eklat, denn Nicole, die Haushaltshilfe, schiebt Valentina einen Diebstahl unter und Felix findet heraus, dass Valentina nicht von der Altenpflege Agentur ist. Enttäuscht und verwirrt flüchtet Valentina nach Hause und heult sich bei Eva und ihrer Mutter aus. Gemeinsam finden sie Beweise, dass Valentina den Diebstahl nicht begangen hat.
 
Mit den Beweisen fährt sie wieder an den Starnberger See um alles aufzuklären. Die Tatsache eine leibliche Tochter zu haben, regt den armen alten Mann so sehr auf, dass er einen Herzinfarkt erleidet. Im Krankenhaus, teilt er dann seiner Frau und Tochter Cora mit, dass Valentina seine leibliche Tochter ist. Valentina erfährt, dass Cora und Felix nur adoptiert sind und muss sofort los, dem ahnungslosen Felix ihre Liebe gestehen...
 
FAZIT:
 
Wenn ihr nicht gern laut und unvermittelt loslacht, ist dieses Buch nichts für euch. Dieses war mein erstes Buch von Theresia Graw und ich liebe ihren lebhaften Schreibstil. Ich mochte, das Buch nur ungern aus der Hand legen, so dass ich es leider schon nach 2 Tagen ausgelesen hatte. Ich wäre gern noch länger bei Valentina und ihrer neuen großen Familie geblieben. Liebe Frau Graw, bitte schreiben sie noch viele Bücher, sie sind wunderbare Antidepressiva.  "Das Liebesleben der Suppenschildkröte" steht schon auf meinem Wunschzettel zum Geburtstag.
 
***** 5 von 5 Sternen (ich würde sogar 7 Sterne geben)
An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Sebastian Rothfuss Random House - blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 25. Juni 2015

REZENSION: "Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel" von Dorothea Böhme

 
 
  • TITEL: "Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel" 
  • erschienen im blanvalet Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm auch als E-Book erhältlich.
  • ISBN 978-3-7341-0075-8

INHALTSANGABE
Eine Kreuzfahrt mit ihren beiden streitlustigen Schwestern? Nie im Leben! Schon gar nicht nach dem großen Krach vor fünf Jahren. Ausgetrickst von der Ältesten, landet die 35-jährige Ricarda schlussendlich doch auf dem Schiff, wo sie Juliane und Trixie davon abhalten muss, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Doch trotz aller Skepsis beginnt sie, die Reise zu genießen – was auch an dem sehr attraktiven Ersten Offizier liegen könnte … Aber warum verhält sich der Kapitän so komisch? Und kommt es ihr nur so vor, oder häufen sich die seltsamen Vorfälle an Bord ? Irgendwas ist doch da im Busch, oder?

Übernommen von Random House-blanvalet



REZENSION

 

Eine Kreuzfahrt mit den Schwestern? Ich würde wohl auch eher ablehnen, ich mag meine großen Schwestern, aber eine Woche so dicht aufeinander? Das kann nicht gut gehen.

Juliane ist 40, sie wirkt sehr bieder und steif, hat ihr Studium abgebrochen um sich um die jüngeren Schwestern zu kümmern als die Eltern verstarben. Ricarda ist 35, Biologin und hat kein Händchen für Männer, in Stresssituationen muss sie stricken und ist totunglücklich, als ihr Strickzeug einem Feuer an Bord der "Santa Luisa" zum Opfer fällt. Beatrix, genannt Trixie, ist Mitte 20 und kann sich nicht so recht auf ein Studienfach festlegen und fürchtet Bevormundung durch ihre großen Schwestern.

Es wird sehr schön dargestellt, wie unterschiedlich Geschwister sein können und warum es besser ist über alles zu reden und keine Geheimnisse zu haben.

Nach 5 Jahren Funkstille lädt Juliane mehr oder weniger heimlich ihre Schwestern auf eine Donau Kreuzfahrt ein, um sich dort mit ihnen zu versöhnen. Doch das gestaltet sich als gar nicht so einfach, seltsame Dinge geschehen an Bord, ein Kapitän, der sich verdächtig verhält, ein hinreißender 1.Offizier, der Nörgelrentner Herr Bohr, eine potentielle Nebenbuhlerin namens Clarissa sowie andere Mitreisende fordern die drei Schwestern. Wunderbar schrullige und liebenswerte Personen, durfte ich während der Kreuzfahrt kennenlernen. Manche Personen beginnt man zu hassen, nur um sie später doch ins Herz zu schließen.

Das Buch handelt nicht nur, von drei Schwestern die wieder zueinander finden, es ist nebenbei auch noch ein Krimi, eine Schnulze und an Action mangelt es auch nicht. Das Ende war für mich "Herzkino-reif", dramatisch und romantisch. Genau das möchte ich im Sommer lesen.

 

FAZIT:

 

Ich habe dieses Buch wahnsinnig schnell gelesen, denn ich brauchte nur 1 Vollbad und 2 U-Bahnfahrten in Hamburg.

 Das Buch ist witzig und chaotisch, liebenswert geschrieben und in manchen Situationen, habe ich mich und  meine Schwestern (Ricarda und Kerstin) selber wiederfinden können, ich werde auch gern mal bevormundet, denn ich bin ja die Kleine, Ricarda strickt tatsächlich sehr gerne, Kerstin und ich zicken uns auch mal an, doch wir vertragen uns auch wieder!

Sommerlektüre zum Schmunzeln gesucht? Dann ab zur Buchhandlung und holt euch "Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel" von Dorothea Böhme. Ich werde mir noch ihr erstes Buch holen und hoffen, dass der Sommer kommt und ich im Sonnenschein lesen kann!

***** 5 von 5 Sternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Sebastian Rothfuss Random House - blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.