Samstag, 17. Oktober 2015

Blöde Depressionen


 
Heute hat mich mal wieder eine Welle von Depressionen unter sich begraben.
Der beste Ehemann der Welt wollte mich aus dem Tief rausholen und hat mir vorgeschlagen einen Ausflug zu machen, aber bei dem grauen Wetter, dass meinem Seelenleben entspricht, habe ich keine Lust draußen etwas zu unternehmen.
 
Im Endeffekt, waren wir nur zum Einkaufen, denn wir brauchten noch Erbsen und Möhren für das morgige Mittagessen. Aber der Göttergatte mich sehr verwöhnt, ich habe einen schönen neuen schwarzen Hut bekommen und eine neue Tasche. Die sieht meiner alten Tasche sehr ähnlich, ist aber doch schöner.
 
 
So richtig bin ich aus meinem Tief noch nicht raus, aber nach etwas Bewegung und einem Mittagsschlaf geht es mir viel besser. Appetit habe ich so langsam auch wieder, es gibt Coleslaw und dazu die Knobi-Ecken aus der Coolbox.
 
Ich wünsch euch einen schönen Samstagabend.
 

Freitag, 16. Oktober 2015

Wiegetag


 
Ich habe es schon wieder getan! Ich war auf der Waage.
Zu meiner Freude waren 1,7 Kg verschwunden, obwohl ich nicht wirklich etwas dafür getan habe.
 
135,7 Kg
 
Jetzt kann ich voller Freude ins Wochenende starten, wir haben nichts besonderes vor, denn der Göttergatte muss stundenweise IT Kram von zu Hause aus machen. Dann benötigt er die ganze Bandbreite des Internets und ich habe eine sehr gute Entschuldigung in der Badewanne zu aalen und zu lesen, nicht wahr? Bei dem Schietwetter da draußen, habe ich eh wenig Laune irgendwas unter freiem Himmel zu machen.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Sorry not Sorry


 
JA! Ich musste sie haben! Bei Kaufland bin ich fündig geworden.
Klingt nach einem guten Frühstück am Wochenende, oder?
 
Heute musste ich feststellen, dass das Waschmittel, das ich kürzlich gekauft habe Pfirsichduft hat. Dann muss der Göttergatte halt in den kommenden Wochen als freches Früchtchen leben. Mir jedenfalls gefällt der Duft.
 
Die Box der Eurapon Apotheke konnte ich mir gestern nicht erkämpfen, vielleicht habe ich ja in der zweiten Runde mehr Glück. Dafür finde ich die Coolbox von brandnooz ganz toll. Diätfreundlich? Nein, aber es wird ja nicht alles auf einmal gegessen. Und die Puddings/Joghurts sind doch nett zur Kaffeezeit oder? Guacamole ist so gar nicht meins, aber was solls. Vielleicht kann sich der Göttergatte dafür erwärmen?
 
Jetzt werde ich es mir gleich gemütlich machen und wir schauen "Torchwood" weiter. 
 


 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Handschuhzeit


 
Auch wenn die Sonne gestern ab und zu mal durch die Wolken geschaut hat, ist es doch schon ordentlich kalt draußen. Höchste Zeit, Handschuhe und Mützen in Betrieb zu nehmen.
Auf Facebook habe ich gesehen, dass bei anderen sogar schon geschneit hat, das muss ich vielleicht noch nicht unbedingt haben, aber wer weiß das schon.
 
Passend zum Wetter kommt heute die brandnooz Coolbox an, bin schon ganz gespannt und außerdem gibt es ab 10 Uhr die Eurapon for you Box. Die erste vor 3 Monaten war ein Knaller, außerdem kann ich es gleich nutzen um unsere Apothekenschublade für die Erkältungssaison vorzubereiten. Nasenspray, Lutschtabletten...alles was das kranke Herz begehrt. Es könnte ja sein, dass der Göttergatte krank wird, wenn ich in BB bin und er muss versorgt sein, weil ich dann zu Glucke werde
 
Ich wünsch euch einen schönen Mittwoch .
 
 

Dienstag, 13. Oktober 2015

Tagebücher und Hilfstherapie für Bad Bramstedt

 Ich habe auf Amazon gestöbert und bin auf zwei allerliebste Tagebücher gestoßen.
Wenn man nicht so wortgewandt ist wie ich, benötigt man Unterstützung und auch Denkanstöße. Habt ihr solche Tagebücher schon einmal benutzt? Ich werde euch später berichten, wie es mir damit ging und ob es sich lohnt. Auf den ersten Blick bin ich jedenfalls angetan.

Sauwohl oder hundeelend?

Tagebuch für gute und schlechte Tage


Außerdem hat mich das folgende Buch förmlich angeschrien, ich freue mich darauf mich mit den Fragen auseinanderzusetzen:
 
 

Montag, 12. Oktober 2015

Ich hab meinen Zahnarzttermin verpasst! Oder doch nicht?


Weil Kati gefragt hat:
http://muellberge-hummelsbuettel.de/
 
Nachdem ich meinen Termin beim Zahnarzt am Donnerstag abgesagt hatte, habe ich für heute morgen 8.30 Uhr einen neuen Termin gemacht. Auf meinen Wunsch habe ich eine Beruhigungsspritze bekommen. Um 10.30 Uhr schrecke ich auf und rufe: "Shit! Ich hab den Zahnarzttermin verpasst!" Mein Mann lacht und sagt, du warst doch da und schläfst jetzt die Narkose aus und dann war ich auch schon wieder im Traumreich.
 
Also Zahn heile, ich halbwegs wach und dankbar für meinen tollen Zahnarzt.
 
Die Familienfeier am Samstag war schön. Die Sonne hat geschienen, aber es war doch ordentlich kalt. Wir haben in einem großen Zelt gefeiert und dank Heizlüftern war es auch angenehm von den Temperaturen her. Als wir dann gegen 23.30 Uhr wieder zu Hause waren bin ich todmüde ins Bett gekippt.
Sonntag haben wir einen schönen Ausflug gemacht und waren spazieren. Wir haben einen tollen Grillplatz an dem hübschen See auf dem Foto entdeckt und freuen uns auf die Grillsaison 2016.
 
 

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Achterbahn der Gefühle


 
Je weiter der Morgen Fortschritt, desto schlimmer wurden meine Ängste vor dem Zahnarzt.
Um 10 Uhr war ich schweiß gebadet, hatte Atem- und Kreislaufprobleme, Herzrasen, Übelkeit, daraufhin habe ich den Termin beim Zahnarzt abgesagt, denn in dem Zustand hätte ich nicht am Straßenverkehr teilnehmen können. Als die Panikattacke abgeklungen war, kam die Migräne. Kein gelungener Tausch, wenn ihr mich fragt.
 
Also mit Sumatriptan versorgt und ab ins Bett, zwei Stunden geschlafen und jetzt bin ich zwar etwas wirr im Kopf, aber die Schmerzen sind vorbei.
 
Am Montag um 8.30 Uhr habe ich einen neuen Termin beim Zahnarzt, diesmal wird mein Mann mich hinfahren und ich habe weniger Zeit mich zu ängstigen...

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Leben ist das was passiert, während man Pläne schmiedet


 
Eigentlich wollte ich gestern bei meinen Eltern anrufen um Bescheid zu sagen, dass wir am Samstag um die Mittagszeit bei Ihnen sind, weil wir dort übernachten wollten. Ich habe keinen erreicht, denn sie waren in der Einliegerwohnung sauber machen für uns. Kurz drauf lässt mein Mann mich wissen, dass er Windows Rufbereitschaft hat. Ganz toll! Weil ich nicht aber den Geburtstag nicht komplett absagen wollte, habe ich überlegt was wir stattdessen machen können. Wir fahren jetzt direkt nach Peine und von dort wieder nach Hause, sollte ein Notfall in der Firma eintreten sind wir in 5 Minuten auf der Autobahn, in Celle würden wir erst ewig fahren um zur Autobahn zu kommen.
 
 Gestern habe ich mich noch handwerklich bemüht und habe meinen kaputten Fahrradkorb vom Lenker abgebaut. Heute wollte ich den Neuen anbringen und was ist? Ich habe keinen passenden Schraubenschlüssel für die Radmuttern gefunden. Es ist zum Heulen sowas passiert immer, wenn ich mal beweisen will, dass ich etwas alleine kann.
 
Draußen gießt es in einer Tour und ich habe nicht mal Lust rauszugehen. Vielleicht packe ich einfach weiter meine Sachen für die Klinik und höre dabei Musik? Ich habe gerade gestern gelesen, dass Musikhören gut tut.
 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Sagte ich neues Glück?


Mein Glück kennt ihr ja...
Letzte Woche war ich ja beim Zahnarzt und alles war okay. Gestern dann meinte spontan ein Backenzahn, dass es toll wäre wenn direkt am Zahnfleisch ein Stück vom Zahn abplatzt. *brummel* Natürlich ist mein Zahnarzt auf Fortbildung, aber Donnerstag ist er wieder da und ich habe gleich einen Termin für den späten Vormittag bekommen. Zum Glück habe ich (noch) keine Schmerzen und notfalls habe ich noch einen Blister Dolomo Tag und Nacht.
Leider ist das Wetter jetzt auch hier herbstlich grau und kühl. Wie gut, dass ich gestern noch die Sonne genutzt habe, und heute ist Tee Wetter und außerdem gibt es Zwiebelkuchen zum Abendessen, da kann ich so richtig drauf. Früher als Kind habe ich mich vor Zwiebeln geekelt und habe erst mit 18 oder 19 Zwiebelkuchen probiert und seitdem könnte ich mir für all die verpassten Jahre Zwiebelkuchen in den Hintern beißen. Wir nehmen gern den Flammkuchenteig von Tante Fanny und den Belag mache ich natürlich selber: Zwiebeln, magerer Schinken, Kümmel, ein großzügiger Schuss Weißwein, etwas Parmesankäse und Creme Fraiche. Etwas anders, als ihn andere machen, aber wir finden es so superlecker. Esst ihr auch gern Zwiebelkuchen?

Montag, 5. Oktober 2015

Neue Woche, neues Glück


 
Die neue Woche startet mit einem weiteren traumhaften Herbsttag. Ich war draußen um Fotos zu machen und ein bisschen Herbstdeko sammeln, die benötige ich für ein Geburtstagsgeschenk am Samstag. Wir feiern in Peine die Geburtstage meines Schwagers und meines Neffen.
 
 
Nebenbei habe ich immer das Telefon im Auge, es könnte ja sein das Bad Bramstedt unverhofft früher anruft. War ja schon öfter so...
 
Abgesehen davon, habe ich mir vorhin etwas im Schulter-Nacken-Bereich vergniesgnaddelt. Da muss dann wieder dieser tolle Wärmebalsam vom Tetesept ran, der hilft mir immer ganz toll beim Muskeln entspannen und ich finde ihn wirksamer als Wärmepflaster.
 

Sonntag, 4. Oktober 2015

Heute gibt`s chinesisch


 
Esst ihr auch gern chinesisch oder allgemein asiatisch?
 
Ich habe einen richtigen Jieper darauf und wir haben alles da: Hähnchenbrustfilet und einen leckeren Tiefkühl-Gemüse-Mix und evtl. noch Chinanudeln dazu. Allein der Gedanke daran, lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
 
Ansonsten werde ich nachher noch eine Runde rausgehen, die Sonne scheint noch so schön und Sonnenschein tut der Seele so gut. Meiner jedenfalls.

Samstag, 3. Oktober 2015

Sonniger 3. Oktober

 
Der Tag der deutschen Einheit hat sich wettertechnisch von seiner schönsten Seite gezeigt. Das wurde prompt genutzt um den Grill noch einmal anzuwerfen. Dafür habe ich gern auf mein Frühstück verzichtet, um Würstchen und Brot mit Kräuterbutter zu genießen. Während die Kohle zum Glühen gebracht wurde, habe ich einen Spaziergang gemacht um noch etwas Herbst einzufangen. Für mich war dieser Tag einfach perfekt und was habt ihr so gemacht?


Hatte ich erwähnt, dass mich gestern noch eine Migräne lahm gelegt hat? Ich habe versucht sie zu ignorieren, ich war sogar beim Arzt um meine Grippeschutzimpfung abzuholen, aber mittags ging dann nichts mehr. Also Sumatriptan nehmen und ab ins Bett. Abends ging es mir dann wieder gut und wir konnten "Alles steht Kopf" schauen gehen. Dieser Film ist wunderbar, ich hatte das Gefühl zu sehen, was in meinem Kopf passiert, wenn die Depression übernimmt. Ich kann euch nur empfehlen: schaut euch diesen Film an.



 
Trinkt ihr eigentlich auch gerne Tee? Ich habe mir eine schöne neue Tasse gegönnt, die dann auch mit in die Klinik darf und dazu packe ich mir einen Beutel voll mit verschiedenen Teesorten. Ich sehe mich abends mit einer schönen Tasse Tee am Schreibtisch sitzen und in einem meiner Malbücher mit Buntstiften malen...
 
Das ich im Februar Großtante werde hatte ich ja, glaube ich, schon erzählt. Als mir dieses allerliebste Raupe Nimmersatt Set über den Weg gelaufen ist musste ich gleich zuschlagen. Das bekommt mein Neffe, als werdender Vater, am 10.10. zum 28. Geburtstag. Während ich mich auf diese Familienfeier freue, bin ich doch froh, wenn sie vorbei ist. Viele Menschen sind irre anstrengend...

Freitag, 2. Oktober 2015

Dicke Frau auf der Waage


Ich habe mir gestern diesen Kalender bei Aldi gekauft.
 
Unglaublich, ich habe es getan, ich war auf der Waage. Ich bin heute aufgewacht und dachte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann?
 
137,4 Kg ist natürlich mehr als beim letzten Wiegen im Januar, aber wer weiß, was ich zwischendurch schon gewogen habe? Auch wenn es kein schönes Ergebnis ist, ich bin stolz, dass ich auf die Waage gegangen bin.
 
Jetzt hoffe ich, dass der Nebel sich verzieht und ich nachher im Sonnenschein zum Arzt kann um mir meine Grippeschutzimpfung zu holen. Wer weiß wann die Grippesaison startet und in der Klinik mit so vielen Menschen, kann es nicht schaden geschützt zu sein.
 
Habt ihr Pläne für das Wochenende? Morgen wollen wir unser Abschlussgrillen nachholen, denn es soll nochmal ganz nett werden, ansonsten haben wir keine konkreten Pläne.
 
Wir lesen uns
 
 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Haben sie abgenommen?


 
Heute Vormittag hatte ich wieder 2,5 Stunden Zeit vor der Therapie. Also habe ich das herrliche Herbstwetter genutzt und bin mit dem Fotoapparat über den Ohlsdorfer Friedhof gezogen. Es war herrlich ruhig und kaum Menschen unterwegs. Es hat mir richtig gut getan.
 
Das erste was der Therapeut mich fragte: "Haben sie abgenommen?" Ich sehe scheinbar etwas schlanker aus *lach* aber ich weiß es nicht, denn ich war noch immer nicht auf der Waage.  Tatsächlich kam mir meine Jeans heute morgen sehr locker vor...
 
 

Mittwoch, 30. September 2015

Ich fühle mich unverstanden


 
Gestern Abend habe ich bei meinen Eltern angerufen um ihnen zu erzählen, dass ich die Kostenübernahme der Krankenkasse bekommen habe. Habe ich tatsächlich damit gerechnet, dass meine Mutter sich für mich freut? Doch, eigentlich schon. Das Thema war allerdings ganz schnell abgehakt und zurück blieb ich mit dem Gefühl das meine Mutter zweifelt, dass mir der Aufenthalt etwas bringt. Ja, ich bin anders, aber nicht freiwillig. Ich habe mir nicht ausgesucht, ein Mobbingopfer zu sein, nicht zu lernen wie ich meiner Mutter widerspreche und immer Angst davor zu haben, dass sie mich wieder mit Nichtbeachtung straft, weil ich irgendwas gemacht habe, was sie ärgert. Das ich Zwänge entwickelt habe, die ich bis vor einigen Monaten nicht als solche erkannt habe, über die ich aber mit keinem außerhalb der Therapie reden kann, weil keiner es verstehen würde und mich für das was ich bin und mache verachten würde. Naja, mit meiner Schwägerin habe ich mich getraut zu reden, sie würde mir alle erdenkliche Unterstützung geben, doch ich bin noch nicht so weit andere Menschen in dieses mein Chaos hineinzuziehen. Erst muss in meinem Kopf die Barriere fallen, dass ich kein schlechter Mensch bin nur weil ich anders ticke.
 
 
Wie ihr hier seht, bin ich schon beschäftigt damit zu planen, was ich denn so alles für die Klinik brauche. Der Plan "ich nehme dieses Mal weniger Gepäck mit" scheint nicht aufzugehen, denn Winter Bekleidung braucht mehr Platz und ganz ehrlich, ich komme nicht mit nur 2 Jeans, 4 Oberteilen, 1 Sporthose und 2 T-Shirts aus. Ich brauche Schals, weil ich so empfindlich im Nacken bin, ich brauche Indoor- und Outdoor Turnschuhe, ich brauche Stiefel, falls es glatt und kalt wird, ich brauche normale Halbschuhe und Biolatschen und Badelatschen und ich brauche Pumps (ja, der Schönmachtag könnte anfallen, wenn ich da bin.)...
Allein der Bademantel füllt einen halben kleinen Koffer *ächz*
Jacken brauche ich auch, nicht nur eine für nicht ganz so kalte Tage, sondern auch eine gegen empfindliche Kälte. Mütze, Schal, Handschuhe und megawichtig: MEIN FAHRRAD! Bad Bramstedt ist zwar klein, doch der Weg in die "Innenstadt" zieht sich zu Fuß doch recht lang und wenn ich etwas kaufen will, wie zum Beispiel Cola Zero etc. dann ist es viel einfacher mit dem Rad zu transportieren, als es zu schleppen.
 
Gestern Abend habe ich erfahren, dass ein lieber Mitpatient vom letzten Mal wohl auch im November/Dezember wieder in der Klink ist. Es ist so schön, wenn man sich neben der Therapie auf vertraute Gesichter freuen kann.
 
Jetzt werde ich mal den nächsten Rutsch Wäsche aufhängen und hoffen, dass DHL heute früher kommt als gestern, denn nachher muss ich noch den Göttergatten von der Arbeit abholen.
 
Ich wünsche euch einen sonnigen Mittwoch
 

Dienstag, 29. September 2015

ICH DARF!


 
Was für ein sonniger Tag! Und ich strahle fast noch mehr.
Der beste Postbote der Welt hat mir den ersehnten Brief der Krankenkasse gebracht. Hätte mich jemand beobachtet und gefilmt, ich wäre wahrscheinlich auf Youtube gelandet. Wirres OMG OMG OMG Gemurmel verbunden mit wildem aufreißen eines Briefkuverts.
Wieder in der Wohnung angekommen, habe ich als erstes in der Schön Klinik angerufen um mitzuteilen, dass ich die Kostenübernahme bekommen habe. Jetzt weiß ich, das die voraussichtliche Aufnahme Anfang/Mitte November erfolgen wird, aber natürlich kann es jederzeit sein, das jemand abspringt und ich als Ersatz einrücken darf.
Ich bin so erleichtert und geradezu euphorisch. Schade ist nur, dass mein Laptop das zeitliche gesegnet hat, denn mit dem iPad oder dem Smartphone hat das Bloggen nicht so richtig funktioniert.

Montag, 28. September 2015

Und er hat nicht mal gebohrt


 
Das war der schönste Zahnarztbesuch seit vielen Jahren:
Kontrolle = alles Super!
Wir haben mehr Zeit damit verbracht über mein derzeitiges Buch (Das Rosie Projekt von Graeme Simsion) zu reden, als die Untersuchung selber gedauert hat.
 
Danach habe ich der Buchhandlung einen Besuch abgestattet, denn ich habe gestern auf  der Rowohlt Verlag Facebook Seite über ein Buch gelesen, dass ich unbedingt haben wollte:
 
 
Und meine Lieblingstasche ist in die ewigen Jagdgründe eingegangen.
Ein seitlicher Reißverschluss ist kaputt gegangen und im Leder vorne war ein Loch.
Todesmutig habe ich mich nach einer neuen Tasche umgesehen, doch die die mir gefielen waren nicht zum umhängen oder zu klein und die, die gepasst hätten waren optisch nicht mein Ding.
Erschreckend wie anstrengend es ist mutig zu sein: in die Geschäfte rein und wieder rauszugehen ohne etwas zu kaufen, noch dazu ganz alleine.
 

Sonntag, 27. September 2015

Urlaubsende


Gestern zog eine dicke graue Wolke über uns hinweg und passte irgendwie toll zum Flugzeug und den Vögeln
 
Mein Vorgespräch in Bad Bramstedt ist 2,5 Wochen her und ich warte auf Post von der Krankenkasse. Eine liebe Freundin, von einem vergangenen Aufenthalt dort, darf am Dienstag wieder auf die Adipositasstation. Ich freu mich für sie und bin auch etwas neidisch und traurig, denn es wäre toll gewesen, dort wieder Zeit mit ihr verbringen zu können.
 
Ab Morgen geht mein Mann wieder arbeiten, drei Wochen Urlaub sind arg schnell vergangen. Wir haben einige schöne Ausflüge gemacht und das schlechte Wetter weggekuschelt. Einerseits finde ich es schade, dass ich ab morgen wieder tagsüber allein bin, andererseits wird es mir vielleicht auch guttun. Jedenfalls starte ich die neue Woche mit einem Zahnarzttermin, allgemeine Kontrolle und ich hoffe, dass ich diesmal ohne kostenintensive Folgebehandlungen davon komme, obwohl ich ja diesmal eine Zahnzusatzversicherung habe.
 
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, der hoffentlich genauso so sonnig ist wie hier.
 
 

Mittwoch, 23. September 2015

Selfie mit Mann


Ich musste so lachen, weil mein Mann behauptet hat, dass ich nie in die Kamera schauen würde
 
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass wir unser Abschlussgrillen ausfallen lassen mussten?
Das angekündigte Wetter kam in Form von Monsterschauern, dafür hatten wir am Sonntagnachmittag, als wir die Hunde hatten, traumhaften Sonnenschein. Also  nutzten wir die Gelegenheit für einen wunderbaren Spaziergang und die Sonne hat mir richtig gut getan, jedenfalls am Sonntag. Der Montag hat mir eine Migräne direkt aus der Hölle beschert und ich habe ein paar Stunden im Bett verbracht, bis es mir dank Sumatriptan wieder gut ging.
 
Bei uns sind jetzt 2,5 Wochen von 3 Wochen Urlaub rum. Ich denke der Göttergatte konnte sich ganz gut erholen und wenn er Abends mit seinen Kollegen Guild Wars spielt, widme ich mich meinen Büchern. Falls das mit Bad Bramstedt klappt, muss ich ja meine Rezensionsexemplare bis dahin abarbeiten. Jetzt lese ich "Das Meer in deinem Namen" von Patricia Koelle, ich habe es bei She`s got the Book gewonnen. Wahrscheinlich hätte ich mir das Buch selber nie gekauft und hätte eine wirklich zu Herzen gehende Geschichte verpasst.
All meine ausgelesenen Bücher sammle ich und gebe sie im Oktober an meine "Schwiegernichte" weiter, wenn sie als Krankenschwester Nachtdienst hat, liest sie gerne, wenn es die Zeit zulässt.
 
 
Im übrigen wünsche ich euch einen schönen Herbstanfang
 
 
 

Dienstag, 22. September 2015

Schön Klinik Bad Bramstedt einfach mal ein paar Bilder


 
Weil ich nette Kontakte über http://www.klinikbewertungen.de/ hatte, dachte ich mir, dass ich einfach noch mal kurz die Schön Klinik in Bad Bramstedt vorstelle. Das ich dort immer zufrieden bin ist ja bekannt und ich hoffe sehr, dass ich wieder die Chance bekomme ein paar Wochen intensiv an mir zu arbeiten. Die Adipositasstation (BNull früher14) ist seit fast zwei Jahren aus dem Kellergeschoss in das Erdgeschoss verlagert.
 
Die Medizinische Zentrale und der Flur Richtung Haupteingang
 
Das war beim letzten Aufenthalt mein Zimmerfenster

Es gibt verschiedene Aufgaben innerhalb der Station die eigentlich wöchentlich rotieren


Letztes Mal hatte ich das Glück ein Zimmer zu haben, dass im ehemaligen Privatpatiententrakt liegt. Die Zimmer sind etwas schöner, als die Standardzimmer für Kassenpatienten. ABER: auf der Adipositasstation gibt es nur Einzelzimmer und allein das reicht aus um jedes Zimmer toll sein zu lassen.
 
Letztes Mal war der Kühlschrank frei, aber es war wohl im Gespräch die Kühlschränke als Bezahlleistung
einzurichten.

Man kann sich einen Fernseher mieten. Es gibt die normalen Programme und 3 Pay TV Sender + diverse
Radiosender
 


 
Dieses war mein Zimmer, als die Station noch im Kellergeschoss war.
So und ähnlich sahen aber auch die meisten Zimmer im Erdgeschoss aus

Es gibt jetzt Flachbildfernseher

 

Aufenthaltsbereich Teil 1

Aufenthaltsbereich Teil 2

Das Schwimmbad, hier findet Wassersport statt und an den meisten Abenden kann man hier auch so schwimmen gehen. Dazu die Aushänge beachten

Sonntag, 20. September 2015

REZENSION: "Wolfgang muss weg!" von Cathrin Moeller

 
 
  • TITEL: Wolfgang muss weg!
  • erschienen bei Mira Taschenbuch
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 320 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3956491931
 
INHALTSANGABE
 
Da liegt er nun, ganz friedlich - in der Tiefkühltruhe zwischen Erbsen und Möhrchen: Wolfgang, Annemies Gatte. Einst erfolgreicher Polizist, bekennender Macho, einfallsloser Liebhaber. Jetzt mausetot. Dass es nur ein Unfall war, dafür hat Annemie keine Zeugen. Zum Glück weiß sie als gute Hausfrau, wie man Blutflecken entfernt. Doch als sich plötzlich die anstrengende Schwiegermutter bei ihr einquartiert und Wolfgangs bester Freund herumzuschnüffeln beginnt, begreift Annemie, dass ihr Mann seinen Frieden nicht dauerhaft in der Tiefkühltruhe finden wird. Mit ihrer Schwiegermutter und ihrer besten Freundin Dörte begibt Annemie sich auf eine irrwitzige Odyssee. Vorbei an neugierigen Zöllnern, verzweifelten Ex-Geliebten und einem viel zu attraktiven Carabinieri - immer mit der Leiche im Gepäck...
 
REZENSION
 
Tatsächlich habe ich dieses Buch schon im August gekauft, um es meiner Mama Anfang September zum Geburtstag zu schenken. Das Cover sprach mich an und der Klappentext überzeugte mich vollends und meine Mama hat sich auch wirklich wie erwartet gefreut. Insgeheim hatte ich schon geplant, mir das Buch zu leihen, wenn sie es gelesen hat und dann bekam ich das Angebot, das Buch rezensieren zu dürfen und ich konnte nicht nein sagen.
Gestern Morgen gegen 10.30 Uhr hat mir der Postbote das Buch überreicht und da das Wetter eh bescheiden war, habe ich mich gleich dem Buch gewidmet und war heute Morgen um 09.36 Uhr durch.
 
Gleich im ersten Kapitel lernen wir Wolfgang zu hassen, ich wollte ihn schon nach den ersten paar Seiten töten und habe mich gefragt, wie Annemie es 18 Jahre mit dem Ekel ausgehalten hat:
 
- "Annemie, das ist aber nicht Muttis selbst gemachte. Wieso kaufst du immer dieses geschmacklose Zeug im Supermarkt?"
 
-"Labberig. Dieses Ei hat niemals sechs Minuten gekocht. Mir ist der Appetit vergangen."
 
- "Kannst du nicht mal was Hübsches anziehen? Du siehst immer so verwahrlost aus. Geh mal zum Friseur. Schmeiß endlich diesen vergilbten Bademantel weg! Und mal ehrlich, etwas Sport würde dir auch guttun."
 
Daraufhin geht Annemie erstmal zurück ins Bett und guckt später fadenscheinige Dokusoaps bevor sie anfängt den Hausputz zu machen. Jemand schleicht sich von hinten an sie ran und als Selbstverteidigung klatscht sie ihm den Schrubber ins Gesicht, im Handgemenge gibt es einen Knall.
Dann stellt Annemie fest, dass die leblose Person am Boden ihr Mann ist, doch warum steckt eine Kartoffel auf der Pistole? Während sie versucht den Hergang zu rekonstruieren, klingelt das Telefon und ihre nervige Schwiegermutter ist dran um sich bei Annemie und Wolfgang einzuquartieren. Hektisch versucht sie die Leiche aus dem Weg zu schaffen und wirft sie schlussendlich die Kellertreppe runter und verstaut sie in der Tiefkühltruhe unter dem Gemüse, dann putzt sie hektisch das Blut weg und lasst die Patrone sowie die Hülse verschwinden. Ebenfalls muss der vom glatten Durchschuss getroffene Schlüsselkasten verschwinden und was wenn die Schwiegermutter wie immer die Kühltruhe inspiziert? Mit der Flex entfernt Annemie die letzten drei Treppenstufen in den Keller um die gehbehinderte Schwiegermutter aufzuhalten.
 
Erschwerend kommen die neugierige alte Nachbarin Frau Feldmann hinzu, die einen Schuss gehört haben will, der beste Freund von Wolfgang liefert einen Hänger voll Sand und einen Betonmischer. Annemie erfindet jede Menge Lügen um glaubhaft zu versichern, warum Wolfgang nicht anwesend ist und nicht zum Dienst erscheinen kann. Von einem Kollegen erfährt sie, dass der Chef wenig erfreut ist über die künstliche Urlaubsverlängerung, da Wolfgang doch ab Montag ohnehin drei Wochen Urlaub hätte. Annemie ist verwirrt, denn ihr hat Wolfgang erzählt er müsse zu einem Anti-Terror-Lehrgang.
 
Als Anniemes beste Freundin Dörte auftaucht, merkt diese gleich, das etwas nicht stimmt. Die Schwiegermutter wird mit einem Schlafmittel außer Gefecht gesetzt. Die beiden Freundinnen ermitteln und finden heraus, dass Wolfgang eine Geliebte hat. Dörte ist sehr kreativ und beide finden recht schnell vieles heraus und entführen kurzerhand die Geliebte und stellen auch sie mit Schlafmittel ruhig.
 
Die beiden Frauen beschließen Wolfgang in Italien zu entsorgen und verstecken ihn unter dem Sand auf dem Anhänger, den sein bester Freund auf der Einfahrt hat stehen lassen. Also machen sich die 4 Frauen gemeinsam auf nach Italien mit dem toten Wolfgang im Gepäck.
 
Angekommen geht das eigentliche Abenteuer erst richtig los.
 
FAZIT:
 
Zu gut um es wieder aus der Hand zu legen. Angenehmer Schreibstil und eine so irrwitzige Geschichte die mich gefesselt haben. Ich hoffe, dass dieses Buch verfilmt wird, obwohl ich vom Film sicher enttäuscht wäre. Wenn ihr also schwarzen Humor mögt, dann solltet ihr euch unbedingt dieses Buch kaufen, ihr werdet es lieben. Ich hoffe, dass Cathrin Moeller noch mehr Bücher schreibt, denn ich werde sie mit Begeisterung lesen (verschlingen).
 
***** 5 von 5 Sternen
 
An dieser Stelle noch einen ganz lieben Dank an Catherine Knauf von Literaturtest

Samstag, 19. September 2015

REZENSION: "Kommt eine Frau zur Hochzeit" von Helena S. Paige

 
 
  • TITEL: Kommt eine Frau zur Hochzeit
  • VON: Helena S. Paige
  • erschienen im Goldmann Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 320 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3442481255
INHALTSANGABE
 
Deine beste Freundin heiratet, und du sollst ihre Brautjungfer sein. Plötzlich hast du alle Hände voll zu tun. Der Junggesellinnen-Abschied will organisiert werden, die Braut muss beruhigt werden, und sind eigentlich auch interessante Männer eingeladen? Tatsächlich wäre da der attraktive Trauzeuge oder der sexy Pilot von Seiten des Bräutigams. Vielleicht wird es ja doch ganz lustig...Wie sähe deine perfekte Feier aus? Wähle dein eigenes aufregendes Abenteuer aus: Deine Fantasie, Deine Wahl, Dein Happy End!
 
 
REZENSION
 
Helena S. Paige ist ein Pseudonym dreier Freundinnen, die gemeinsam unterhaltsame, selbstbewusste Erotik-Romane schreiben. Eben auch dieses  "sexy Rollenspielbuch"
 
Es ist eher ungewöhnlich ein Buch zu lesen, in dem man selber die Handlung bestimmt. Am Ende jeden Kapitels darf man entscheiden wie es weitergehen soll, so zum Beispiel gleich nach der Brautkleidanprobe: Willst du Jane sagen, dass das Kleid ein absoluter Albtraum ist, oder findest du das Kleid hinreißend? Daraus ergeben sich unterschiedliche Geschichten und wirklich abstruse Sexgeschichten, die so unwahrscheinlich konstruiert sind und wirken, als ob jeder Mann gerade mal 2 Minuten schafft, bevor er und "ich" kommen.
 
Auch bin ich nicht dahinter gekommen, ob sich auf Seite 89 ein Druckfehler befindet, oder die Leserin hier geprüft werden soll: denn wenn man erstmal zu Seite 89 weitergeleitet wird ist man in einer Endlosschleife gefangen und ich habe nicht herausgefunden, wo es an dieser Stelle eigentlich weitergehen soll.
 
FAZIT
 
Ich habe mir etwas anderes unter diesem Buch vorgestellt, aufregender und nicht nur voll mit seltsamen alkoholgeschwängerten Quickies, die "mich" total dämlich dastehen lassen. Eigentlich hätte ich erwartet, dass dieses Buch etwas in mir auslöst. Es hat etwas ausgelöst: Langeweile statt Erregung.
 
* 1 von ein 5 Sternen
 
An dieser Stelle noch einen allerliebsten Dank an Katrin Cinque Random House - Goldmann für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.
 

Freitag, 18. September 2015

Ohne Befund


 
Ich bin immer noch etwas wirr im Kopf von der Kurznarkose, aber immerhin weiß ich, dass mein Magen vollkommen in Ordnung ist. Keine Entzündungen etc. Mit anderen Worten, meine Schmerzen sind wohl psychosomatisch.
 
Der beste Ehemann der Welt, hat mich vom Arzt abgeholt und hatte in der Zwischenzeit schon eine Tomatensoße mit Kochschinken und Erbsen gekocht, sodass er später nur noch Tortellini machen musste. Nach fast 15 Stunden mit nur einem halben Liter Wasser hatte ich wirklich Appetit und wahnsinnige Kopfschmerzen.
 
Am Wochenende soll das Wetter noch mal ganz nett werden, also werden wir noch einmal den Grill in Gang schmeißen, bevor er in den Winterschlaf geht und am Sonntag haben wir ein GassiDate mit Jacky und Jonny.
 
Ferner muss ich vermelden, dass ich echt blöd bin. Ich wollte mir bei Ulla Popken einen neuen Bademantel bestellen, bis mir einfiel, dass ich ja auch einfach den von meinen Mann nehmen kann. Ein leuchtendes blau passt auch zu mir und Axel benutzt ihn eh nicht.
 
Habt ihr auch schöne Wochenendpläne? Wie auch immer: genießt es!
 
 

Donnerstag, 17. September 2015

REZENSION: "Mami, warum sind hier nur Männer?" von Volker Surmann

 
  • erschienen im Goldmann Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 288 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3442482078
 
INHALTSANGABE
 
Verkehrte Welt im Gay-Resort auf Sardinien: Hotelier Helmer Klotz, selbst schwul, verachtet seine homosexuelle Klientel aus tiefstem Herzen. Dann gewährt er in einer Notsituation Ilka, einer frisch verlassenen Mutter mit ihren zwei Kindern, Unterkunft. Damit treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können. Denn auf eine Konfrontation mit so viel Heterosexualität sind Helmers Hotelgäste nicht vorbereitet, die aufgeweckte Kleinfamilie stiftet ordentlich Unruhe und Chaos. Und doch sind es am Ende ausgerechnet die von der Liebe enttäuschte Heterofrau und ihre Kinder, die dem bärbeißigen Hotelchef vor Augen führen, dass es unter Homosexuellen durchaus auch liebenswerte Exemplare gibt.
 
 
REZENSION
 
Zu Beginn lernt man Helmer Klotz kennen: ein schwuler Hotelier, der ein Gay-Resort namens "Rainbow Inn" auf Sardinien betreibt. Er verachtet seine hedonistische Klientel zutiefst und bezeichnet sie als Schwuppen, doch er ist Profi genug seine Gäste nicht von seiner Abneigung spüren zu lassen.
 
Ilka hat ihren Mann, Dennis, zum wiederholten Male beim Fremdgehen erwischt und das im Familienurlaub auf Sardinien. Nach einem Streit packt Ilka das Gepäck und die Kinder ins Auto und fährt Richtung Cagliari. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und das Auto bleibt an einer Küstenstraße liegen. Tropfnass kommen Ilka, Thea und Felix im Rainbow Inn an.
Gregor der Nachtportier möchte die "Bio-Frau" und ihre Kinder am Liebsten sofort wieder los werden, immerhin wirbt das Hotel damit frei von Kindern und Heteros zu sein.
 
Helmer bietet der kleinen Familie an, erst einmal im Hotel zu bleiben und am kommenden Tag um alles weitere zu kümmern. Morgens beim Frühstück gibt es Kommentare wie " Ihhh, ein Kind!" Felix flippt vor Freude aus, als er Schoko-Croissants entdeckt. Eine der "Gastschwuppen" kreischt daraufhin und lässt die Kaffeetasse fallen, ich stelle mir die Person ähnlich wie Albert aus "The Birdcage" vor. Helmer bietet an, das Gepäck mit Ilka aus dem Wagen zu holen, während Andreas der Tagportier sich um Rückflüge nach Deutschland kümmern soll.
 
Der 6jährige Felix hat einen ausgeprägten Rosafimmel und tobt mit seiner pinken Badehose um den Pool, während Thea sich mit dem Transvestiten Olga diValdfee anfreundet.
Felix empfindet Freude bei dem schwulen Chor, Die Nachtigayllen, mitzusingen. Anfangs fühlen sich Gäste von der kleinen Familie arg gestört, doch schon bald erobern die Familie alle Herzen im Sturm und sie erfahren viel über die Gäste und deren Leben. Thea und Felix setzen sich in den Kopf Olga und Helmer verkuppeln zu wollen, schließlich wären doch beide einsam, und leiern einen Ausflug an zu dem auch der Portier Andreas mitkommt.
Beim Wandern singen sie und Felix singt laut mit:
 
 
Leider missversteht der kleine Felix eine Redewendung und Olga verletzt sich dabei, so dass die Wanderung abgebrochen werden muss. Am Hotel angekommen steht dort Dennis und wartet auf seine Frau und die Kinder, nachdem er schon für viel Wirbel im Hotel gesorgt hat.
 
FAZIT:
 
Göttlich! Ich war fast das gesamte Buch hindurch am Grinsen. Volker Surmann hat wunderbar die Klischees bedient, aber auch damit aufgeräumt. Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen, triste Gedanken kann man damit wunderbar vertreiben. Nicht nur das, wenn ihr wissen wollt, was alles passiert und ob es ein Happy End gibt, müsst ihr das Buch unbedingt lesen.
 
***** 5 von 5 Sternen (ich würde ja sogar 7 von 5 geben)
 
An dieser Stelle noch einen allerliebsten Dank an Katrin Cinque Random House - Goldmann für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.
 
P.S.: Herr Surmann, wer ist denn No.4?