Donnerstag, 17. September 2015

Es herbstelt


 
Was macht man bei Schietwetter, wenn man Urlaub hat?
Nur zu Hause sitzen ist langweilig, draußen sein bei Regen ist doof!
Also haben wir uns auf den Weg zum großen Gartencenter gemacht und dort rumgestöbert, für mich die Chance ein paar Aufnahmen zu machen.
 
https://instagram.com/simone_aka_shayariel/
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Morgen Mittag steht dann die Magenspiegelung an, ich bin froh, wenn es vorbei ist und hoffentlich mit positivem Befund.
Mal schauen, was wir heute noch unternehmen können, ich brauche Ablenkung vom Kopfkino und mein aktuelles Buch ist schon fast wieder durchgelesen, also erwartet bald eine neue Rezension.
 
Mein Vorgespräch ist jetzt auch schon über eine Woche her, langsam kann ich angefangen aufgeregt in den Briefkasten schauen, ob mir die Techniker Krankenkasse die ersehnte Zusage erteilt. Letztes Mal kam die Zusage, als wir gerade 2 Wochen an der Nordsee (Dezember) waren und in der Klinik hieß es, eine Aufnahme würde dann Ende Januar/Anfang Februar erfolgen, dann ging es aber doch schon am 14. Januar los. Dadurch, dass ich in der Nähe wohne, kann ich immer zeitnah als Ersatz kommen. Also werde ich, WENN eine Zusage kommt schon anfangen meine Sachen zusammenzupacken, damit ich bereit bin und weil ich weiß, dass ich in der Eile vieles vergessen würde, TROTZ der POST ITS auf dem Bildschirm...
 
Ich bin irre, oder?
 
 

Montag, 14. September 2015

REZENSION: Letzte Nacht von Catherine McKenzie

 
 
  • TITEL: Letzte Nacht
  • erschienen im Heyne Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 416 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3453418707
 
INHALTSANGABE
 
Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren wird und stirbt, fällt das Leben seiner Frau Claire in sich zusammen. Sie hat keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen. Dann reist auch noch Jeffs Bruder an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil, aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist, das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich wird Claire auf sie aufmerksam und fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann verbunden hat...
 
REZENSION
 
Eigentlich mag ich Bücher aus der Ich-Perspektive nicht, wenn es dann noch aus drei Ich-Perspektiven erzählt wird, sollte man meinen, dass die Konfusion komplett ist. Während es einerseits sehr angenehm war die Geschichte  aus der Perspektive von Jeff, seiner Frau Claire und der Geliebten Tish zu erleben, war es nicht immer einfach auf Anhieb zu wissen, wer gerade erzählt. Es wäre schön, wenn die einzelnen Kapitel die Namen der Protagonisten angeführt hätten.
 
Jeff hat sich in einer Firma hochgearbeitet und nachdem er einen Mitarbeiter kündigen muss, beschließt er zum Abschalten zu Fuß nach Hause zu gehen, dabei kommt es zu einem tragischen Unfall. Zu Hause warten seine Frau und der gemeinsame Sohn auf ihn, bis dann die Polizei kommt um die traurige Nachricht zu überbringen. In einem anderen Haushalt, wundert sich Tish, dass Jeff sich nicht bei ihr meldet, es macht sie wahnsinnig, nichts zu hören und spricht darüber mit ihrer Freundin. Tish`s Ehemann und die gemeinsame Tochter sind an diesem Wochenende auf einem Wettbewerb und bekommen nicht mit, wie zerrissen Tish ist. Erst am Montag erfährt Tish in der Firma, dass Jeff tödlich verunglückt ist.
 
Im Laufe des Buches erfährt man, wie sich Jeff und Tish kennengelernt haben, auch Claire und Tish sind sich auf der gleichen Veranstaltung schon begegnet.
Zur Beerdigung erscheint auch Tim, Jeffs älterer Bruder, mit dem Claire in jungen Jahren zusammen war. Tish verlässt die Kapelle als Jeffs Sohn ein Gedicht vorträgt, das ihre Tochter geschrieben hat. Vor dem Leichenschmaus raucht sie draußen nervös eine Zigarette, Claire gesellt sich zu ihr und bittet auch um eine Zigarette, sie musste aus dem Trubel mit all den Trauergästen raus. Beide Frauen stellen fest, dass sie sich schon einmal getroffen haben, zudem fährt die Polizei vor um Claire die Besitztümer ihres verstorbenen Mannes zu überreichen.
Tish findet heraus, dass ihre Tochter während des Wettbewerbs zusammengebrochen ist und fliegt sofort heim, dort streitet sie sich mit ihrem Mann, weil ihr Handy aus war.
 
Aus Jeffs Sicht wird berichtet, dass sich Claire nach der erlittenen Fehlgeburt immer mehr veränderte und förmlich verschwand, er beschreibt es als ein Aquarell das auf einer Leinwand immer mehr verblasst, bis man nur noch die Erinnerung an das Gemälde hat. Auch hat er Claire erwischt, wie sie und Tim sich küssen.
 
Erst nach mehr als 2/3 des Buches wird Claire argwöhnisch und beginnt nachzuforschen.
 
FAZIT:
 
Jeff war das ganze Buch über präsent und erschien einem nicht tot, wirkliche Trauer konnte ich weder bei Claire, ihrem Sohn noch Trish erkennen. Ich habe das Buch schnell durchgelesen, weil ich immer dachte "Im nächsten Kapitel passiert was!" Das Buch ist nicht schlecht, aber das eigentliche Thema kommt viel zu kurz, daher vergebe ich
 
*** Drei von Fünf Sternen
 
An dieser Stelle noch einen allerliebsten Dank an Irmi Kreis vom Random House - Heyne Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Und jetzt noch der Zahnarzt


Die Apotheke hat mir mein Sumatriptan nach Hause geliefert und eine Überraschung beigelegt.
 
Heute erstmal beim Zahnarzt angerufen, ich muss noch meine jährliche Kontrolle hinter mich bringen. In zwei Wochen kann ich dann hin, ich hoffe, dass ich dieses Mal weniger kostenintensiv wegkomme.
 
Am Samstag waren wir von meiner Schwägerin und Familie beim Lieblingsmongolen zum Essen eingeladen. Wie immer war das Essen fantastisch. Ich habe drei Stück Geflügel gegessen, ein Löffel Reis, gebratene Reisnudeln mit Gemüse, 2 Minifrühlingsrollen, Pikante Soße und Dessert gegessen. Meine Schwägerin findet, dass sich Buffet für mich nicht lohnt *lach* Aus finanzieller Sicht stimmt das sicher, aber aus Sicht des Genusses war es ein Volltreffer für mich. Ich wurde auch wieder mit Geschenken verwöhnt: ein wunderschöner Schal (ich liebe Schals), ein Gutschein für die Thalia Buchhandlung (bereits online eingelöst) und vom Restaurant gab es für mich einen Gutschein für einmal kostenfrei essen. Der Samstag Abend war einfach schön, die Zeit verging wie im Flug.
 
Nebenbei habe ich wieder meine geliebten Kurznotiz-Zettel auf dem Desktop, auf dem ich alles notiere, was ich für BB brauche und vorbereiten muss. Ich vergesse sonst ja immer alles. Was wäre für euch wichtig mitzunehmen, wenn ihr länger in die Klinik geht?

Ich in 1995, bevor ich meine Ausbildung begann und immer fetter wurde

Samstag, 12. September 2015

REZENSION: "Helden in Schnabelschuhen" von Anselm Neft

 
 
  • TITEL: Helden in Schnabelschuhen
  • erschienen im Knaus Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • Taschenbuch, 288 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3813505610
 
INHALTSANGABE
 
Max und Katja haben gerade ihr Philosophiestudium abgeschlossen und wissen viel, nur nicht, was sie nun machen sollen. Als Katjas Cousin den beiden vorschlägt, mit der  Mittelalterband "Kobold" auf Tour zu gehen, sagen sie zu. Bald schon tragen die beiden als "Theoprastus Bombastus von Witterschlick" und "Sancta Benedicta - Wanderpäpstin und Gegenhure" wallende Gewänder und schmucke Schnabelschuhe. Die sommerliche Deutschlandtour wird nach anfänglichem Chaos zu einem vollen Erfolg. doch zwischen dem übergewichtigen Max und Katja stimmt bald gar nichts mehr, ihre Beziehung wird täglich komplizierter.
 
REZENSION
 
Ehrlich gesagt, war mir der Name Anselm Neft nicht wirklich geläufig, aber die Gruppe "Shelmish" mit der er herum tingelte, ist mir ein Begriff, durch diverse Mittelalter Festivals und meine persönlichen musikalischen Vorlieben. Deswegen hat mich das Buch auch sofort gereizt.
 
 
Auf den ersten Seiten des Buches fühlte ich mich, als wäre ich im falschen Film. Helmut Schmidt, der Altkanzler, in Bonn, noch dazu in einer irgendwie voyeuristischen Position. Der "innere Helmut" gehört zu Max und gibt auch immer wieder kluge Ratschläge. Max war ein seltsames Kind, die Lehrer wollten ihn auf eine Sonderschule abschieben. Er war spindeldürr und wurde im Laufe der Zeit von seiner Mutter rundgefüttert. Permanent war er Opfer von gemeinen Attacken seiner Mitschüler, bis Katja auf den Plan trat. Plötzlich wurde aus dem dicken Mobbingopfer Max Wesendonck "Der Donck"!
 
Max und Katja hängen immer zusammen rum und sind beide gleich drauf. Ihr philosophieren übersteigt meinen Horizont dann doch hin und wieder und ich kann dem Thema nicht folgen. Doch je weiter ich in das Buch reinkam und Kobold auf der Deutschlandtour begleiten konnte, begann ich mich wohlzufühlen. Unerwartet und auch ungeplant, gab es in diesem ein ganz aktuelles geschehen: Vor der Bühne auf der Kobold gerade ein Set spielte war eine Gruppe "besorgter Bürger" und Katja ist mutig vorgeprescht und hat ein wenig mittelalterliches Lied der Gruppe "Die Medici" angestimmt, perfekt zur #AktionArschloch die ich auch unterstütze:
 
 
 
Mein liebstes Zitat aus dem Buch findet man zu Beginn in Kapitel 8:
"Wenn es um besonders hässliche, trostlose und rundherum widerwärtige deutsche Städte geht, wird schnell Hannover ins Feld geführt." Das mag daran liegen, dass ich viele schlechte berufliche Erinnerungen an diese Stadt habe.
 
Die Situation zwischen Katja und Max spannt sich an, Katja hat sich in einen Journalisten verliebt, Max flirtet mit Nele, dabei ist er doch eigentlich seit 10 Jahren in Katja verknallt...
 
Mein Mann und ich auf der Hochzeit meiner Freundin
 
FAZIT:
 
Ein Buch mit viel Tiefgang und Humor der nicht jedem liegt. Ich habe das Buch mit anderen Erwartungen zu lesen begonnen und tat mich schwer Zugang zu finden. Anfang und Ende waren mir persönlich zu philosophisch, aber mittendrin unterhaltsam mit vielen Stellen zum Schmunzeln.
 
*** Drei von Fünf Sternen
 
An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Katharina Michel vm Random House - Knaus Verlag für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.
 

Freitag, 11. September 2015

Ich plane schon


 
Dieses Kissen hätte ich so gern von IKEA. Es ist ein Kinderkissen, aber ich bin sicher auch in meinem Alter kann man Sonnenschein gebrauchen und im Zimmer in der Klinik habe ich immer gern ein wenig Dekoration um es freundlicher zu haben.
 
Mein Mann fährt nachher mit mir zum Schweden und wenn ich eine passende Kuscheldecke finde, nehme ich das Kissen mit. (Eine passende Decke habe ich für 1,99 € bekommen, weil die Farbe aus dem Programm geht.)
 
"Sonnenschein" ist auch ein Begriff, den ich mit Bad Bramstedt verbinde. Es gibt dort Gruppenspiele zum Thema "Mittelpunkt" als ich im Mittelpunkt stand habe ich als Thema "Simone" vorgegeben und die anderen mussten Begriffe nennen, die ihnen dazu einfallen. Timo sagte "Sonnenschein" und damit hatte ich einen neuen Namen.
 
Hier sind übrigens Zimmerbeispiele und ihr seht, ich hab schon immer gern ein extra Kissen und Decke gehabt.
 
Übrigens, ich war heute morgen schon beim Doc, ich durfte wählen zwischen lokaler Betäubung und Kurznarkose. Ich nehme die Narkose, dann muss ich nicht mit meinen Ängsten kämpfen. Ach und der Bericht aus Bad Bramstedt ist auch schon da, so schwarz auf weiß klingt alles irgendwie schlimmer...
 
Mein Zimmer 2011

Mein Zimmer 2014, war früher mal für Privatpatienten
Schnellster und günstigster IKEA Einkauf aller Zeiten.
 

Donnerstag, 10. September 2015

Magenspiegelung Voraus!


 
Jaaaa! Mein Tag begann mit einer Migräne, was zu erwarten war, schließlich ist die rote Tante eingetroffen. Ich habe gleich morgens eine Sumatriptan genommen und bin ein paar Stunden im Bett Karussell gefahren, aber dann ging es mir wieder gut und der Göttergatte und ich konnten eine Runde um die Hoisdorfer Teiche drehen und auf dem Rückweg an einem Blumenfeld halten. 
 
Ich habe mich total über einen nachträglichen Geburtstagsstrauß gefreut. 
 
Doch vorher habe ich noch einen Termin für eine Magenspiegelung ausgemacht: nächste Woche Freitag um 12.15 Uhr. Es gruselt mich schon jetzt. Morgen oder Montag muss ich noch mal in die Praxis um mir ein paar Infos bezüglich des Geschehens geben zu lassen...

Gut gelaufen



Der Glubschi-Affe hat eine besondere Bedeutung bezüglich Bad Bramstedt.
Den habe ich gestern bei Famila in BB entdeckt
 
Gestern hatte ich mein Vorgespräch in Bad Bramstedt. Seitdem ich am Dienstag informiert wurde, dass ich mein Gespräch schon so bald habe, hat mein Magen sich immer mehr verknotet. Je dichter wir an BB kamen desto schlimmer wurde es. Mein Mann hat mich an der Klinik rausgelassen und sich einen Parkplatz gesucht und dann an "unserem"  Ententeich die Sonne genossen.
 
Mein Gespräch lief gut, zumindest hat es sich so für mich angefühlt, denn die Angst und Anspannung fiel nach ein paar Minuten ab. Die Klinik wird jetzt den Antrag auf Kostenübernahme stellen und dann werde ich in ca. drei Wochen wissen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall soll ich wieder auf die Station B-Null -(Adipositas), weil für mich der Sport dort besser ist, aber wegen meiner Ängste und Zwänge werde ich mich in fremde Gruppen begeben müssen und für mich kämpfen, das sorgt schon jetzt für Kopfkino der schlimmsten Art.

Der Flur vor der Medizinischen Zentrale
 
Ach ja, auf die Waage habe ich mich nicht gestellt...naja doch...aber die Batterie war leer. Ironie des Schicksals!

Dienstag, 8. September 2015

Geburtstagsüberraschung

 
Ja, dann wäre ich also 38.
Mein Tag begann um 5.30 Uhr weil ich nicht mehr schlafen konnte. Ganz toll, besonders weil der Göttergatte Urlaub hat und ich wirklich ausschlafen könnte. Gegen halb 10  waren wir dann zum frühstücken in "Dat Backhus" bei uns in Ahrensburg. Da mir das ganze Frühstück zu viel war, habe ich mir ein Brötchen mit Käse gemacht und in Servietten gehüllt mitgenommen.
 
Im Anschluss sind wir nach Warnsdorf zu Karl`s Erlebnisdorf gefahren, Sonnenschein und blauer Himmel mit Quellwolken an meinem Geburtstag muss man ausnutzen. Wir sind über den Kürbismarkt geschlendert, haben live Bonbonmacher bei der Arbeit gesehen, haben ein paar nette Dinge für andere Geburtstagskinder mitgenommen.
 
 
Wir sind dann gemütlich über Lübeck nach Hause gefahren, wo eine große Überraschung auf mich wartete: die Schön Klinik hatte angerufen und ich habe spontan zurück gerufen. Morgen um 14 Uhr habe ich mein Vorgespräch. Wer hätte gedacht, dass es soooo schnell geht, ich habe nicht vor November mit einem Gespräch gerechnet. Jetzt bin ich übelst nervös und aufgeregt. Außerdem bedeutet das, dass ich morgen auf die Waage MUSS!
 
 
 
 

Montag, 7. September 2015

REZENSION: "Wo steckst du, Bernadette?" von Maria Semple

 
Es spielt um Weihnachten herum, was liegt da näher, als den ersten Lebkuchen zum Buch zu genießen?
 
  • TITEL: Wo steckst du, Bernadette?
  • erschienen bei btb Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • Taschenbuch, 384 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978 - 3442748518
 
INHALTSANGABE
 
Bernadette Fox ist chaotisch, überfordert - und ungeheuer liebenswert. Ihr Ehemann Elgie, der neue Hoffnungsträger bei Microsoft, mag ihren Witz. Und ihre verrückten Ideen. Irgendwie auch ihre Unsicherheit, wenn sie mal wieder von quälenden Ängsten heimgesucht wird. Die anderen Mütter, allesamt perfekt organisiert, halten Bernadette allerdings für eine Nervensäge. Verantwortungslos. Schließlich beschäftigt sie online eine indische Assistentin, die den Alltag für sie regelt. Zum Stundensatz von 0,75 Dollar reserviert Manjula den Tisch im Restaurant, erledigt mal eben die Bankgeschäfte und bucht den Familienurlaub in die Antarktis. Und für die 15jährige Tochter Bee, die kleine Streberin, ist Bernadette, na ja, eine Mutter. Bee kennt ja keine andere. Doch irgendwann beschließt Bernadette auszubrechen. Ihr wird das alles zu viel. Und auf einmal ist sie verschwunden.
 
REZENSION
 
Chaotisch? Das trifft es, das Buch klang lustig, daher habe ich es gern rezensieren wollen.
Bernadette Fox ist anders als andere Mütter, im Laufe des Buches erfährt man, durch welche Schicksalsschläge aus der gefeierten Stararchitektin die Bernadette wurde, die die anderen Mütter, die "Gnitzen der Galer Street Privatschule", nicht leiden können.
Der Schreibstil ist verwirrend, er besteht aus einem Mix: Erzählung durch die Tochter Bee, die eigentlich Balakrishna heißt, E-Mails und handschriftliche Zettel.
Die Ereignisse überschlagen sich und werden so konfus, dass sie tatsächlich passiert sein könnten. Ich war permanent hin und her gerissen, ob mir das Buch nun gefällt oder nicht. Es war anders als erwartet, nicht so lustig , aber doch so schräg, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte, ich wollte doch wissen, was tatsächlich mit Bernadette passiert ist und was die merkwürdige Audrey, und ihr gestörter Sohn damit zu tun haben.
Nach etwa 2/3 des Buches ist mir ein Licht aufgegangen, alles ergab einen Sinn und meine Sympathien haben sich doch arg verändert. Im Endeffekt war mir Soon-Li, die Admin von Elgie bei Microsoft die unsympathischste Person von allen. Elgie ist etwas unkonventionell und läuft im Büro und auch auf offziellen Veranstaltungen auf Socken rum, ein liebenswerter Spleen. Es missfällt ihm, dass seine Frau eine virtuelle Assistentin in Indien beschäftigt und verbietet ihr diese. Doch Bernadette, beschäftigt Manjula heimlich weiter und vertraut ihr alle sensiblen Daten an. Bis sich herausstellt, dass hinter der Firma die russische Mafia steckt, die die Bonusmeilen geklaut hat und sich auf dem Weg nach Seattle befindet...
 
FAZIT
 
Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich das Buch mag oder nicht. Noch nie habe ich ein Buch derart verschlungen, obwohl ich zwiegespalten war. Doch! Ich würde es bereuen, dieses Buch nicht gelesen zu haben: ein verwirrend guter Edelstein.
 
***** 5 von Sternen + 1* extra, denn dieses Buch war einfach anders.
 
An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Nina Portheine von Random House - btb für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Montag, 24. August 2015

REZENSION: "Der Sommer der Sternschnuppen" von Ava Jordan


 
  • TITEL: Der Sommer der Sternschnuppen
  • erschienen bei Books on Demand
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: E-Book, auch als Taschenbuch erhältlich
  • ISBN 978-3738614039
INHALTSANGABE
 
Ella ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Sie verlässt überstürzt New York und fährt nach New Harbor, den Ort ihrer Jugend. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendfreundin Tara wieder, sondern lernt auch den Schriftsteller David kennen. Aber das mit David ist kompliziert. Mindestens genauso kompliziert wie mit ihrem Ehemann Tom. Und was soll sie mit Mo tun, die viel zu früh Verantwortung für ein eigenes Kind übernehmen muss? Ein Roman über Erwachsenwerden, übers Elternwerden und darüber, wie viel das Leben uns abverlangt. Nämlich grad so viel, wie wir aushalten können, auch wenn wir das nicht glauben.
 
REZENSION
Ella verlässt nach der dritten Fehlgeburt New York, sie braucht Zeit um wieder den Kopf frei zu bekommen. Sie kommt bei ihrer Jugendfreundin Tara unter, die mit ihrem Ehemann, zwei Jungen und einem kleinem Mädchen, mit einer Entwicklungsverzögerung in New Harbor wohnt. Als sie am Meer entspannen will, sieht sie eine ertrinkende Person im Wasser und springt ohne zu zögern hinterher. Der Schriftsteller David wird zeuge des Geschehens und springt ebenfalls ins Wasser und bringt Ella, sowie Mo, die er für Mutter und Tochter hält, an Land.
Mo lebt in einem Heim für junge werdende Mütter, das in dem Haus untergebracht ist, das einmal Ellas Großmutter gehörte. Sie fühlt sich mit der Situation überfordert, doch wollte sie sich wirklich das Leben nehmen oder war es nur ein verzweifelter Hilfeschrei? Ella fühlt sich zunächst unwohl in Umgebung der vielen schwangeren Mädchen, die ungewollt etwas bekommen, wovon sie träumt.
Ich war mir erst nicht sicher, inwiefern ich mich mit dem Buch identifizieren kann, denn Kinderkriegen ist definitiv nicht mein Thema. Doch irgendwie hat mich das Buch ganz schnell gefesselt und ich habe keine 24 Stunden gebraucht um es lesen, es hat mich so wunderbar von meinen Ängsten abgelenkt.
Ella setzt sich für die jungen Mädchen ein und kommt den falschen Machenschaften der Stiftung auf die Spur, nebenbei hat sie einen Flirt mit einem erfolgreichen Schriftsteller, dem dieser Flirt über die Schreibblockade hinweg hilft. Die beiden küssen sich zwei Mal, aber mehr passiert nicht zwischen den beiden, denn eigentlich liebt Ella ihren Mann Tom und David seine Agentin Lisa.
Ella hat Tom von den Küssen mit David erzählt. Tom und Ella entfernen sich voneinander und nehmen eine Beziehungspause. Ella kümmert sich wunderbar um die Mädchen und ihre Freundin, die denkt, dass ihr Mann sie betrügt, weil er kaum zu Hause ist, dabei hat er einen heimlichen Nebenjob um die Therapie für die kleine Tochter bezahlen zu können.
Mo wird unter Druck gesetzt einen Adoptionsvertrag zu unterzeichnen, da sie sonst das Heim verlassen müsse, doch eigentlich möchte sie ihr Baby behalten. Dank Tom findet Ella eine Anwältin die den Fall Pro Bono übernimmt und so pendeln sie und Mo zwischen NY und NH hin und her.
Die Gründerin der Stiftung für junge werdende Mütter stellt sich als Tante von Ellas Chefin raus und diese vermittelt ein Gespräch. Mo unterdessen versucht zwischen Tom und Ella zu vermitteln, doch leider geht das schief.
Es war von Anfang an klar, dass ein Happy End geben würde, doch genau das wollte ich auch. Ich habe mit Ella und Tom gelitten und hätte Tom knutschen können, was er für Ella und sein Kind tut, als er endlich weiß, was wirklich Sache ist. Auch Tara und ihr Mann Bernie finden zueinander, Wege füreinander und einen Weg aus der finanziellen Misere heraus. David und Lisa heiraten, obwohl sie nicht miteinander aber auch nicht ohneeinander  können. Etwas schade finde ich, dass ich nicht erfahren habe, wie es mit Mo weitergeht, aber die Schriftstellerin stellt einen weiteren Roman für den Spätherbst 2015 in Aussicht und wer weiß, vielleicht tauchen dort einige Romanfiguren wieder auf? Ich würde mich freuen, alte Bekannte wieder zutreffen.
 
FAZIT:
Wenn ihr Schnulzen liebt, dann seid ihr hier gut aufgehoben. Allein der Titel des Buches erinnert mich an das "Herzkino" am Sonntag Abend, auf einem öffentlich-rechtlichen Sender. Ava Joran reiht sich für mich wunderbar in die Linie von Emilie Richards, Katie Fforde, Inga Lindstöm und natürlich Rosamunde Pilcher ein. Ich mag Bücher die mir zu Herzen gehen und ein Happy End haben, wenn ihr wissen wollt wie das Buch genau endet, dann solltet ihr es euch dringend holen.
 
***** 5 von 5 Sternen
An dieser Stelle einen allerliebsten Dank an Schnulze der Woche und Ava Jordan
Ihr habt mir wunderbare Stunden bereitet
 

Sonntag, 23. August 2015

Hier stimmt was nicht


 
Das Foto oben beschreibt, wie es mir gerade geht. In den vergangenen 5 Tagen war ich mit zwei Panikattacken und einer Migräne gesegnet. Hätte ich mich mal am Mittwoch Morgen nicht gefreut, dass ich ohne diese Probleme durch die Periode gekommen bin.
 
Dabei hatte ich eigentlich ein schönes Wochenende, es war sonnig, gestern waren wir in Lübeck bei Citti, weil ich noch etwas für das Geburtstagsgeschenk meiner Mutter brauchte.
Heute Mittag haben wir sogar gegrillt und dann kam die Panik.
 
Es geht mir auch viele Stunden danach nicht gut, ich glaube ich gönne mir heute mal Atosil zur Nacht, vielleicht kann ich dann mal durchschlafen.

Samstag, 22. August 2015

REZENSION: "Glück ist nichts für schwache Nerven" von Theresia Graw

 
 
  • TITEL: Glück ist nichts für schwache Nerven
  • erschienen im blanvalet Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 448 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3442383252
 
INHALTSANGABE
 
Valentina ist zornig. Ihre Scheidung ist drei Tage und siebeneinhalb Stunden alt, ihre neue Kollegin hatte den kürzeren Rock an und hat ihre Beförderung eingesackt, und anstatt ihr beizustehen, ist ihre beste Freundin in den Flitterwochen auf Mauritius, und ihre Hippiemutter kämpft in Brasilien gegen die Abholzung des Urwalds. Doch dann fällt Valentina durch Zufall ein Hinweis auf ihren unbekannten Vater in die Hände. Als sich ihr die Chance bietet, sich inkognito in seinen Haushalt einzuschleichen, ergreift sie diese - und erfährt, dass Glück manchmal seltsame Wege geht und Venedig immer eine Reise wert ist...
 
REZENSION
 
Valentina ist bei ihrer Hippiemutter in einer Kommune groß geworden und hat von einem Spießerleben geträumt, wer hier schmunzelnd an einen gewissen TV Werbespot denkt, teilt meine Gedanken. Valentina ist wie ich ein 1977er Jahrgang und ihr Leben läuft gerade nicht gerade so, wie sie es sich wünscht. Sie erhofft sich Hilfe von der Therapeutin Frau Leberecht, sie wird krank geschrieben und plötzlich geraten die Dinge ins rollen:
 
Zufällig entdeckt sie bei ihrer Mutter eine alte Schachtel, die eine grauenhafte 70er Jahre Krawatte, einen berührenden Abschiedsbrief so wie einen Zeitungsartikel enthält, auf dem ein bekannter Architekt und auch Verfasser des Briefes, eben jene Krawatte trägt. All diese Dinge sind aus der Zeit 9 Monate vor ihrer Geburt, neugierig googelt Valentina ihren vermeintlichen Vater und findet raus, dass er in einer sehr noblen Gegend am Starnberger See lebt.
 
Sie packt eine Reisetasche und will eigentlich nach Italien zum Ausspannen, macht aber einen Abstecher zum Wohnort ihres Vaters. Eigentlich will sie nur gern sehen wie er wohnt und dann weiterfahren, wird aber versehentlich für die neue Altenpflegerin gehalten. Wenn das Leben ihr diese Chance anbietet, muss sie zugreifen, oder? Draußen trifft sie auf Eva, die polnische Pflegerin, erklärt ihr hastig die Situation und quartiert sie in ihrer Wohnung ein und übernimmt die Pflege ihres mürrischen, gehbehinderten Vaters.
 
Mit ihrer offenen und unkonventionellen Art, erobert Valentina schnell das Herz des alten Mannes und verliebt sich in den vermeintlichen Gärtner Felix. Felix jedoch stellt sich als Sohn des Hauses heraus und Valentina muss ihn auf Abstand halten und erfindet eine Beziehung zu dem attraktiven Hausarzt, der jedoch schwul ist.
 
Die Planung zum 75. Geburtstag ihres Vaters laufen auf Hochtouren und er hat so gar kein Interesse daran. Am Tag vor dem Geburtstag flieht er mit Valentina im Taxi nach Venedig, was seiner Frau und der Tochter Cora wenig gefällt. Er blüht in Venedig förmlich auf und vertraut Valentina eine Geschichte aus den 70ern an: über ihn und Doris (Valentinas Mutter).
 
Wieder daheim, wird der Geburtstag im kleineren Kreis nachgeholt und endet im Eklat, denn Nicole, die Haushaltshilfe, schiebt Valentina einen Diebstahl unter und Felix findet heraus, dass Valentina nicht von der Altenpflege Agentur ist. Enttäuscht und verwirrt flüchtet Valentina nach Hause und heult sich bei Eva und ihrer Mutter aus. Gemeinsam finden sie Beweise, dass Valentina den Diebstahl nicht begangen hat.
 
Mit den Beweisen fährt sie wieder an den Starnberger See um alles aufzuklären. Die Tatsache eine leibliche Tochter zu haben, regt den armen alten Mann so sehr auf, dass er einen Herzinfarkt erleidet. Im Krankenhaus, teilt er dann seiner Frau und Tochter Cora mit, dass Valentina seine leibliche Tochter ist. Valentina erfährt, dass Cora und Felix nur adoptiert sind und muss sofort los, dem ahnungslosen Felix ihre Liebe gestehen...
 
FAZIT:
 
Wenn ihr nicht gern laut und unvermittelt loslacht, ist dieses Buch nichts für euch. Dieses war mein erstes Buch von Theresia Graw und ich liebe ihren lebhaften Schreibstil. Ich mochte, das Buch nur ungern aus der Hand legen, so dass ich es leider schon nach 2 Tagen ausgelesen hatte. Ich wäre gern noch länger bei Valentina und ihrer neuen großen Familie geblieben. Liebe Frau Graw, bitte schreiben sie noch viele Bücher, sie sind wunderbare Antidepressiva.  "Das Liebesleben der Suppenschildkröte" steht schon auf meinem Wunschzettel zum Geburtstag.
 
***** 5 von 5 Sternen (ich würde sogar 7 Sterne geben)
An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Sebastian Rothfuss Random House - blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Freitag, 21. August 2015

Freitags Füller


 
1. Eigentlich müsste ich bügeln.
2. Blumen stehen in der Mitte.
3. Unter dem Tisch sind immer die meisten Krümel.
4. Mir schmeckt NoName Eis genau so gut.
5. Solange noch Sommer ist würde ich gern Fotos machen.
6. Mamas Nusstorte ist mein Lieblingskuchen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Gemüsereis, morgen habe ich einen Ausflug nach Lübeck geplant, und Sonntag möchte ich mit meinem Mann grillen, wer weiß, wie oft wir das in 2015 noch können.
 
P.S.: die Teezeit kann kommen
 

Donnerstag, 20. August 2015

REZENSION: "Der Vintage-Guide für einsame Herzen" von Kirsty Greenwood

 
 
  • TITEL: Der Vintage-Guide für einsame Herzen
  • erschienen im Goldmann Verlag
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: Taschenbuch, 448 Seiten, auch als E-Book erhältlich
  • ISBN 978-3442481088
INHALTSANGABE
 

Ohne Job kann man sich die Miete nicht mehr leisten. Jessica Beam bleibt nichts anderes übrig, als ihre wohlhabende Großmutter um Obdach zu bitten. Doch auch die elegante Dame steckt in Schwierigkeiten. Die Bestsellerautorin des Ratgebers „Good Woman“ aus den 50er-Jahren hat schon lange kein Buch mehr verkauft. Und eine Enkelin, die neonfarbene Unterwäsche trägt, ist für sie ein Albtraum. Doch dann erhalten die Beam-Frauen eine letzte Chance: ein neuer Buchvertrag, wenn sie beweisen können, dass Matildas Vintage-Guide auch heute noch funktioniert. Kann Jess zur Lady werden? Und kann sie so das Herz des begehrtesten Junggesellen Londons erobern, das Herz des unnahbaren Leo Frost?
 
REZENSION
Jessica Beam, genannt Jess, lebt für den Spaß im Leben. Sie wohnt bei ihrer besten Freundin Summer, die gleichzeitig auch ihre Chefin ist, denn Jess schreibt für den Blog "Summer in the City".
 
Beide zusammen haben einen Termin bei einem Verlag um den Blog als Printausgabe herauszubringen und werden am Abend zu einer Launch Party eines anderen Buches eingeladen.
Jess und Summer gehen für diesen Anlass shoppen, bevor sie das Hotel verlassen, kippt Summer "ganz aus Versehen" Wein über den seidenen Jumpsuit von Jess, so dass diese sich umziehen muss und nur einen plüschigen Overall im Leoparden Look tragen kann. In dem Moment habe ich Summer angefangen zu hassen. Zusätzlich zu dem furchtbaren Outfit, schafft es Jess, den Abend komplett zu versauen, durch schlechtes Benehmen und Gossensprache, bei der selbst ich mich fremdschäme.
 
Nach der Absage, des Verlags schmeißt Summer Jess aus der gemeinsamen Wohnung und kündigt ihr auch den Job, denn es gibt ja keinen Vertrag. Gedemütigt, zieht sich Jess in eine Bar zurück zum trinken, dort erinnert sie sich dank Schmuddel-Elaine der Bardame an ihre Großmutter, die sie als sehr wohlhabend in Erinnerung hat.
Jess schleicht sich in die Wohnung zurück um Ihre Habseligkeiten in einen Müllsack zu stopfen und sich auf den Weg zur Großmutter zu machen, sie wird Zeugin wie Summer gemeinsam mit anderen sie Sektkorken und auf ihren Erfolg anstößt, daraufhin nimmt sie auch Mr. Belding , den gemeinsamen Kater mit.
 
Die Großmutter lebt in einer vornehmen Gegend in einem eleganten, großen Haus. Leider ist sie finanziell auch nicht wirklich gut gestellt und versucht eine Neuauflage ihrer "Die gute Frau" Ratgeber aus den 50ern zu bekommen. Jess findet raus, das Summer einen TV-Vertrag für "Summer in the City" bekommen hat und den Vertrag des Buchverlags abgelehnt hat, denn die gleiche Dame bei der sie den Termin hatten, sucht ihre Großmutter zwecks Verhandlungen auf.
 
Großmutter und Verlegerin hecken einen Plan aus: aus der wilden Jess soll eine Dame werden, die sich den begehrtesten Junggesellen Londons schnappen soll: Leo Frost, eben jenen "Pimmelprinzen" den sie auf der Launch Party mit Champagner begossen und beschimpft hat. Jess soll im Gegenzug ein Buch schreiben, in dem beschreibt, wie ihr die Vintage Tipps geholfen haben.
 
Großmutter und ihre Assistentin Peach geben sich alle Mühe, Jess optisch in eine Dame zu verwandeln. Die schüchterne Peach wird zu einer guten Freundin und Jess tanzt anfangs noch aus der Reihe.
 
Die Tipps aus dem Ratgeber klingen erstmal sehr abgedroschen und absolut unmodern, aber sie zeigen Wirkung. Leo Frost hat Interesse an Jess bzw. Lucille Darling wie sie sich nennt. Der abgebrühte Weiberheld, entpuppt sich als sensibler Mann, der ganz anders ist als er in der Öffentlichkeit dasteht und Jess muss sich eingestehen: "Ach du scheiße. Ich mag Leo Frost."
 
Auf einem Ball erhält Leo eine Auszeichnung und erklärt in seiner Dankesrede Lucille/Jess seine Liebe. Während Jess sich um ihre betrunkene Freundin Peach kümmert, intrigiert Summer hinter ihrem Rücken und zeigt Leo Bilder von der früheren Jess und offenbart ihm wer sie wirklich ist.
 
Jess versucht sich ihm zu erklären, doch er hört nicht zu und verlässt London. Leos Vater schaltet seine Anwälte ein, um zu vermeiden, dass der Name seine Sohnes im Ratgeber erscheint. Die Hoffnung mit den Büchern, ihre Großmutter und sich selber finanziell retten zu können ist dahin. Nachdem Jess die Tagebücher ihrer toten Mutter findet, überwirft sie sich mit ihrer Großmutter und zieht zu einem Freund.
 
Peach interveniert und verabredet sich mit Jess, doch statt Peach taucht die Großmutter auf und spricht sich mit Jess aus. Jess zieht wieder zu ihrer Großmutter, die mittlerweile in einem Reihenendhaus in einer bescheideneren  Gegend lebt, als sie einen Anruf von der Verlegerin erhält.
Leo hat die Einwilligung gegeben, dass sein Name im Ratgeber erscheinen darf.
 
FAZIT:
 
Das Happy End war abzusehen, aber ich war trotzdem so traurig und gleichzeitig so sauer, als sich die beiden getrennt haben und dachte nur, die müssen doch endlich miteinander reden, das kann doch so nicht enden. Letztendlich habe ich das Buch mit einem zufriedenen Schmunzeln geschlossen und gelernt, dass damenhaftes Benehmen nicht falsch ist. Bei den meisten Charakteren war ich zwischen Ablehnung und Zuneigung hin und her gerissen, am Ende wollte ich eigentlich nur der hinterlistigen Summer schlimme Dinge sagen.
Wenn ihr eine teilweise rüdere Sprache nicht ganz ablehnt und ein Buch wollt, dass ihr am Liebsten nicht mehr aus der Hand legen wollt, dann seid ihr hier gut beraten. Ich habe keine 2 Tage benötigt.
 
***** 5 von 5 Sternen
 
An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Katrin Cinque Random House - Goldmann für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.
 

Sonntag, 16. August 2015

Kurze und Malbücher

Also das BBQ bei dem Kollegen meines Mannes war toll, erstmal hatte ich Magenkneifen und furchtbare Angst vor all den fremden Leuten, aber wir kamen gut ins Gespräch (und ins Trinken) nach ein paar Kurzen hatten wir richtig viel Spaß. Die Tochter des Hauses (16) und ich haben uns daran gemacht, das Alter einiger zu schätzen *kicher*
Trotz all der Kurzen, dem Sekt, der Bowle, dem Mojito und dem Baileys hatte ich keinen Kater. Vergessen wir mal die Kalorien, die waren es wert, denn ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß.
 
 
 
Vergangene Woche habe ich mir noch 2 Malbücher gegönnt, die helfen mir bei Stress, Ängsten und Depressionen. Was hilft euch in solchen Situationen?

Freitag, 14. August 2015

Kalorienreich


 
Ich wollte nur mal eben Kalorien mit euch teilen:
 
48 Muffins
 
Wie gerne hätte ich davon genascht, aber nein, die sind ja nicht für mich

Freitagsfüller


 
1. An schönen warmen Sommerabenden genieße ich gern ein kühles Alsterwasser.
2. Ich habe nichts zum Anziehen in meinem Kleiderschrank.
3. Zur Pflege meiner Haut benutze ich immer wechselnde Produkte.
4. Manchmal frage ich mich: ist mir noch zu helfen.
5. Obwohl es möglich ist, traue ich mich nicht über gewisse Dinge zu sprechen.
6. Ich gehe jetzt und stopfe die Backröhre mit Muffins voll.
7. Was das Wochenende angeht, freue ich mich heute Abend auf nichts besonderes, morgen habe ich eine Grillparty bei Kollegen meines Mannes geplant und Sonntag möchte ich mich überraschen lassen.
 
P.S.: Gestern über 700 Klicks? Hat Google wieder irgendwelche Tests durchgeführt?

Donnerstag, 13. August 2015

Ich trau mich nicht


 
Ich trau mich nicht auf die Waage. Ich sehe sie und mir wird schlecht.
 
Ich bekomme kein Verwarngeld wenn ich zugenommen habe, niemand wird die Presse informieren, es wird nichts schlimmes geschehen, abgesehen von dem was in meinem Kopf passiert und das ist schlimmer als alles andere.
 
Habt ihr auch manchmal Angst auf die Waage zu treten? Wie geht ihr damit um? Wie geht es euch, wenn ihr zugenommen habt?
 
Ich habe aber auch etwas positives zu vermelden: meinem Knie geht es besser. Ich kann wieder Radfahren und Treppen steigen *freu* doch das Knie lange anwinkeln ist immer noch ein unangenehmes Gefühl.
 
Jetzt warte ich auf diverse Lieferdienste, die unter anderem meine neuen Muffinbleche bringen sollen. Wir sind am Samstag zu einem BBQ beim Kollegen meines Mannes eingeladen, da werden 30 Leute sein, von denen ich drei kenne, das macht mir auch schon wieder Angst. Aber vielleicht wird ja alles nur halb so schlimm. Ich versuche mit Muffins und hausgemachtem Zaziki zu Punkten.
 
 

Dienstag, 11. August 2015

REZENSION: "Strandperlen" von Tanja Janz

 
 
  • TITEL: Strandperlen
  • erhältlich in der Buchhandlung des Vertrauens und auch im online Buchhandel
  • FORMAT: E-Book, auch als Taschenbuch erhältlich
  • ISBN 978-3956491818
 
INHALTSANGABE
 
 

Tschüss, St. Peter-Ording: Tante Lilo, nicht mehr ganz frische 70, muss aus Gesundheitsgründen in wärmere Gefilde ziehen. Aber was wird nun aus ihrer geliebten Strandperle? Entschlossen vermacht sie das Unternehmen ihren zwei Nichten Insa und Stephanie. Zwei gestandene Frauen, die sich nur vom Hörensagen kennen ...
Für Insa ist der Nordseeort eine willkommene Abwechslung zum Schnellimbiss in Gelsenkirchen, für Stephanie die perfekte Fluchtmöglichkeit von ihrem betrügerischen Ehemann in Düsseldorf. Doch kaum erreichen sie ihr Erbe, knirscht der Sand im Getriebe ihrer Hoffnung! Denn statt einer schnuckligen Strandpension hat ihnen Tante Lilo einen heruntergewirtschafteten Campingplatz vermacht. Watt für ein Sommer am Meer?
 
Die wehenden Gosch Fahnen in SPO
 
 
 
REZENSION
 
Tante Lilo ist ein Althippie, der im schönen Sankt-Peter-Ording der Liebe wegen hängen geblieben ist, als alle anderen nach Indien oder Ibiza zogen. Als Bernsteinwasser, Granatbäder und ähnliches nicht mehr helfen und sie nicht mehr aus dem Bett kommt, lässt sie den hausärztlichen Notdienst kommen: Diagnose Rheumathoide Arthritis. Sie macht sich Sorgen, was denn nun aus aus ihrer "Strandperle" werden soll, wenn sie zu ihren Freunden nach Ibiza geht, weil das Klima für sie besser ist. Also beschließt Lilo die Strandperle zu gleichen Teilen ihren Nichten Insa und Stephanie zu schenken. Sie kennt beide nicht, weil die drei Schwestern Lilo, Gilla und Evelyn  im Clinch liegen und das schon bevor Insa geboren wurde.
Insa hat Archäologie studiert und bewirbt sich vergeblich auf Stellenausschreibungen, sie hält sich und ihren Jack Russel Terrier "Berlusconi" über Wasser in dem sie ihren Eltern im "Glückauf Grill" zur Hand geht. Ein Brief von einem Notar aus SPO sorgt für Überraschung, Angst und Neugierde. Während Mutter Gilla befürchtet, dass ihre Schwester aus dem Leben geschieden ist, ohne dass sie sich vertragen konnten. Neugierig macht sich Insa samt Hund in ihrem grünen Twingo auf den Weg nach SPO.
Jonny und Jacky konnten sich nicht einigen,
wer "Berlusconi" verkörpern darf
Stephanie ist hauptberuflich Anwaltsgattin und Mutter des hochbegabten und anstrengenden Paul-Justus, der erstmal als Arschlochkind rüberkommt und am liebsten Pommes mit Fischstäbchen isst. Als Andreas, das gemeinsame Abendessen absagt, wollen Mutter und Sohn ihn im Büro überraschen. Sie treffen ihn und seine Vorzimmerdame in eindeutiger Situation an. Sie fährt mit dem Sohn nach Hause, packt Kleidung, die Post des Tages und  wichtige Unterlagen zusammen und fährt zu ihren Eltern. Dort öffnet sie den Brief aus SPO und befindet, dass ihr diese Schenkung gerade recht kommt. Sie hebt noch einmal den Tageshöchstbetrag von 1000 € vom Konto ab, tankt den Porsche voll und macht sich samt Sohnemann auf den Weg an die Nordsee. Sie mietet sich im teuersten Hotel ein, ihr Mann soll ordentlich bluten.
Beim Notar lernen sich die beiden Cousinen kennen und nehmen die Schenkung der Strandperle an, im Glauben ein Strandhotel zu bekommen, und sehen für sich selber eine Zukunft in Unabhängigkeit.
Ernüchterung tritt ein, als sie feststellen, dass die Strandperle ein Campingplatz ist, der dringend einiger "Schönheitsreparaturen" bedarf. Joris und seine Hundedame Undine, die für lau auf dem Campingplatz leben stellen sich als wertvolle Bereicherung heraus.
Insa und Stephanie suchen sich Jobs um an Geld zu kommen, denn Stephanies Ex hat ihr den Geldhahn zugedreht und versucht sie auf diese Weise zur Rückkehr zu bewegen. Neben ihren Jobs arbeiten sie an der Renovierung des Campingplatzes.
Liebeleien, Intrigen und ein archäologischer Zufallsfund verhelfen zu einem Happy End.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, die beiden Jackies haben heute viel im Schatten gelegen und diese Zeit habe ich auf der Liege zum Lesen genutzt. Ich mag es, wenn Bücher an Orten spielen, die ich kenne, ich kann mich dann noch besser hineinversetzen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, etwas schade fand ich den Zeitsprung am Ende des Buches. Es machte den Eindruck, dass die Schriftstellerin schnell ein Ende wollte, aber das ist nur mein persönliches Empfinden.
FAZIT
Dank Paul-Justus habe ich riesigen Appetit auf Pommes und Fischstäbchen und den Wunsch nach SPO zu fahren und bei Janny`s ein Eis zu essen. Eine sommerlich leichte Lektüre fürs Sonnenbad. Von mir gibt es:
**** 4 von 5 Sternen