Mittwoch, 11. Mai 2022

REZENSION: Strandhotel Meeresbrise von Caroline Säfstrand


Titel: Strandhotel Meeresbrise
Von: Caroline Säfstrand
Erschienen im Blanvalet Verlag
Format: Taschenbuch, 352 q
ISBN 978-3734109805


Inhaltsangabe


Bei der Testamentseröffnung ihrer Mutter erfährt Sophie, dass sie unerwartet Besitzerin eines alten Kurhotels an der Küste von Schonen geworden ist. Sophie, die eigentlich in Berlin lebt und nie eine enge Bindung zu ihrer Mutter hatte, fasst den Beschluss, das »Strandhotel Meeresbrise« schnellstmöglich zu verkaufen. Doch das hübsche Haus mit der grünen Holzfassade hat zuvor eine Renovierung nötig, die Sophie nicht ohne Weiteres bezahlen kann. Stattdessen veröffentlicht sie eine Annonce, in der sie Handwerker sucht, die gegen Kost und Logis bei der Renovierung der alten Villa helfen. Und die drei Menschen, die daraufhin mit ihr in das »Strandhotel Meeresbrise« einziehen, werden nicht nur dafür sorgen, dass die Fassade des Kurhotels wieder repariert wird, sondern auch Sophies gebrochenes Herz.


Rezension

Oh wie schön ein Schwedenroman, klingt inhaltlich toll und ist mit Sicherheit ein toller Ersatz für die Romane einer anderen Schriftstellerin, die in diesem Jahr leider nichts veröffentlicht.

Sophie erbt von ihrer Mutter, ein altes Strandhotel, welches eigentlich seit Jahren verkauft sein sollte. Sie liebt und hasst dieses Haus gleichzeitig und hatte nie eine enge Beziehung zu ihrer Mutter. Der eigentliche Plan ist das renovierungsbedürftige Haus zu verkaufen und ihr Leben in Berlin weiterzuführen. Doch es kommt anders, Sophie sucht Freiwillige, die gegen Kost und Logis beim renovieren helfen. Alle haben Gründe vom bisherigen Leben Abstand zu nehmen. 

Das Buch ist nett, hat aber nicht den von mir erhofften Charme. Es ist viel Drama, Missverständnisse und zähflüssiger Erzählstil. Die Charaktere sind interessant gestaltet und man kann sich reinfühlen, kurz vor dem Ende kommt ein Hammer, der viel zu wenig ausgearbeitet wurde. Ich denke nicht, dass ich einen weiteren Roman von Caroline Säfstrand lesen möchte. Ich bevorzuge mein Lesematerial leicht und lebensfroh, bedrückende Szenarien gibt es im Leben wirklich schon genug.


Ich gebe

3 von 5 Sternen 🌟🌟🌟

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 20. April 2022

Rezension: Süße Träume im Cottage am Strand von Holly Hepburn



Titel: Süße Träume im Cottage am Strand
Von: Holly Belgien
Erschienen im Penguin Verlag
Format: Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN 978-3328108542


Inhaltsangabe

Schriftstellerin Merry liebt ihr Leben im glitzernden London: Ihre romantischen Liebesgeschichten stehen bei den Leserinnen hoch im Kurs, eine glamouröse Buchparty folgt auf die nächste. Doch als ihr Verlobter sich aus heiterem Himmel von ihr trennt und obendrein eine gemeine Schreibblockade ihren neuen Roman gefährdet, muss ein Neuanfang her. Merry zieht in ein entzückendes kleines Cottage auf den wunderschönen Orkney-Inseln vor der Küste Schottlands, um bei langen Strandspaziergängen wieder zu sich selbst zu finden. Doch die naseweisen Inselbewohner denken gar nicht daran, den Neuzugang in Ruhe zu lassen. Und dann gibt es da noch Niall, den charmanten Leiter der örtlichen Bücherei, und den unverschämt attraktiven Bootsbauer Magnus, dessen Vorfahren von den Wikingern abstammen ...


Rezension

Wann habe ich zuletzt ein Rezensionsexemplar in weniger als 24 Stunden durchgelesen?  Ist schon lange her, Holly Hepburn hat mich gleich auf der ersten Seite abgeholt und nicht mehr losgelassen, nur um die ein oder andere Sehenswürdigkeit der Orkney Inseln zu recherchieren.

Merry, eigentlich Merina Wilde, ist die erfolgreiche Autorin von Liebesromanen. Leider steckt sie tief in einer Schreibblockade und zu allem Überfluss macht ihr Freund mit ihr Schluss. Traurig und erschöpft, beschließt Merry sich für eine sechsmonatige Schreibresidenz auf den Orkney Inseln in Schottland zu bewerben.
Die Reise dorthin gestaltet sich als abenteuerlicher Flug in einer winzigen Maschine. Vor Ort wird sie von dem hinreißenden Bibliothekar Niall abgeholt, der optisch an Superman/ Clark Kent erinnert. ( in meinem Kopf gespielt von Dean Caine) Um sich selber zu schützen, behauptet Merry in London einen Verlobten zu haben, doch dann erscheint noch Magnus, ein Thorgleicher, Isländer auf der Bildfläche. ( in meinem Kopf natürlich Rurik Gislason). 

Die Charaktere sind wunderbar gestaltet und man weiß, wen man mag und wen nicht. Ich liebe die verschrobenen Inselbewohner, die auf ganz eigene Weise liebenswert sind, auch wenn sie, wie Sheila, irgendwie übergriffig sind. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, ich wollte mehr über Merry und die Orkneys erfahren. Tatsächlich ist der Anreiz dort Urlaub zu machen gewachsen..

Ich gebe für den wunderbaren Roman

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟💕

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das kostenlose des Rezensionsexemplares.

Lesevergnügen





Ein Zuhause auf Sylt von Lena Wolf 🌟🌟🌟🌟🌟
Willkommen in St. Peter-(M)Ording von Tanja Janz 🌟🌟🌟🌟
Ein Fest im kleinen Friesencafé von Janne Mommsen 🌟🌟🌟🌟🌟
Hagebuttenkomplott von Ina Sprotte 🌟🌟🌟🌟🌟
Friesentorte für Fortgeschrittene von Tina Wolf 🌟🌟🌟🌟
Das Glück riecht nach Sommer von Meike Werkmeister 🌟🌟🌟🌟🌟

Dienstag, 5. April 2022

Rezension: Die große Liebe kann mich mal von Sophia Money-Coutts


Titel: Die große Liebe kann mich mal
Von: Sophia Money - Coutts
Erschienen im Penguin Verlag
Format: Taschenbuch, 560 Seiten
ISBN 978-3328107934

Inhaltsangabe

Einsam ist Florence auf gar keinen Fall. Sie ist zwar schon ziemlich lange Single – ok, eigentlich hatte sie noch nie eine Beziehung, wenn es jemand ganz genau wissen will. Aber ihr Job in einem quirligen Londoner Buchladen hält sie ziemlich auf Trab, und nach Feierabend leistet ihr der geliebte, aber übergewichtige Kater Gesellschaft. Florence ist mehr als zufrieden mit ihrem Leben, vielen Dank auch! Nur ihre nervige Stiefmutter sieht Optimierungsbedarf und schickt sie zu einem Liebes-Coach. Als erste Übung muss sie eine Liste schreiben mit all den Eigenschaften, die ihr Traummann in sich vereinen soll. Florence kann so eine Liste keinesfalls ernst nehmen: Jemand, der Katzen mag, einen Oberkörper hat wie James Bond und gleichzeitig bei ihrer nervigen Zähl-Marotte die Augen zudrückt? Unmöglich! Bis sie sich ein paar Tage später ungläubig die Augen reibt: Ein gutaussehender junger Mann betritt den Buchladen, der wie von Zauberhand alle Kriterien auf der Liste erfüllt. Zudem ist er adlig und besitzt ein schickes Herrenhaus auf dem Land. Kann das wahr sein?

Rezension

Ich habe das Vergnügen, den mittlerweile dritten Roman von Sophia Money -Coutts rezensieren zu dürfen. Aus Erfahrung konnte ich mich auf eine lustige, nicht alltägliche Rom-Com freuen, die meine Corona Quarantäne verschönert.

Florence ist Single, dabei aber nicht unzufrieden. Als ihre Halbschwester sich verlobt, macht ihre sehr engagierte Stiefmutter für sie einen Termin bei einer Liebescoachin. Nicht ganz freiwillig geht Florence zu diesem Termin und muss eine Liste schreiben die die Punkte enthält, die Florence sich von ihrem Partner wünscht.
Kurz danach schneit Rory in ihr Leben und erfüllt diese Wünsche. Er ist belesen, gebildet, gut gekleidet, attraktiv, interessant, mag Katzen...
Doch da ist auch Zach, der kratzbürstige, immer einen Seitenhieb verteilende Neffe ihres Chefs, der ihr nicht so egal ist, wie sie möchte.

Ich mochte Florence und ihre Spleenigkeit von Anfang an, je mehr man über sie erfährt, desto besser versteht man, warum sie Single ist und eine Beziehung gleichzeitig fürchtet und doch herbeisehnt.
Rory erscheint wie ein Traummann, hat jedoch Macken, die es sehr schwer machen ihn zu mögen. Da hilft es auch nicht, dass er adlig ist und viele Wunschkriterien erfüllt.
Zach der Antiheld, kommt wenig sympathisch rüber, aber harte Schale, weicher Kern.

Die Schriftstellerin hat es wieder geschafft mich zu überzeugen. Es ist kein üblicher, schnulziger Roman, man fragt sich unweigerlich: muss man einen Partner um jeden Preis haben?  Das Happy End ist anders, aber einfach schön. Von mir gibt es

5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟 mit 👑🐈💖

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.