Montag, 15. Oktober 2018

Rezension: "Das Weihnachtswunder" von Angelika Schwarzhuber


TITEL: Das Weihnachtswunder
erschienen bei Blanvalet

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN:  978-3734106316





INHALTSANGABE

Die schönsten Wunder geschehen, wenn es schneit!

Singlefrau Kathi arbeitet als Sekretärin in der Werbeagentur WUNDER. Dort heimsen andere regelmäßig die Lorbeeren für ihre kreativen Erfolgsideen ein. Ein neuer Auftrag führt sie mit dem Fotografen Jonas zusammen. Auf der Weihnachtsfeier der Agentur vermasselt es sich Kathi durch ein Missverständnis so sehr mit ihm, dass Jonas denkt, ihr liege nichts an ihm. Zudem gerät ihr Job in Gefahr. Unglücklich verlässt Kathi die Party und stürzt im dichten Schneetreiben. Als sie aufwacht, ist ein Mann über sie gebeugt, der sich als ihr Schutzengel vorstellt. Er will Kathi auf wunderbare Weise dabei helfen, endlich ihr Glück zu finden …


REZENSION

Ja ist denn schon Weihnachten? Jain! Für gefühlvolle Weihnachtsromane ist es nie zu früh, aus meiner Sicht. Allerdings ist dies der erste, den ich Mitte Oktober bei 27° Celsius in Sommerbekleidung auf dem Balkon gelesen habe. und allein das macht ihn schon besonders, oder?

Kathi ist Single und hat viel zu wenig Selbstbewusstsein. Sie ist als Sekretärin bei einer Werbeagentur angestellt, hat aber unglaublich kreative Ideen, für die dann jedoch eine andere Kollegin das Lob kassiert. Darüber ist Kathi wenig glücklich, auch ihre Figur macht ihr zu schaffen, sie hat das ein oder andere Pfund zu viel, da kann es doch nicht sein, dass der tolle Fotograf Jonas auf sie abfährt? Zumal seine Exfreundin ein bekanntes Model ist.

Kathi ist im Stress, beruflich und auch privat. Nach einem unglücklichen Zwischenfall auf der betrieblichen Weihnachtsfeier, verlässt sie das Fest überstürzt und kommt auf dem Friedhof zu Fall. Danach wird sie von Angelo "verfolgt". Es dauert, bis sie erkennt, dass er kein Stalker ist, sondern ihr Schutzengel. Angelo will Kathi ihren Herzenswunsch erfüllen, doch welcher Wunsch ist das? Eine Topfigur? Jonas? Ein kreativer Job in der Werbebranche? Oder das Geheimnis um ihren unbekannten Vater?


Angelika Schwarzhuber schreibt herzerwärmend und man fühlt sich gleich in dem Buch wohl. Ich habe mich mit Kathi identifizieren können und habe natürlich ihre fiese Kollegin Sybille nicht gemocht. So wie es auch beabsichtigt ist. Das Buch  ließ sich wunderbar flüssig lesen und eigentlich wollte ich gar nicht mehr aufhören. Und plötzlich war das Buch zu ende. *lach* Ich liebe das Ende und trotzdem wünschte ich, es wäre noch weitergegangen. Auf Facebook wurde ich gefragt, ob dieses Buch so schön ist, wie das vom vergangenen Jahr. Die Frage konnte ich nicht beantworten, aber immerhin weiß ich jetzt, welches Buch ich noch haben möchte. Von mir gibt es für diesen himmlischen Weihnachtsroman unbedingt

***** 5 von 5 Weihnachtssternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Rezension: "Die Suche" von Charlotte Link



TITEL: Die Suche
erschienen bei Blanvalet

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: gebunden, 656 Seiten
ISBN:  978-3764504427





INHALTSANGABE

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur ...

In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur ...


REZENSION

Charlotte Link steht für Hochspannung, ohne blutige Grausamkeiten versteht sie es den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das ist ihr auch mit ihrem neuesten Werk "Die Suche" gelungen. Von Seite 1 an wusste ich, dieses Buch lege ich so schnell nicht weg. Tatsächlich habe ich dieses Buch in zwei Tagen durchgesuchtet und bin auf Irrungen und Wendungen gestoßen, auf die ich im Leben nicht gekommen wäre und dabei habe ich immer, wenn ich nicht gelesen habe darüber nachgedacht, was dort vor sich geht.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven geschrieben, die allgemeine Sicht auf das ganze Geschehen und aus Sicht des Entführers. Letztere ist irgendwie beklemmend, der Entführer ist eine verkrachte Person und verzweifelt auf der Suche nach Liebe. Der Entführer weiß, dass er etwas nicht korrektes macht und doch kann er nicht aus seiner Haut. Wird man ihm am Ende auf die Schliche kommen?

Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard, eine 42-jährige ledige Frau, ist in Scarborough um das Haus ihrer verstorbenen Eltern zu verkaufen, sie wohnt in einem Bed & Breakfast, das zufällig dem Paar gehört, dessen Tochter, Amelie, entführt wird. Am gleichen Tag wird die Leiche eines anderen 14-jährigen Mädchens entdeckt und der Verdacht, dass der Täter ein und die gleiche Person ist liegt nah.
Ein weiteres Mädchen im selben Alter verschwindet spurlos, während Amelie auf mysteriöse Weise wieder auftaucht. Scheinbar ist sie so traumatisiert, dass sie nichts über ihren Entführer preisgeben kann. Eine Psychologin versucht täglich an sie heranzukommen und mehr zu erfahren.

Detective Chief Inspector Caleb Hale ist der Einsatzleiter vor Ort und kennt Kate von einem früheren Fall. Kate verspricht sich nicht in den Fall einzumischen, tut es dann Undercover aber doch und bringt sich ebenfalls in große Gefahr.

Wird es gelingen den Entführer zu stellen? Was ist mit Amelie passiert? Kann Kate dem Tod entrinnen? 

Dieses Buch ist so fantastisch, dass ich gerne mehr als nur 5 Sterne vergeben würde. Wenn ihr Spannung wollt, ein Buch, dass ihr nicht weglegen wollt, dann seid ihr hier genau richtig!

***** 5 von Sternen mit Extrasternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 29. September 2018

Rezension: "Die letzten Stunden des Sommers" von Beatriz Williams



TITEL: Die letzten Stunden des Sommers
erschienen bei Blanvalet

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: Taschenbuch, 576 Seiten
ISBN: 978-3764505905


INHALTSANGABE

Unbezähmbare Heldinnen, eine Welt voller Geheimnisse und eine Liebe, so stark, dass sie Jahrzehnte überdauerte

Pepper Schuyler war schon immer eine Klasse für sich – und das sind auch die Probleme, mit denen sie sich im Herbst 1966 konfrontiert sieht. Nachdem sie einen alten Mercedes Roadster restauriert und versteigert hat, hofft sie auf eine sichere Zukunft für sich und ihr ungeborenes Baby, das Ergebnis einer Affäre mit einem einflussreichen, verheirateten Politiker. Doch die Käuferin Annabelle Dommerich hat ganz eigene Geheimnisse, und als sie Pepper unerwartet in ihr Haus in Florida einlädt, offenbart sich nach und nach die erstaunliche Herkunft des Wagens – und mit ihr die dramatische Geschichte einer Flucht aus Europa vor dem Zweiten Weltkrieg und einer Liebe, die noch dreißig Jahre später alles verändern wird …


REZENSION

Gleich vorweg, dieses Buch schließt sich nahtlos an  das Buch "Träume wie Sand und Meer an", jedoch habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass ich die Vorgeschichte benötige um dieses Buch zu verstehen.

Pepper Schuyler ist intelligent und unkonventionell. Sie ist ungewollt Schwanger von einer Affäre mit einem verheirateten Politiker und versucht jetzt eine Zukunft für sich und ihr Ungeborenes aufzubauen. Sie hat einen alten Mercedes restauriert und will diesen an Annabelle Dommerich verkaufen.

Annabelle mag Pepper von Anfang an und lädt sie zu sich nach Florida ein. Pepper erfährt eine unglaubliche und tragische Geschichte über eine Flucht aus Nazideutschland und eine alles verändernde Liebe. Die flatterhafte Pepper und die elegante Annabelle  passen auf den ersten Blick so gar nicht zusammen und doch ergeben beide zusammen eine fesselnde Geschichte, die einen bangen und auch lachen lässt.

Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen, ein Buch indem man sich gut verlieren kann. Meiner Meinung nach, kann man es auch gut ohne die vorhergehenden Bücher zu kennen lesen, doch ich bin sicher, dass die 4-Teilige Bücherserie wert ist gelesen zu werden.

***** 5 von Sternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

REZENSION: "Rosies wunderbarer Blumenladen" von Ali McNamara


TITEL: Rosies wunderbarer Blumenladen
erschienen bei Goldmann

 Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN: 978-3442486212


INHALTSANGABE


Als Poppy den Blumenladen ihrer Großmutter Rosie im malerischen Küstenstädtchen St. Felix in Cornwall erbt, ist sie alles andere als begeistert. Im Gegensatz zum Rest ihrer Floristen-Familie möchte Poppy weder mit Blumen noch mit St. Felix etwas zu tun haben – denn mit beidem verbindet sie traurige Erinnerungen. Doch den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter zu ignorieren, bringt sie einfach nicht übers Herz. Und als die Renovierung des alten Ladens ihr unverhofft nicht nur gute Freunde, sondern auch eine neue Liebe beschert, fragt Poppy sich, ob Rosies wunderbarer Blumenladen tatsächlich die Kraft besitzt, Wunden zu heilen.


REZENSION

Floristik hat eine sehr lange Tradition in Poppys Familie. Doch Poppy hat eine Phobie gegen Blumen, Rosen im Speziellen und erbt zu ihrer Überraschung den Blumenladen ihrer Großmutter in St. Felix. Als Kind hat Poppy gemeinsam mit ihrem Bruder viele aufregende Sommer in St. Felix verbracht, doch diese endeten nach einem tragischen Unglück, welches Poppy auch 15 Jahre später noch nicht verarbeitet hat. Widerwillig macht sie sich auf den Weg nach Cornwall, denn den letzten Willen ihrer Großmutter kann sie nicht ohne weiteres abschlagen.

In St. Felix angekommen, trifft Poppy auf viele Menschen, die ihr helfen wollen, doch auch missgünstige Personen sind nicht fern. Poppys Mutter schickt ihr aus den fernen USA eine Mitarbeiterin, die ihr beim Aufbau des Daisy Chain helfen soll. Beide Frauen sind zunächst sehr unterschiedlich, doch haben beide Dinge in der Vergangenheit erlebt, die sie gemeinsam bewältigen können. Über eine längere Zeit, kann man nur vermuten, was vor vielen Jahren in St. Felix geschehen ist und es baut sich eine Spannung auf. Auch das sanfte Knistern zwischen Poppy und dem verwitweten Jake, kommt nur langsam in Gang.

Kann Poppy ihre Ängste überwinden, wird sie den Laden behalten, oder doch verkaufen?

Ich fand das Buch herzerwärmend und romantisch. Realistisch? Wohl weniger, aber wenn ich lese möchte ich entspannen und mich in eine schöne Welt wegträumen. Ihr sucht einen Roman, der Spannung, etwas Drama und Liebe beinhaltet, dann seid ihr hier genau richtig.

***** 5 von 5 Sternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Goldmann für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

REZENSION: "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" von Sally Hepworth


TITEL: Anna Forster erinnert sich an die Liebe
erschienen bei Blanvalet

Erhältlich im Onlinehandel und der stationären Buchhandlung

FORMAT: gebunden, 384 Seiten
ISBN: 978-3764506407


INHALTSANGABE

 Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen …

Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen?



REZENSION

Anna Forster erinnert sich an die Liebe ist definitiv mein Buch des Jahres 2018. Sally Hepworth versteht es, den Leser durch ein Gefühlschaos gehen zu lassen. 

Anna ist erst ende 30, als die Diagnose Alzheimer ihr Leben umkrempelt. Zunächst lebt sie bei ihrem Zwillingsbruder und dessen Familie, doch Anna baut ab und produziert nicht ganz ungefährliche Situationen, woraufhin sie und ihr Bruder sich entscheiden, dass sie in eine private Pflegeeinrichtung geht.
In dem Heim, ist ein Mann namens Luke, der kaum älter als Anna ist und ebenfalls an einer Variante von Alzheimer leidet.  Die beiden verlieben sich in ineinander und schaffen es sich heimlich zu treffen. Diese Treffen bleiben nicht ohne Folgen und es kommt zu einem tragischen Unfall.

Eve ist neu als Köchin in der Pflegeeinrichtung, sie war wohlhabend verheiratet, doch ihr Mann hat krumme Geschäfte gedreht. Nun muss sie sich und ihre Tochter Clem alleine mit geringen Mitteln durchbringen. Eve ist gerührt von der Geschichte Annas und Luke, nach dem Vorfall werden die beiden strikt voneinander getrennt und abends in ihren Zimmern eingeschlossen. Eve ist überzeugt, dass es beiden besser gehen würde, wenn sie sich sehen dürften. Doch will sie ihren Job riskieren um den beiden zu helfen? Und was ist mit dem netten Gärtner?

Clem besucht ihre Mutter häufig nach der Schule im Heim, sie freundet sich mit dem Gärtner und den Heimbewohnern an, die Älteren erfreuen sich an dem freundlichen Kind, welches gerne für sie tanzt. Doch auch Clem, macht eine schwere Zeit durch, in der Schule wird sie wegen ihres Vaters gehänselt.

Die verschiedenen Erzählstränge gehen wunderbar ineinander über und lassen einen alle Emotionen erleben, über Glück, Freude, Enttäuschung, Angst und Traurigkeit. Ich habe mit allen Personen mitgefühlt, nicht alle Entscheidungen finde ich gut, auch wenn sie nicht grundlos erfolgten. Sally Hepworth hat sehr feinfühlig ihre Charaktere entwickelt und lässt den Leser an  ihren Leben teilhaben. Mich hat dieses Buch förmlich gefesselt, ich habe viele Tränen vergossen und habe viel darüber nachgedacht.. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Unfall nicht aufgeklärt wird und alle von falschen Voraussetzungen ausgehen. Trotzdem gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung für dieses Buch, für mich das Buch des Jahres!

***** 5 von 5 Sternen

An dieser Stelle noch mal einen allerliebsten Dank an Random House - Blanvalet für das bereitstellen eines Rezensionsexemplars.